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Handball

16.04.2015

Eine riesige Enttäuschung

Nach nur einer Saison steht für die Männer des TSV 1871 Augsburg der Abstieg in die Bezirksliga fest. Auf einer wichtigen Position steht zudem ein Personalwechsel an

Am Ende steht die Ernüchterung über eine verkorkste Saison zu Buche. Die Handballmänner des TSV 1871 Augsburg sind nach der 23:34-Niederlage im letzten Saisonspiel gegen den Ligaprimus VfL Günzburg aus der Bezirksoberliga (BOL) abgestiegen. Das Potenzial für den Klassenerhalt war vorhanden, konnte aber vor allem in den Duellen gegen die direkten Konkurrenten nie voll ausgeschöpft werden. Nun beginnt in der nächsten Saison das Kapitel direkter Wiederaufstieg.

„Wir hatten in den entscheidenden Begegnungen zu viele Durchhänger und haben sehr oft eine Phase im Spiel gehabt, wo uns die Partie völlig aus den Händen geglitten ist“, erklärt Trainer Alexander Fischer das Hauptproblem der Augsburger. Mit entscheidenden Begegnungen meint der Coach die Spiele gegen die Mitabstiegskandidaten aus Gersthofen und Göggingen.

Die Tigers konnten nur eine von vier Partien für sich entscheiden. Hätten sie die Punkte gewonnen, stünde sein Team in der Mitte der Tabelle ohne jegliche Abstiegsgefahr. „Zu unserer unkonstanten Leistung und den schwerwiegenden Verletzungen unter der Saison kommt dann noch die fehlende Körpergröße, die wir kompensieren mussten. Sowohl im Angriff, als auch in der Verteidigung ist uns das leider nicht wirklich geglückt“, ärgert sich Fischer über die spielfehler seiner Männer.

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Sein Team sieht auch ein, warum der Klassenerhalt nicht realisiert wurde. „Die individuelle Leistung stimmte bei vielen nicht, deswegen ist für einen Teil der Mannschaft der Abstieg auch sehr schwer zu verarbeiten, die Stimmung ist gedrückt“, so Fischer weiter.

Der 43-Jährige wird jedoch nicht der Verantwortliche sein, der sich in der nächsten Saison um die Mannschaft kümmert. Der Trainer, der mit dem TSV je zwei Mal auf- und abgestiegen ist, beendet nach dieser Saison sein Engagement als Chefcoach und wird nur noch als Abteilungsleiter fungieren. Auf der Suche nach einem neuen Teamchef ist er aber noch nicht fündig geworden.

Auch zwei seiner Spieler werden dem TSV in der nächsten Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Marco Vathke kehrt zur DJK Augsburg-Hochzoll zurück, die Zukunft von Torhüter Dominik Späth ist hingegen noch ungewiss. Neuzugänge sind noch nicht bekannt.

Das Ziel direkter Wiederaufstieg wird aber laut Abteilungsleiter Fischer nicht nur wegen den Abgängen in der nächsten Saison um einiges schwerer, da beispielsweise der Vorjahres-Landesligist aus Kissing um die Aufstiegsplätze mitspielt. Trotz alledem meint er: „Wenn die Motivation und Leistung stimmt, ist auch diese Hürde und das Ziel Wiederaufstieg zu schaffen.“

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