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Abstieg

11.09.2018

Baseballer zurück auf dem Boden

„Wir werden den Kader weiter verjüngen und auch anderen eine Chance geben – das müssen wir auch.“Die Augsburg Gators verlieren im großen Saison-Showdown die beiden entscheidenden Spiele gegen die Gauting Indians jeweils mit 4:5. Spielertrainer Maximilian Mommer (sitzend) ist sichtlich enttäuscht. <b>Foto: Sven Koukal</b>
Bild: Sven Koukal

Trotz eines harten Kampfes steigen die Augsburg Gators aus der 2. Bundesliga ab. Wie es für die Mannschaft weitergeht und welche Konsequenzen Trainer Maximilian Mommer zieht

Philipp Hiemer ballt die Faust. Gerade hat er das wichtige 4:3 erzielt. Und plötzlich ist sie wieder da, die Chance für die Augsburg Gators, doch noch den Klassenerhalt zu schaffen. Sie sind nah dran am wichtigen Sieg, der für die Haunstetter den siebten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga Südost bedeuten würde und – mit entsprechenden Ergebnissen der Konkurrenz – den Abstieg abwenden könnte. Doch als Luca Hettmann vom Gastgeber Gauting Indians in den Extra Innings zum finalen Schlag ansetzt und den entscheidenden Punkt macht, wird allen klar: Die Augsburg Gators steigen aus der zweithöchsten Spielklasse in die Bayernliga ab.

Die Enttäuschung ist groß. „Beide Mannschaften haben heute zwei gute, enge Spiele abgeliefert. Für uns war mehr drin“, ärgert sich Augsburgs Spielertrainer Maximilian Mommer. Gedankenverloren kauert er nach den beiden Spielen auf dem Rasen des Würmtal Baseball Parks. Sein Blick schweift über den Platz. Der Plan, mit zwei Siegen den sicheren sechsten Tabellenrang zu erreichen, ist geplatzt. Trotz harten Kampfs. Trotz entscheidenden Verbesserungen gegenüber dem ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams. Mommer bezeichnete die ersten beide Spiele gegen Gauting einmal als „die schlimmsten in meiner Karriere“.

Dabei überzeugten die Gäste aus Augsburg im Saison-Showdown gleich in den Anfangsminuten. „Wir haben – nicht wie es die Saison über häufig der Fall war – den Beginn verschlafen“, sagt der Spielertrainer. Einem Rückstand sind sie dennoch hinterhergelaufen. Die Offensive mühte sich sichtlich, das 0:3 zu drehen, kam auch bis auf einen Punkt heran. Am Ende sollte es nicht reichen. Mit 4:5 verloren sie knapp das erste Spiel. In der zweiten Begegnung sah es zwischenzeitlich besser aus, das Mommer-Team führte 3:1. Doch Gauting drehte die Partie. Endstand: ein weiteres 4:5. Freude kam lediglich bei den zehn heimischen Zuschauern aus.

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„Am Druck hat es heute nicht gelegen. Was genau die Ursache für die beiden Niederlagen, aber auch die ganze Saison ist, müssen wir jetzt genau analysieren“, sagt Mommer. Bis Anfang November will er der Mannschaft Zeit geben, durchzuatmen und die erste Saison in der 2. Bundesliga Revue passieren zu lassen. „Dann sehen wir, wie es weitergeht. Oft waren wir nicht arg viel schlechter als unsere Gegner“, resümiert der 38-Jährige. Er muss es wissen, schließlich hat er schon in der Bundesliga Bälle geworfen und Schläger geschwungen.

Markus Hörmann, Abteilungsleiter des Vereins, pflichtet ihm bei: „Oft war es nur ein Lauf oder ein anderes kleines Mosaiksteinchen, das fehlte.“ Auch Hörmann ist enttäuscht, doch eine Liga runter zu müssen. Er sagt aber auch: „Wir steigen nicht wegen der heutigen Niederlagen ab und hätten während der Runde mehr zeigen müssen.“

Für den Neustart in der Bayernliga gibt Mommer schon jetzt das klare Ziel Wiederaufstieg aus. Um an die besten Leistungen wieder anzuknüpfen, wollen die Funktionäre den Kader verjüngen. Der Altersschnitt der Gators liegt bei 34 Jahren, das jüngste Team der 2. Bundesliga ist nur halb so alt. Daher sollen andere Spieler eine Chance bekommen, kündigt Mommer an. Jugendspielern will er die Möglichkeit geben, sich in der Bayernliga zu beweisen. Abteilungsleiter Hörmann deutet an, auch über externe Neuzugänge nachzudenken.

Ein weiteres Projekt für das kommende Jahr ist der Ausbau des Platzes. „Unsere Jungs schleppen für jedes Spiel Bänke, Pavillons und den Grill ans Feld. Das kostet Zeit und Nerven“, erklärt Mommer. Er wünsche sich ein „Baseball-mäßiges Stadion“, eventuell mit einem Innenbereich komplett aus Sand. Auf dem jetzigen Spielfeld würden Bälle arg springen, weil es hart und uneben sei. Man müsse jeodch zunächst man die Finanzierung klären.

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