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Deutsche Meisterschaft

01.06.2017

Cheerleader haben keine Höhenangst

Seit vier Jahren gibt es die amerikanische Sportart beim TVA und sie findet immer mehr Anhänger. Auch sportlich wachsen die Gruppen über sich hinaus

Im Training wird deutsch gesprochen, doch die Kommandos für die mehr als 20 Cheerleader schallen in Englisch lautstark durch die Sporthalle der Hans-Adlhoch-Schule. „... five, six, seven, eight!“ Immer auf acht erfolgt der nächste Wurf, der nächste Sprung oder der Weiterbau der menschlichen Pyramiden. Konsequentes Zählen gehört bei den anspruchsvollen akrobatischen Übungen dazu. Um Unsicherheiten oder Stürze zu verhindern, müssen die Bewegungen aller Athleten optimal aufeinander abgestimmt sein.

Wie perfekt das die Augsburger Wettkampfgruppe InVasion bereits umsetzt, hat sie zuletzt mit dem sechsten Platz bei der deutschen Meisterschaft in Hamburg unter Beweis gestellt. „Wir haben uns als Neunte für diese Meisterschaft qualifiziert und uns dann auf Platz sechs vorgearbeitet gegen größere und viel erfahrenere Teams“, ist Head Coach Andrea Heinrich noch immer überwältigt vom jüngsten Erfolg ihrer Truppe, die sie mit ihren Co-Trainern betreut. Seit der Gründung im November 2013 baut Andrea Heinrich konsequent ihren Mitgliederstamm auf. Wie viele Neulinge war auch sie selbst schnell fasziniert von dieser Sportart. „Dabei bin ich gar kein Amerika-Fan. Eine Freundin hatte mich mal ins Training mitgenommen, und nachdem ich gleich 120 Liegestütze machen musste, war ich infiziert“, erinnert sich Heinrich lachend.

Mittlerweile bildet Cheerleading zusammen mit Flag Football die Abteilung American Sports beim TVA. Und der Zustrom bei den Cheerleadern wird durch Mund-zu-Mund-Werbung immer größer. „Langsam profitieren wir auch von unserer guten Jugendarbeit“, sagt Heinrich mit Blick auf die zwei Nachwuchsgruppen InCredible (12 bis 16 Jahre) und InCrease (6 bis 11 Jahre). In diesen Gruppen lernen zwischen 20 und 30 Mädchen und vereinzelt auch Jungs die Grundlagen des Sports und bereiten sich auf Wettkämpfe und Showauftritte vor.

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Die Bedeutung Cheerleading lässt sich von den englischen Wörtern „cheer“ (applaudieren) und „lead“ (führen) ableiten. In Amerika dienen die Cheerleader also dazu, ein Publikum in Stimmung zu bringen um ein anderes Sportteam (meist Footballer oder Basketballer) bestmöglich anzufeuern. Auch die Augsburger können für solche Aktionen gebucht werden – mehrmals waren sie etwa schon bei den Fußballern des TSV 1860 München im Einsatz –, ansonsten konzentrieren sie sich aber vorwiegend auf ihre eigene sportliche Präsentation.

Dazu gehören anspruchsvolle Akrobatik- und Turnelemente. Vom reinen „Puschelschwingen“ – einem weitverbreiteten Klischee – hält Andrea Heinrich sowieso nichts. „Für uns ist das hier Leistungssport. Ohne gute Technik geht nichts. Dazu brauchen wir Kraft, Mut und höchstes Vertrauen in die Teamkollegen. Jeder muss in jeder Sekunde wissen, was er zu tun hat.“

und Anmeldungen unter www.cheerinmotion.de oder info@tva-americansports.de

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