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Volleyball

01.12.2019

Die DJK Hochzoll im typischen Novemberblues

Enttäuschung spiegelt sich in den Gesichtern der Volleyballerinnen wider: (von links) Lynn Drigalski, Ekaterina Steber und Franziska Bender unterlagen mit der DJK Augsburg-Hochzoll.
Bild: Fred Schöllhorn

In der dritten Liga verliert die Mannschaft von Trainer Roppel zu Hause gegen Fürth. Einmal mehr verläuft der späte Herbst enttäuschend. Was Spielerin Drigalski zuversichtlich stimmt.

Mit diesem Heimspiel hatten die Volleyballerinnen der DJK Augsburg-Hochzoll Hoffnungen verknüpft. Sie blicken bislang auf eine äußerst durchwachsene, eigentlich sogar eine sehr enttäuschende Saison. Gegen den TV Fürth 1860 sollte eine kleine Wende gelingen, nachdem das vorausgegangene Match gegen den TSV Ansbach verloren ging und sie eine zweiwöchige Spielpause für intensives Training nutzen konnten. Doch einmal mehr zeigte sich: Die Mannschaft von Trainer Nikolaj Roppel sucht noch nach ihrer Form, es fehlt Stabilität und die Saison verläuft in Summe holpriger als erwartet.

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1:3 stand es am Ende in der Partie gegen die Mittelfranken, entsprechend niedergeschlagen wirkten die Spielerinnen aus Schwaben. „Natürlich sind wir enttäuscht“, sagt Lynn Drigalski. Die 28-Jährige hätte gehofft, dass man sich vor eigenem Publikum zumindest in den fünften Satz retten könnte. Ein Punkt wäre den Hochzollern damit sicher gewesen. Weil die Teams in der ausgeglichenen Tabelle nur wenige Punkte trennen, wäre dieser Zähler viel wert gewesen. So bleiben die Augsburger mit acht Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen.

Drigalski: "Uns fehlt die Cleverness"

Immerhin: Während gegen Ansbach kaum etwas funktionieren wollte, weder Annahme noch Aufschlag oder Angriffsspiel, zeigten sich die Gastgeber diesmal in allen Bereichen verbessert. Drigalski nennt Gründe, warum ihr Team dennoch nur den zweiten Satz für sich entschied. „Uns fehlt in den entscheidenden Momenten die Cleverness. Wir verlieren drei, vier Punkte am Stück und tun uns schwer, das innerhalb eines Satzes wieder aufzuholen.“ Außerdem lasse man Flexibilität im Angriffsspiel vermissen, meint Drigalski. Der Gegner könne sich daher leicht auf die Spielzüge einstellen.

Die DJK Hochzoll im typischen Novemberblues

Trainer Roppel ist erfahren, seit Jahren betreut er die Volleyballerinnen. Kritischen Phasen begegnet er gewohnt unaufgeregt. Spielerin Drigalski hat keine Veränderung im Verhalten des Trainers festgestellt, er rede nicht mehr oder weniger als sonst mit den Teammitgliedern. Die Zusammenarbeit sei weiterhin vertrauensvoll. Außerdem stünde nicht der Trainer auf dem Feld, so Drigalski. „Er kann uns sagen, was wir wie machen sollen. Für die Umsetzung auf dem Platz sind immer noch wir verantwortlich.“

Einmal mehr befinden sich die Volleyballerinnen aus Augsburg im November in einem Tief. In den vergangenen Jahren ist es dem Team anschließend gelungen, sich aus der misslichen Lage zu befreien. Darauf setzt Drigalski erneut. Erfahrungsgemäß präsentiere man sich in der zweiten Saisonhälfte in einem besseren Zustand. „Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel denken und schauen, dass wir vor der Weihnachtspause punkten. Es würde uns in der jetzigen Phase helfen, wenn wir mit einem guten Gefühl in die Pause gehen“, sagt sie.

Halle in Mauerstetten ist etwas speziell

Zunächst treten die Augsburger in ihrem letzten Vorrundenspiel im Allgäu beim SV Mauerstetten an (Sonntag, 16 Uhr), ehe sie zum Rückrundenauftakt sowie Jahresabschluss Tabellenführer TV Altdorf erwarten. Gerade die Partie in Mauerstetten wird speziell: kleine, enge Halle mit niedriger Decke und Zuschauern, die beinahe mit auf dem Feld sitzen.

Drigalski müht sich um Optimismus, der sich unter anderem in der Zusammenstellung der Liga begründet. Bereits in den vergangenen Spielzeiten bewegten sich die Mannschaften durchwegs auf Augenhöhe. Kleinigkeiten entschieden über den Ausgang einer Partie, wenige Punkte mehr oder weniger schlugen sich unmittelbar in der Platzierung nieder. Derzeit fehlen der DJK drei Zähler auf den vierten Rang. „Die anderen Mannschaften sind noch nicht so weit weg, das spielt uns in die Karten“, betont Drigalski.

Sie und ihre Mitspielerinnen sind weiterhin davon überzeugt, dass eine Platzierung im oberen Drittel der Tabelle möglich ist. Auch wenn es mit jeder Niederlage schwieriger werde, die angestrebte Top-Platzierung am Saisonende zu erreichen, wie Drigalski einräumt.

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