Tennis

30.04.2015

Dreier-Pack zum Saisonauftakt

Michaela Bayerlova startet am morgigen Freitag mit dem TC Schwaben in die neue Regionalliga-Saison. Der Neuzugang tritt als frischgebackene schwäbische Meisterin zum ersten Spiel an.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Alle drei Augsburger Vereine haben am ersten Spieltag der Frauen-Regionalliga Heimrecht. Warum ein Klub aber trotzdem mit dem kuriosen Terminplan sehr zufrieden ist

Am Sonntag gewann Michaela Bayerlova, 16, die schwäbischen Tennismeisterschaften auf der Anlage des TC Schießgraben. Damit gelang dem Neuzugang des TC Schwaben eine fehlerfreie Generalprobe vor dem Start der Regionalliga-Saison am morgigen Freitag.

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Vom TC Krumbach wechselte die Tochter des auch in Augsburg bekannten Tennisspielers und -lehrers Milan Bayerl, 51. Dass sich der Transfer zum TC Schwaben noch nicht bis zu den Verantwortlichen des schwäbischen Bezirkes durchgesprochen hat und Bayerlova in der Pressemitteilung als Spielerin des TC Schießgraben aufgeführt wurde, kann Schwaben-Chef Anton Huber verschmerzen. „Die Konkurrenz war zwar nicht so stark, aber es war eine gute Vorstellung“, sagt Huber.

Am Maifeiertag erwartet er beim Heimspiel (ab 11 Uhr) gegen den TC Großhesselohe ein deutlich höheres Niveau. „Von der Setzliste her ist Großhesselohe eines der Top-Teams, aber ich weiß nicht, mit welcher Mannschaft sie antreten werden.“ Bei seinem Team tut sich Huber da leichter. Er hat nur acht Spielerinnen gemeldet, seinen Kader mit Bayerlova und der Tschechin Pavlina Pokorna nur dezent umgebaut. Als Saisonziel gibt er einen „Mittelplatz“ aus. Das tat er auch schon in der vergangenen Saison, am Ende wurden die Schwaben Zweiter.

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Nur wenige Meter von der Schwaben-Anlage entfernt erwartet der TC Schießgraben den TC Grün-Rot Weiden zum ersten Saisonspiel (ab 11 Uhr). Dass auch der TC Augsburg (gegen TC BW Dresden-Blasewitz) Heimrecht hat, quittiert Schießgraben-Manager Manfred Schaber nur mit einem Kopfschütteln. „Vielleicht hätte man da vom Spielleiter schon erwarten können, dass er diese Konstellation vermeidet“, sagt Schabert. Ansonsten will er nicht meckern. Spielt er in dieser Saison doch sechsmal in Augsburg (bei Schwaben und beim TCA) und muss nur einmal nach München fahren. Den großen Zuschauerandrang hätte er auch bei einem Solo-Heimspiel nicht erwartet. Im Einzelsport Tennis, in dem der Spieler und nicht der Verein der Star ist, tut man sich in der drittklassigen Regionalliga schwer, Zuschauer zu gewinnen. Dabei werde durchaus attraktiver Sport geboten, sagt Schabert. Er setzt gegen Weiden („Da sollten wir schon gewinnen.“) auf Bewährtes. Allerdings muss er auf Carolin Jung verzichten, die sich bei den schwäbischen Meisterschaften verletzt hat. Sein Saisonziel lautet: „So schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben.“

Einen verletzungsbedingten Ausfall hat auch Uwe Nothnagel, der Manager des TC Augsburg, zu beklagen. Seine Tochter Caroline fällt aus. Ansonsten vertraut auch er bekannten Gesichtern beim Heimspiel (ab 11 Uhr) gegen TC BW Dresden-Blasewitz. Er baut auf die Klaschka-Schwestern (Sabine und Carmen) und auf die junge Anastasia Detiuc, 15. Das Talent aus Mazedonien kommt im Doppelpack mit ihrer Trainerin Michaela Pastikova zu den Spielen.

Den finanziellen Aufwand für den Einsatz von Starspielerin Francesca Schiavone wagt Nothnagel (noch) nicht. Der italienischen French-Open-Gewinnerin (2010), sei „es noch zu kalt“, scherzt er. Gegen Dresden sollten auch so die ersten Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren werden.

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