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Fußball

31.01.2019

Daniel Baier macht sich für Hinteregger stark

Ein Bild aus erfolgreichen gemeinsamen Tagen im Januar 2018: FCA-Abwehrspieler Martin Hinteregger (links) und Kapitän Daniel Baier. Baier hofft, dass sein österreichischer Kollege noch einmal ins Team zurückfindet.
Bild: imgao/De Fodi

Der Kapitän des FC Augsburg hofft, dass es noch zu einer Versöhnung zwischen Spieler und Klub kommen könnte. Der 34-Jährige wäre bereit, zwischen den beiden Streitparteien zu vermitteln

Daniel Baier hat beim FC Augsburg schon nahezu alles gesehen: Neben dem Aufstieg in die Bundesliga kämpfte der 34-Jährige mit dem FCA in der Bundesliga gegen den Abstieg, erlebte einige Trainerwechsel. So viel Wirbel wie derzeit hat Baier aber bislang selten erlebt. Neben der sportlichen Krise kommt beim FCA der Wirbel um Caiuby und Hinteregger hinzu, die beide wohl nicht mehr für den Klub auflaufen werden. Baier selbst atmet durch, wenn er darauf angesprochen wird. „Wir hatten hier schon öfter auch mal Unruhe. Aber das ist gerade etwas Außergewöhnliches.“

Während innerhalb der Mannschaft kaum jemand dem Brasilianer Caiuby hinterherzutrauern scheint, hofft Baier im Fall Hinteregger noch auf eine Wende. Der Österreicher hatte nach der 0:2-Pleite in Mönchengladbach FCA-Trainer Manuel Baum scharf kritisiert („Ich kann nichts Positives über ihn sagen und werde auch nichts Negatives sagen“) und war dafür vom FCA freigestellt worden. Der Innenverteidiger soll fortan allein trainieren und darf den Verein bei einem entsprechenden Angebot verlassen.

Baier hofft nun, dass der Abwehrspieler und der FC Augsburg doch noch zueinanderfinden: „Ich würde es gerne sehen, dass es zu einer Aussprache kommt und beide Parteien wieder zusammenfinden.“ Die Initiative dazu müsse von Hinteregger ausgehen, befindet der FCA-Kapitän. Allerdings gibt Baier zu bedenken: „Wenn du ein Spiel verlierst, stehst du unter Strom. Dann stehst du fünf Minuten später vor der Kamera. Da sagst du Dinge, die du so vielleicht nicht meinst, das ist mir selbst auch schon passiert.“ Baier schränkt aber auch ein: „Dass Kritik auf diese Weise geäußert wird, das darf auch nicht sein. Und ich glaube, das weiß Hinti auch.“

Wirklich? Die Aussagen der FCA-Führung am Dienstag erweckten nicht den Eindruck, als ob Hinteregger sich sonderlich einsichtig gezeigt hätte. Stefan Reuter hatte darüber gesagt, dass der Abwehrspieler nicht vermittelt habe, „dass er unseren Weg mitgehen will. Daher macht es keinen Sinn, Teil des Teams zu sein“.

Demnach hat der für seine Eigenwilligkeit bekannte Hinteregger auch bei dieser Gelegenheit nicht eingelenkt. Baier bietet sich an, zwischen dem Sturkopf aus Kärnten und dem FC Augsburg als Mittler eintreten zu wollen: „Wenn ich vermitteln kann, werde ich das tun. Ich mag Hinti sehr und er ist sportlich sehr wichtig für uns.“ Dass der Österreicher mit Augsburg abgeschlossen hat, kann sich Baier nicht vorstellen.

Tatsächlich wird Hinteregger aus sportlicher Sicht so dringend benötigt wie selten zuvor: In der Innenverteidigung wird der Niederländer Jeffrey Gouweleeuw weiterhin aus-fallen. Der Niederländer ist einer der konstantesten Spieler des FC Augsburg, bildete mit dem Österreicher in der Hinrunde die Stammbesetzung in der Innenverteidigung – und wird nun abermals von seinen Adduktoren gestoppt. Ausgerechnet in der Abwehr, in der die Probleme ohnehin schon groß sind, meldet sich nun ein Spieler nach dem anderen ab. Im ersten Rückrundenspiel gegen Düsseldorf hatte sich Rechtsverteidiger Raphael Framberger das Kreuzband gerissen. Und nun fehlen auch noch Gouweleeuw und Hinteregger. „Sportlich gesehen ist das ein krasser Ausfall. Aber auch die anderen, die nun spielen werden, bekommen unser Vertrauen“, betont Baier.

Immerhin: Bei allen Ausfällen konnte der FC Augsburg nun auch einen Neuzugang vorstellen – auch wenn dieser nicht spielen, sondern das Trainerteam verstärken wird: Jens Lehmann. Der ehemalige Nationalkeeper soll sich künftig als Co-Trainer vor allem um die Defensive kümmern. Baier freut sich über den 61-fachen Nationalspieler: „Es ist gut, dass wir jetzt so einen dabeihaben.“ Dass der Bekanntheitsgrad von Lehmann ein Problem für Manuel Baum sein könnte, glaubt Baier nicht: „Er hat klar gesagt, dass er als Trainer noch keine große Erfahrung hat, und möchte nun von Manuel Baum lernen.“ Im Mittwochstraining beschäftigte Lehmann sich vor allem mit der Defensive und sprach viel mit Torwart Gregor Kobel.

Positive Nachricht am Rande: Die beiden Südkoreaner Dong-Won Ji und Ja-Cheol Koo trainieren nach ihrer Rückkehr vom Asien-Cup wieder mit der Mannschaft.

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