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FC Augsburg

18.09.2019

Florian Niederlechner: „Ich hatte kein Gramm Muskelmasse“

Autogramme und Selfies: Florian Niederlechner war ein gefragter Mann bei den jüngeren Fans. Der FCA-Profi trug zu einem äußerst gelungenen Abend in Horgau bei.
Bild: Marcus Merk

Mit unserer Redaktion spricht der Profi des FC Augsburg beim FCA-Stammtisch in Horgau über seine Karriere, Spielernoten und extreme Erfahrungen

Der FC Augsburg hat mit Florian Niederlechner einen Sympathieträger verpflichtet. Dies wurde auf dem FCA-Stammtisch deutlich, den die Augsburger Allgemeine in Zusammenarbeit mit dem Bundesligisten in Horgau veranstaltete. Offen und ehrlich beantwortete der 28-jährige Bundesligaprofi Fragen des Sportredakteurs Oliver Reiser und der rund 150 Gäste im Saal. Organisiert hatte diesen kurzweiligen Abend der FC Horgau und die SpVgg Auerbach-Streitheim. Folgendes sagte Niederlechner zu...

…seinem herrlichen Tor gegen Eintracht Frankfurt Nachdem ich gleich zu Spielbeginn eine große Chance vergeben hatte, brauchte ich schon zehn bis 15 Minuten, um dies aus dem Kopf zu bringen. Doch dann gelang Marco Richter der Führungstreffer und uns fiel vieles leichter. Mein Treffer zum 2:0 war vielleicht das schönste Tor in meiner Karriere. Unser Sieg war am Ende zwar etwas glücklich. Ich glaube, er war aber auch verdient.

…dem etwas holprigen Saisonstart Man muss berücksichtigen, dass unser Kader erst relativ spät komplett geworden ist. Ich hoffe, dass wir uns jetzt, nach dem Sieg gegen Eintracht Frankfurt, gefunden haben

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…seinem Wechsel nach Augsburg Ich wollte mit meiner Familie wieder näher an meiner oberbayerischen Heimat sein (Niederlechner stammt aus Hohenlinden [Kreis Ebersberg], d. R.). Dafür hatte der SC Freiburg Verständnis. Der FCA hat sich ja in den vergangenen Jahren immer wieder um mich bemüht, im Sommer hat es dann geklappt. Wir fühlen uns in Augsburg sehr wohl, die Mannschaft hat mir den Einstand auch sehr leicht gemacht.

Döner und Pizza haben geschmeckt

…seiner Karriere Ich habe lange Zeit keine Sekunde daran gedacht, einmal Profi-Fußballer zu werden. Ich habe eine Ausbildung zum Industriekaufmann absolviert, bei Amateurvereinen gespielt. Zudem haben mir Döner oder Pizza geschmeckt, ich hatte kein Gramm Muskelmasse am Körper. Dann war es einfach Glück, dass mich Manfred Schwabl zur SpVgg Unterhaching geholt hat. So nahm alles seinen Lauf. Der damalige Drittligist FC Heidenheim wurde auf mich aufmerksam. Über Mainz und den SC Freiburg bin ich jetzt beim FCA gelandet.

…über seine Vorbilder Das waren einmal Mario Gomez und Benny Lauth.

…über seine Zeit im Breisgau Die Jahre im Schwarzwald haben mich geprägt. Dort habe ich gelernt, dass man im Fußball viel laufen muss. Unter Christian Streich mussten wir immer Gas geben. Er ist ein toller und emotionaler Typ, das Schwarzwaldstadion eines der geilsten Stadien in Deutschland. Deshalb freue ich mich schon auf unser Spiel am Samstag in Freiburg.

…zu den Impulstagen mit dem FCA in der Schweiz Das sind natürlich brutale Erfahrungen, die man da macht. Der Aufstieg auf rund 3000 Meter Höhe, übernachten im Matratzenlager, die Hüttentoilette im Freien. Ich habe so etwas Ähnliches mit Martin Schmidt schon in Mainz erlebt. Damals haben wir bei zwei Metern Schnee in Zelten übernachtet.

…Spielerbewertungen in den Medien Einen Einser oder Zweier zu bekommen, ist natürlich schöner als eine schlechte Note. Zwischendurch schaue ich mir die Noten schon an. Manche meiner Kollegen lesen keine Zeitung, ich habe die Augsburger Allgemeine abonniert.

…zum Frauenfußball In Freiburg war ich zweimal bei Spielen der Bundesligafrauen. Auch die Weltmeisterschaft habe ich im Fernsehen geguckt. Das hat Spaß gemacht, das Niveau ist schon richtig gut.

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