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FC Augsburg: Hofmann: „Es gibt keine Ausreden mehr“

FC Augsburg

Hofmann: „Es gibt keine Ausreden mehr“

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    Klaus Hofmann hat es sich nicht nehmen lassen, selbst vor Ort zu erscheinen. Der Präsident des Fußball-Bundesligisten wollte nach dem 1:5-Debakel in Mönchengladbach schon sehen, wie sich die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt im Testspiel beim österreichischen Zweitligisten Austria Lustenau präsentiert. In dieser Hinsicht durfte er zufrieden sein. Es war ein durchaus solider Auftritt des FCA vor 1000 Zuschauern beim 4:0-Sieg im österreichischen Vorarlberg.

    Die Leistungen der vergangenen Spieltage gegen Leverkusen (0:3) und in Gladbach sind Hofmann schon auf den Magen geschlagen: „Mir ging es zuletzt nicht gut. Das Auftreten in Gladbach hat mich schon geärgert.“ Hofmann hat nach Gründen gesucht: „Wir sind mit einer schweren Hypothek in die Saison gegangen. Da waren zum einen die große Anzahl von verletzten Spielern und wir hatten auch eine etwas unruhige Vorbereitung.“ Hofmann meint damit vor allem das „Theater“ und das wochenlange Tauziehen um den Wechsel von Martin Hinteregger zu Eintracht Frankfurt.

    Auf Trainer Martin Schmidt lässt Hofmann nichts kommen: „Der Trainer ist nicht das Thema.“ Allerdings nimmt er ab sofort die Mannschaft in die Pflicht: „Jetzt sind sieben Spieltage absolviert. Wir haben jetzt dann die zweite Länderspielpause hinter uns gebracht. Es gibt keine Ausreden mehr. Es darf ab sofort besser werden.“ Der Tonfall von Hofmann ließ vermuten, dass er meinte „es muss jetzt besser werden.“ An der Leistung in Lustenau hatte Hofmann nichts auszusetzen: „In der Abwehr sieht man schon, dass es was ausmacht, wenn Jeff wieder mitspielt und Iago wirkt auch sehr dynamisch.“

    Der brasilianische Verteidiger Iago war zumindest in der ersten Hälfte der auffälligste Akteur in einer Mannschaft, die auf acht Nationalspieler verzichten musste. Der Niederländer Jeffrey Gouweleeuw wirkte tatsächlich nach seiner langen Verletzungspause wie ein Stabilisator in der Abwehr. „Er ist eine Persönlichkeit und er wird auch nicht so schnell nervös und man hat durch ihn schon eine gewisse Griffigkeit gespürt“, lobte der Coach. Gouweleeuw wollte sich nicht zu seiner Leistung äußern. Er entschuldigte sich aber dafür: „Tut mir leid. Ich bin noch etwas krank und will jetzt nicht sprechen.“

    Gouweleeuw hatte sich während der Woche eine Erkältung zugezogen, dennoch wollte er unbedingt spielen. „Eigentlich wollte ich ihn in der Halbzeit auswechseln, aber Jeff hat gesagt, er würde gerne noch 15 Minuten spielen. Dem Wunsch bin ich nachgekommen“, sagt Schmidt, der seinen Verteidiger dann nach 62 Minuten vom Rasen holte. Auch Schmidt hat einige Tage an der Niederlage in Gladbach gekaut: „Man ist traurig und man ist sauer. Vor allem, weil ich gedacht habe, dass wir einen Tick weiter wären. Manchmal geht es aber auch nicht vorwärts, sondern einen oder zwei Schritte zurück.“ Vor dem Spiel gegen den FC Bayern sagt Schmidt nur: „Wir sind nicht chancenlos.“ Jetzt soll es aber wieder einen oder zwei Schritte nach vorne gehen: „Wir haben viele intensive Gespräche geführt und jeden Stein umgedreht. Ich bin überzeugt, dass sich die Mannschaft anders präsentieren wird.“ Das auch er selbst in der Kritik steht, nimmt er gelassen: „Dass nach so einem Spiel Kritik aufkommt, ist doch klar. Alles andere wäre doch nicht normal.“

    Verletzt hat sich in Lustenau allerdings Andre Hahn. Der Stürmer humpelte kurz vor der Pause verletzt vom Platz. „Da müssen wir die Untersuchung abwarten. Er ist mit dem Knie auf die Stollen seines Gegenspielers gefallen“, so Schmidt. Hahn selbst ist zuversichtlich: „Ich denke, es ist nicht Schlimmes.“

    Nicht mit dabei in Lustenau war FCA-Manager Stefan Reuter. Er war privat verhindert. „Eigentlich war ja das Spiel für Donnerstag angesetzt. Da wäre auch Reuter dabei gewesen. Doch die Fans haben darum gebeten, die Partie auf Freitag zu verlegen. Diesem Wunsch sind wir nachgekommen. Den Freitag hatte Reuter schon lange anderweitig verplant“, so Pressesprecher Dominik Schmitz.

    Im Stadion in Lustenau herrschte gute Stimmung. Zugute kam den Fans auch, dass dank Ausnahmegenehmigungen in österreichischen Stadien Pyrotechnik erlaubt ist. Nachdem die Fans von Lustenau und die des FCA freundschaftlich verbunden sind, haben beide Gruppierungen für ein friedliches Spektakel gesorgt, dass am Anfang in einem richtigen Feuerwerk gipfelte. Auch für FCA-Coach Schmidt ein tolles Erlebnis: „Das war schon geil. Da hat sich richtige Fanfreundschaft gezeigt. Das ist doch toll, wenn die Fans von beiden Vereinen miteinander im Stadion feiern.“

    FCA Giefer (46. Luthe) - Framberger, Gouweleeuw (62. Stanic), Uduokhai (72. Koudelka), Iago - Moravek (83. Khedira), Oxford (85. Oberleitner) - Sarenren Bazee (83. Petkov), Teigl (73. Pedersen), Hahn (40. Max) - Schieber

    Tore 0:1 Uduokhai (2.), 0:2 Schieber (23.), 0:3 Max (78.), 0:4 Sarenren Bazee (82.) Zuschauer 1000

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