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Augsburg

19.01.2012

Curt-Frenzel-Stadion: Neue Pläne, alte Probleme

Der zweite Umbau des Curt-Frenzel Stadions in Augsburg hat es in das "Schwarzbuch 2011" des Steuerzahlerbundes geschafft.
Bild: Ulrich Wagner

Der Sportausschuss stimmt für die Umbauentwürfe. Die Panther beklagen, dass viele Räume zunächst im Rohbau bleiben.

Die Verwaltung hatte die Mitglieder des Sportausschusses mit viel Lesestoff versorgt. Pläne, Kostentabellen, zeitliche Abläufe und sogar ein Raumbuch des künftigen Curt-Frenzel-Stadions bekamen die Lokalpolitiker vor ihrerjüngsten Sitzung im Rathaus. Sie sollten sich ein umfassendes Bild machen können, wie das immer wieder heiß diskutierte Projekt „Umbau“ zu einem guten Ende geführt werden soll. Wolfgang Tanzer von der Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung (AGS) erklärte die Entwürfe des Architekturbüros Schlenker aus Schwenningen. Nach einer Stunde Gedankenaustausch empfahl der Ausschuss mit einer Gegenstimme dem Stadtrat, der Neuplanung zuzustimmen.

„Dieser Umbau ist bautechnisch ein hochkomplexer Vorgang“, machte Baureferent Merkle noch einmal deutlich. Wegen der – mittlerweile behobenen – Sichtprobleme auf den Tribünen (siehe Chronologie) wird aus der traditionsreichen Arena (Eröffnung 1963), erst im Sommer 2013 eine Halle. Der Umbau im Umbau war nicht das einzige Problem, seit der Stadtrat im April 2009 die Generalsanierung beschloss. Die grobe Kostenschätzung für das Gesamtprojekt belief sich damals auf knapp 25 Millionen Euro. Nach neuesten Erkenntnissen wird sich der Betrag auf rund 32 Millionen Euro erhöhen. Grund ist nach Meinung der Bauverwaltung nicht der muntere Wechsel von Planern und Planungen, sondern das Alter der Anlage, die weitreichendere Gestaltung der Außenanlagen, Wünsche der Nutzer und ungünstigere Ausschreibungsergebnisse. Allein der letzte Punkt brachte Mehrkosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Die Erneuerung der maroden Eispisten eins und zwei ist mit 2,1 Millionen Euro veranschlagt.

Nur die Bahn eins wird in diesem Jahr erneuert

Nur die Bahn eins wird in diesem Jahr erneuert, die Bahn zwei dient bis 2013 als Baustellen-Lagerplatz. „Die Sanierung der Bahn zwei muss 2014 höchste Priorität haben“, weiß Baureferent Gerd Merkle um deren Bedeutung gerade für den Nachwuchssport. Für die Panther machte Hauptgesellschafter Lothar Sigl deutlich, wie wichtig für den Eishockey-Erstligisten der Ausbau der multifunktionalen Eventfläche, der Kioske und VIP-Boxen ist. Im ersten von den künftig zwei Realisierungsabschnitten sind diese Bereiche nur im Rohbau vorgesehen.

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Nackter Beton und Baustellenlicht – das ist nach Meinung von Sigl kein Ausbaustandard, mit dem sich Geschäftspartner finden lassen. „Alles, was fest mit dem Stadion verbunden ist – wie zum Beispiel Fliesen – müsste vom Bauherren zur Verfügung gestellt werden“, meint der Panther-Chef und berichtet von teilweise unzumutbaren Zuständen an den Kiosken während der Bauphase. „Da müssen die Verkäufer manchmal auf Holzpaletten im Wasser stehen.“ Es sei schwierig gewesen, den für die Verpflegung zuständigen Partner zu einer weiteren Zusammenarbeit zu bewegen. „Zurzeit sind wir deutlich schlechter dran als früher“, bangt er um die wirtschaftliche Basis seiner Panther.

Die Stadträte nahmen es ebenso zur Kenntnis wie das Bekenntnis von Baureferent Gerd Merkle zu „absoluter Transparenz“. Auf Antrag der Grünen beschäftigt sich der Kommunale Prüfungsverband mit dem Umbau. Der „Gutachter“ werde demnächst ein Zimmer bei der AGS beziehen, so Merkle.

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