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Einzelkritik

26.05.2015

Das Erfolgs-Trio

Shawn Parker, Sascha Mölders und Tim Matavz drehten beim 3:1 in Gladbach das Spiel. Jetzt reisen sie mit dem FCA durch Europa, dabei zählten sie in dieser Saison nicht zum Stammpersonal

Was für ein Saisonabschluss. Der FC Augsburg sicherte sich mit einem verdienten 3:1 (0:1)-Auswärtserfolg bei Borussia Mönchengladbach den Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Und diesmal waren die Scheinwerfer genau auf die Spieler gerichtet, die zuletzt oft nur im Schatten standen. Tim Matavz, Sascha Mölders und Shawn Parker wurden eingewechselt und drehten das Spiel.

Hatte eigentlich über die ganzen 90 Minuten gar nicht viel zu tun. Beim Führungstreffer konnte er den Schuss von Herrmann nicht festhalten, weil der gegen seine Laufrichtung flog. Beim Nachfassen verletzte ihn Mannschaftskamerad Ragnar Klavan leicht am rechten Unterarm, doch Hitz konnte weiterspielen. Note 3

Engagiert, einen Paul Verhaegh in seiner Ganzheit kann er aber nicht ersetzen. Vor dem Gegentor konnte er Patrick Herrmann nicht aufhalten. Note 4

Der Südkoreaner wird von Spiel zu Spiel selbstsicherer und auch die Abstimmung mit Klavan wird immer feiner. Brauchte nach seiner langwierigen Verletzung lange, um in Tritt zu kommen, doch jetzt zeigt er immer mehr seine Klasse. Note 2

Der Este hat es geschafft. Er fehlte in dieser Saison keine einzige Sekunde. Und der Innenverteidiger war fast die ganzen 3060 Minuten die Zuverlässigkeit in Person. Auch in Gladbach. Blockte in der ersten Halbzeit einen Schuss von Max Kruse mit letztem Einsatz mit der Brust und lieferte sich mit André Hahn nach dessen Einwechslung packende Duelle. Note 2

Man merkt dem jungen Ghanaer die lange Saison mit dem Afrika Cup deutlich an. Längst nicht mehr so dynamisch wie in der Vorrunde. Er braucht eine Pause. Zuerst stehen noch Länderspiele mit der Nationalmannschaft auf dem Programm. Note 3

Sein Wille, unbedingt nach Europa zu wollen, trieb ihn noch einmal zu einer Höchstleistung. Mit 104 Ballkontakten war er der mit Abstand fleißigste Spieler auf dem Feld. Brachte grandiose 97 Prozent seiner Pässe an den eigenen Mann. Note 2

Dem Rechtsaußen fehlt die Handlungsschnelligkeit. Hatte auch in Gladbach einige wirklich aussichtsreiche Situationen, doch er braucht einfach zu lange, um zu entscheiden, was er zu tun hat. Und diese Sekunden fehlen ihm dann. Note 4

Wenn er bleiben würde, wäre es ein Gewinn für den FCA. Gerade nach dem Wechsel ließ er auch ab und zu sein strategisches Talent mit klugen Pässen aufblitzen. Seine Stärke hat er aber im Defensivverhalten. Damit hielt er auch Höjbjerg im Mittelfeld den Rücken frei. Note 3

Zeigte in Gladbach in vielen Phasen, warum er zu den begehrtesten Talenten in der Bundesliga zählt. Mit viel Dynamik in seinen Einzelaktionen nach vorne, mit einer außergewöhnlichen Schusstechnik, wie bei seinem grandiosen 1:1 (72.) zu sehen, drückte er dem FCA-Spiel in der Offensive seinen Stempel auf. Da kann man es ihm auch verzeihen, dass er auf dem Weg nach hinten gerne mal eine Pause einlegt. Note 2

Dem Dauerläufer ging auf der Zielgeraden die Luft aus. War bemüht, aber schaffte es selten, hinter die Abwehr zu kommen. Seine Flanken aus dem Halbfeld waren zu ungenau. Note 4

Sorry, Altintop ist kein Offensivspieler für die vorderste Linie. Er braucht Platz und die Tiefe des Raumes. Er hatte in der ersten Halbzeit eine gute Aktion. Das war seine Chance nach vier Minuten. Ansonsten konnte er ganz vorne seine Stärken wie sein gutes Auge und seine gute Ballverteilung nicht ausspielen. Nach 53 Minuten hatte Weinzierl ein Einsehen mit Altintop, korrigierte seinen Fehler und brachte Matavz. Note 5

Diesmal durfte er fast eine ganze Halbzeit ran und nützte die Zeit. Zwang Nordtveit in der 60. Minute zu einem Foul kurz hinter der Mittellinie. Schiedsrichter Weiner interpretierte es als Notbremse. Nordtveit sah Rot. Matavz tauchte dann wieder etwas ab, um in der 77. Minute plötzlich zu zeigen, warum der FCA rund vier Millionen Euro investierte. Er köpfte zum vorentscheidenden 2:1 ein. Hat damit den Großteil seiner Ablösesumme wieder eingespielt. Note 2

Er löste in der 59. Minute Alexander Esswein ab und brachte frischen Wind auf die Außenbahn. Toll seine Flanke zum 2:1 auf Matavz. Am Ende war er der Pechvogel des letzten Spieltages. Kurz vor Schluss gefoult, nahm er eine Verletzung am rechten Knie mit nach Hause. Nach Informationen unserer Zeitung droht ihm sogar eine Operation. Note 3

Er ersetzte in der 69. Minute Dominik Kohr und zahlte jede Minute Spielzeit, die er diesmal erhielt, doppelt und dreifach zurück. Vor dem 2:1 erkämpfte er den Ball, das 3:1 erzielte er in der Nachspielzeit selbst. Es war in buchstäblich letzter Minute sein erstes Saisontor.

Es werden nur Spieler benotet, die mehr als 30 Minuten im Einsatz waren

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