Kanu

10.09.2018

Drama ohne Happy End

Obwohl er im Finale des letzten Weltcuprennens nicht mehr eingreifen konnte, schaffte es Sideris Tasiadis in der Gesamtwertung auf Platz drei. <b>Foto: Stenglein</b>
Bild: Stenglein

Sideris Tasiadis verpasst im letzten Weltcuprennen das Finale und muss tatenlos zusehen

Es war ein Drama, dem kein erfreuliches Ende beschieden war – zumindest aus Sicht des Augsburgers Sideris Tasiadis. Das fünfte und letzte Rennen der Kanuslalom-Weltcupserie 2018 brachte am Wochenende in den spanischen Pyrenäen die Entscheidung über den Gesamtsieg. Tasiadis war als Titelverteidiger nach La Seu d’Urgell gereist. Der 28-Jährige von Kanu Schwaben Augsburg, der zuvor schon drei Weltcups gewonnen hatte, verpasste diesmal allerdings als Elfter um eine Zehntelsekunde den Endlauf der besten Zehn und konnte nicht mehr in den Kampf um den Gesamtweltcup eingreifen.

„Im Ziel nach dem Halbfinale habe ich gesehen, dass ich Zehnter bin und dachte mir noch: Alles gut, im Finale kann ich angreifen.“ Dann allerdings hätten die Schiedsrichter einem hinter ihm liegenden Konkurrenten zwei Strafsekunden wieder abgezogen und Tasiadis rutschte auf Platz elf ab. „Ich habe die Szene auf Video gesehen und würde schon sagen, dass das eine eher unglückliche Entscheidung war, die nicht zu meinen Gunsten ausgefallen ist.“

Nachkarten will Tasiadis aber nicht. „Es dauert eine Stunde, in der man sich ärgert, dann ist so was abgehakt. Ich kann es ja eh nicht mehr ändern.“ Er belegt nun in der Endabrechnung mit 28 Zählern Rückstand zum Sieger Alexander Slafskovsky immerhin noch Rang drei. „Damit kann ich sehr zufrieden sein.“ Sein Teamgefährte Franz Anton (Leipzig) schaffte es dagegen ins Finale und zeigte dort einen nahezu perfekten Lauf auf Platz zwei. Damit schob er sich in der Endabrechnung noch vom achten auf den fünften Rang vor.

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Bei den Kajak-Frauen verpasste Ricarda Funk (Bad Kreuznach) in einem dramatischen Finale nur knapp die dritte Titelverteidigung in Folge. Die 26 Jahre alte Rheinländerin, die in Augsburg lebt und trainiert, war als Zehnte ins Finale eingezogen, hatte dann aber in einem furiosen Endlauf eine Zeit vorgelegt, an der die Konkurrenz nicht mehr vorbeikam. In der Gesamtabrechnung konnte Funk die führende Australierin Jessica Fox jedoch nicht mehr verdrängen. Funk wurde mit nur einem Punkt Rückstand zur Australierin zweite im Gesamtweltcup.

Im Kajak-Einer kam der Augsburger Hannes Aigner fehlerfrei durch. Doch der Olympia-Dritte von 2012 verfehlte Bronze um vier Hundertstel. Es gewann der Italiener Giovanni de Gennaro. (AZ/ako)

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