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Projekt 2023

25.05.2019

Beim Turnfest sind Fragen offen

Die Erhard-Wunderlich-Sporthalle wäre ein Veranstaltungsort.
Bild: Krieger

Stadt will Kosten der sportlichen Großveranstaltung auf 400000 Euro begrenzen. Gespräche mit dem BTV folgen

Kommt mit dem Landessportfest eine der größten bayerischen Breitensport-Veranstaltungen im Jahr 2023 nach Augsburg? Und ist die Stadt überhaupt in der Lage, dieses Event mit mehr als 8000 Sportlern an vier Tagen zu stemmen? Fragen, denen die Mitglieder des Sportausschusses nachgingen, nachdem bereits erste Gespräche mit dem ausrichtenden Bayerischen Landesturnverband (BTV) geführt worden sind. Dabei wurde die finanzielle Beteiligung der Stadt von der vom BTV gewünschten Summe von 900000 Euro gleich mal auf 400000 Euro heruntergeschraubt. Nur 50000 Euro sollen dabei als Geldmittel fließen, der Rest als städtische Dienstleistungen im Bereich Transport, Sicherheit und der Bereitstellung von Sportanlagen und Schulturnhallen. Nach angeregter Diskussion einigten sich die Sportausschussmitglieder darauf, dass die Stadt die Gespräche mit dem BTV weiterführen soll, um das Turnfest gemäß der vorgegebenen Kostenbeschränkung durchzuführen.

Erst in einem nächsten Schritt sollen dann die Sportvereine mit eingebunden werden. Gerade Vereine mit starken Turn- und Gymnastikabteilungen wie der TV Augsburg, der TSV Haunstetten oder der TSV Firnhaberau nehmen mit ihren Mitgliedern regelmäßig an Sportfesten teil. Die Sportler schwärmen dabei oft von der besonderen Atmosphäre, die eine Stadt während der Turnfesttage umgibt. Auch Sportreferent Dirk Wurm betonte: „Wir wollen, dass in der Stadt alle etwas von diesem Breitensportfest mitbekommen.“ Weshalb es in Augsburg an diesen vier Tagen im Juni auch Sport im Freiraum, Empfänge, verschiedenste Wettkämpfe und ein entsprechendes Rahmenprogramm geben soll. Alles Punkte, die eine Kostenschätzung zum momentanen Zeitpunkt schwer machen.

„Eine schöne Idee“, sagte etwa Stadtrat Marc Zander (CSU), „aber die Finanzen treiben auch mich um.“ Außerdem befürchtet er eine Überlastung der Vereine: „Die Ehrenamtlichen tragen die Hauptlast der Arbeit. Direkt nach der Kanuslalom-Weltmeisterschaft 2022.“ Auch Dr. Rudolf Holzapfel (ProAugsburg) äußerte seine Bedenken angesichts der Zustände des Rosenaustadions oder der Erhard-Wunderlich-Sporthalle. „Sind unsere Sportstätten in vier Jahren überhaupt so weit ausgestattet, dass ein solches Sportfest möglich ist?“, fragte Holzapfel.

Sportreferent Wurm zeigte sich in diesem Punkt zuversichtlich, da besonders die Sanierung der Erhard-Wunderlich-Halle auch ohne das Turnfest wie bereits beschlossen weitergeführt werde. Nach Heizung und Lüftung steht als Nächstes die Erneuerung der Sanitäranlagen und des Hallenbodens an.

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