FC Augsburg

18.03.2013

Geheimnis um das „Z“

Jan-Ingwer Callsen-Bracker formte beim Jubel nach seinem Treffer mit den Fingern diesen Buchstaben, wollte aber zur Bedeutung nichts sagen

Das sind Themen, die die Welt bewegen. Dabei geht es um ein geheimnisvolles „Z“. Diesen Buchstaben formte Jan-Ingwer Callsen-Bracker bei seinem Torjubel zum 1:0 in Hamburg. Was soll uns dieses „Z“ denn sagen? „Zorro“, „Zeppelin“, „Ziegenpeter“ oder „Zora“? „Der Anfangsbuchstabe meiner Freundin beginnt jedenfalls nicht mit „Z“, grinste Callsen-Bracker, während sich die Journalisten vorkamen wie Kandidaten in einer Quizshow.

Doch der Siegtorschütze von Hamburg ließ alle im Dunkeln zurück: „Das ist nicht öffentlich und wird auch nicht aufgeklärt.“ Na, dann halt nicht. Den Reportern blieb nichts anderes übrig, als aufs Sportliche zu kommen. War auch irgendwie wichtiger und vor allem war „Inge“ in dieser Hinsicht gesprächiger: „Ich glaube, wenn wir noch eine Stunde gespielt hätten, dann wären wir auch als 1:0-Sieger vom Platz gegangen.“ Das war kein Anflug von Arroganz. Der Abwehrspieler, der neben Torhüter Amsif, stärkster Akteur beim FCA war, sprach dabei nur aus, was sich zuvor die meisten der 52529 Zuschauer in der Imtech-Arena dachten.

Zwar fand nach dem Wechsel beim FCA kaum noch ein Spiel nach vorne statt, aber auch der HSV war, nachdem er etliche gute Chancen in den Sand gesetzt hatte, in der Schlussphase meist ideen- und planlos. Jedenfalls wird Callsen-Bracker gleich wieder vorsichtig, wenn man ihn auf den Vier-Punkte-Vorsprung gegenüber Hoffenheim anspricht: „Das ist nur eine Momentaufnahme.“

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Während anschließend Callsen-Bracker von einem Fernsehsender zum anderen weitergereicht wurde, hatte ein anderer nicht nur wegen des 1:0-Siegs in Hamburg Grund zur Freude.

Paul Verhaegh hatte man schon lange nicht mehr so glücklich gesehen wie am Samstag. Dort endete seine Leidenszeit. Das letzte Punktspiel vor seiner Verletzung bestritt er in der Vorrunde in Nürnberg. Jetzt war der Niederländer wieder 30 Minuten im Einsatz. Er kam nach 60 Minuten für Ja-Cheol Koo. „Ich bin froh, endlich wieder dabei zu sein. Das waren heute unglaublich wichtige Punkte. Wir hatten Glück, aber das braucht man manchmal“, sagt Verhaegh.

Trainer Markus Weinzierl ist ebenfalls erfreut, dass der Kapitän wieder an Bord ist: „Er hat ja schon während der Woche im Testspiel gegen Aalen gespielt. Wir wissen alle, wie wichtig er ist. Er hat seine Sache gutgemacht.“ Das galt auch für Ragnar Klavan, der die unangenehme Aufgabe hatte, HSV-Torjäger Artjoms Rudnevs an die Kandare zu nehmen. „Rudnevs ist ein Kämpfer und ein sehr starker Spieler, aber wir sind alle sehr kompakt gestanden“, so Klavan.

Nicht gefallen hat ihm, dass nach der Roten Karte von Beister in der 80. Minute Augsburg nicht die Zügel fester in die Hand genommen hat: „Nach diesem Platzverweis müssen wir viel lockerer spielen. Da waren wir etwas verkrampft. Das müssen wir noch lernen.“

Daniel Baier zuckte etwas ungläubig mit den Schultern, als er etwas zur tollen Leistung von Torhüter Mohamed Amsif sagen sollte: „Wieso? In der Torwartfrage hatten wir doch noch nie ein Problem. Amsif war gut drauf und hat den gleichen Anteil am Sieg wie wir alle.“ Das Thema Klassenerhalt beschäftigt Baier schon eher: „Mit uns rechnet doch keiner mehr. Wir schauen jetzt nur noch auf uns und nicht auf andere.“

Damit waren alle Fragen beantwortet, nur nicht, was es mit diesem verdammten „Z“ auf sich hat.

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