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FCA

16.02.2015

Drei Einschläge und ein sympathischer Auftritt

Alexander Manninger musste in Bremen dreimal dem Ball hinterhersehen, wie er in seinem Tor einschlug. Wie seine Mitspieler hatte der FCA-Torhüter nicht seinen besten Tag erwischt.
Bild: Simka, Citipress24

Torhüter Alexander Manninger erreichte bei der 2:3-Niederlage in Bremen wie seine Kollegen bei Weitem nicht seine Bestform. Dafür punktete der 37-jährige Österreicher auf einer anderen Bühne

Bisher war es immer ein gutes Omen, wenn Spieler oder Trainer des FC Augsburg vom ZDF ins Aktuelle Sportstudio eingeladen wurden. Eine Viertelstunde Sendezeit am späten Samstagabend gilt als Ritterschlag für fast jeden Fußball-Profi. Sascha Mölders, 29, war nach über 40-jähriger Wartezeit am 1. März 2013 als Helmut-Haller-Nachfolger nach dem 1:0-Auswärtssieg bei Werder Bremen in Mainz. Trainer Markus Weinzierl, 40, erzielte Ende Januar 2014 nach dem 2:2 in Dortmund drei Treffer an der Torwand. Ende Dezember durfte dann Halil Altintop, 32, den 2:1-Last-minute-Sieg in Köln erklären.

Alexander Manninger, 37, hingegen hatte als erster FCA-Profi eine Niederlage im Gepäck. Mit 2:3 (1:3) hatte er mit seiner Mannschaft bei Werder Bremen verloren. Die Erfolgsserie des FCA war damit gerissen, Werder feierte den fünften Sieg in Folge.

Und das zu Recht. Kaum einer der FCA-Spieler hatte gegen starke Bremer seine Normalform erreicht. Auch Manninger nicht. Mit druckvollem Forechecking machten sie dem Torhüter das Leben beim Spielaufbau an diesem Nachmittag sehr schwer. Viele seiner Abschläge landeten im Aus oder beim Gegner.

Alle drei Gegentore fielen nach ruhenden Bällen. Der Elfmeter von Franco Di Santo (23.) war unhaltbar. Die beiden Kopfbälle von Assani Lukimya (16.) und von Theodor Gebre Selassie (45.) wären im Vorfeld durch bestimmtes Zupacken des Torhüters allerdings durchaus zu verhindern gewesen. Zugegeben, der Freistoß und der Eckball waren von Zlatko Junuzovic gefährlich getreten – der Österreicher gilt als Spezialist für diese Gelegenheiten –, doch Manninger ließ die Torschützen in seinem Fünf-Meter-Raum auch unbehelligt gewähren. Er traf diesmal die falschen Entscheidungen, wie seine Kollegen in vielen anderen Szenen auch.

Der Torhüter sah dies im Interview mit Katrin Müller-Hohenstein durchaus selbstkritisch: „Es ist bitter, wenn man drei Tore aus Standardsituationen bekommt. Da hinterfragt man sich natürlich immer wieder, wäre mehr machbar gewesen.“ War es, aber auch von seinen Mitspielern.

Darauf legte auch Trainer Markus Weinzierl großen Wert. „Wir werden die Niederlage jetzt nicht an Alex festmachen. Wenn man sieht, wie Junuzovic die Standards schlägt und welche Riesen die vorne drin haben mit fünf Spielern mit 1,90 Meter, ist das einfach Qualität.“

Auch sonst stellte sich Weinzierl vor seinen Torhüter und seine Mannschaft. „Der Gegner war einfach gut. Und wir haben ihr Selbstvertrauen zu spüren bekommen. Die Bremer haben das wirklich gut gemacht und geschickt unsere Stärken aus dem Spiel genommen.“ Es war eben ein Tag, an dem der FCA auf einen stärkeren Gegner traf.

Die Redaktion des Sportstudios rückte sowieso nicht die Leistung vom Samstag in den Mittelpunkt, sondern für sie stand Manninger stellvertretend für den bisher fast märchenhaften Verlauf dieser Augsburger Saison. Daran ändert auch die Niederlage in Bremen nichts.

Manninger, der mit seinem sympathischen Auftritt trotz der Niederlage noch Pluspunkte für den FCA sammelte, analysierte: „Wir haben heute verloren. Dann muss man wieder aufstehen und alles dafür tun, um am nächsten Wochenende wieder ein positives Resultat zu erzielen.“ Dann kommt Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr) in die SGL-Arena. Darauf konzentriert sich Manninger. Dann soll es weiter Richtung 40 Punkte gehen. „Das ist erst einmal unser Ziel.“ Über die mögliche Teilnahme am internationalen Geschäft will der erfahrene Fußball-Profi jetzt noch nicht reden: „Warten wir zwei Monate ab, wo wir dann wirklich stehen. Wenn dann nur noch drei, vier Spiele zu spielen sind, können wir uns die Sache noch einmal genauer anschauen.“

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