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Basketball

06.04.2017

Der TVA überflügelt den TSV Schwaben

Cornelius Ferber vom TVA setzt sich im Derby durch.
Bild: Schöllhorn

Zwölf Siege in Folge reichen aber nicht zur Bayernliga-Meisterschaft

Eigentlich hätte die Saison für die Bayernliga-Basketballer des TV Augsburg in der Vorrunde nicht schlechter laufen können. Drei Spieler fielen mit Bänderrissen wochenlang aus, die Mannschaft fand nicht zueinander. Der TVA, eigentlich Mitfavorit, dümpelte irgendwo im Mittelfeld. Drei Monate und zwölf Siege in Folge später sagt Abteilungsleiter Oliver Schwarz: „Schade, dass es am Ende nicht mit dem Aufstieg geklappt hat. Aber wir hatten in der Vorrunde zu großes Verletzungspech.“

Es war eine beeindruckende Siegesserie, die die Bayernliga-Basketballer des TV Augsburg im Jahr 2017 hingelegt haben, nur Meister und Aufsteiger Wolnzach war nicht mehr zu erreichen. Im Gegensatz zur Vorrunde blieben regionalliga-erfahrene Spieler wie Felix Förster, Sebastian Woelki und Alexander Chalusiak von Verletzungen verschont und steigerten sich junge Talente wie Cornelius Marinus Ferber oder Lewis Vincent Londene. Wie es in der kommenden Saison weitergeht, weiß Schwarz noch nicht. Ob Trainer Sing weitermachen wird, ist wenige Tage nach dem Saisonende noch nicht sicher und auch die Zusammensetzung des Kaders ist noch offen. „Wir würden gerne mit Dirk weitermachen, aber er muss es beruflich vereinbaren können. Wir werden uns in zwei Wochen zusammensetzen, dann sehen wir weiter“, sagt Schwarz. Sollte der Trainer bleiben – und die Chancen stehen nicht so schlecht –, wird wohl auch der eine oder andere Neuzugang den TVA verstärken. Zudem setzt der TVA weiter auf die eigenen Talente.

Durchatmen heißt es auch beim Ligakonkurrenten TSV Schwaben. Der Absteiger verlor die beiden Derbys gegen den TVA und belegte in der Endabrechnung Platz sechs. „Das geht in Ordnung. Wir wussten, dass wir einen kleinen Kader haben“, sagt der stellvertretende Abteilungsleiter Ali Schmid. Auch er ist mit seinem Trainer Sergej Kiselovs sehr zufrieden, auch er weiß noch nicht, ob Kiselovs bleibt. Wie der Kader aussehen wird? „Nach Ostern wissen wir mehr.“

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Die beiden Augsburger Bayernligisten haben die gleichen Probleme und sie werden durch die Nähe des zwei Klassen höher agierenden Regionalligisten BG Leitershofen/Stadtbergen nicht kleiner. Der wirkt wie ein Magnet auf die guten Spieler aus der Region, egal in welchem Alter. Der TVA und die Schwaben tun sich schwer, dort mitzuhalten. Damit hat man sich in Augsburg arrangiert. Die Rivalität zwischen den Vereinen schien zurückgegangen. So sah es zumindest bisher aus.

Acht Jahre lang arbeiteten zum Beispiel so alle drei Vereine in einer Jugendkooperation zusammen. Darin wurde ein U16-Team für die Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) und eine Bayernliga-U14 organisiert. Die U14 betreuten die Schwaben. Federführend bei der JBBL-Mannschaft war der TVA. Er trug die Hauptlast bei der Organisation und der Finanzierung.

Jetzt zieht sich der TVA (wie berichtet) aus dieser Kooperation zurück. Alle Beteiligten wollen nicht mehr groß darüber sprechen, keiner will den fragilen Burgfrieden gefährden. Doch der TVA scheint sich allein gelassen gefühlt zu haben von den Schwaben und auch von Leitershofen. Die beiden anderen betrachteten die JBBL bisher als das Steckenpferd des TVA.

Fakt ist: Jetzt hat Leitershofen das Sagen und plötzlich gibt es auch einen Namenssponsor. Jahrelang war die Suche vergeblich, jetzt läuft das ehrgeizige Projekt nicht mehr als TV Augsburg, sondern als „Baramundi Basketball Akademie Augsburg“. Ob die U16 aber überhaupt in der kommenden Saison in der JBBL spielen wird, ist gar nicht so sicher. Zuletzt gab es in der Relegation für den TVA ein bitteres 76:77 gegen die bisher sieglosen Lions Karlsruhe.

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