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Boxen

28.05.2018

Gemeinsam stark

Tina Rupprecht kämpft am 16. Juni vor einer großen Kulisse

Es wird eine „Fight-Night“ die es in sich haben wird. Klar liegt das in erster Linie an Marco Huck. Der ehemalige WBO-Weltmeister im Cruisergewicht ist eine Hausnummer im deutschen Boxsport. Sein Kampf gegen den Türken Yakup Saglan wird und soll auch am 16. Juni in Unterschleißheim im Infinity-Hotel die Fans mobilisieren. Für knapp 3000 Menschen ist Platz in dieser Location. An diesem Abend wird allerdings auch Tina Rupprecht in den Ring steigen. Die Augsburgerin kämpft gegen Yokasta Valle aus Costa Rica um den vakanten WBC-Titel im Minimum-Gewicht.

Nicht nur der Kampf ist für Rupprecht etwas Besonderes: „Bei meinen bisherigen Kämpfen waren vielleicht 900 oder 1000 Zuschauer da. Ich freue mich schon darauf einmal vor einem größeren Publikum zu boxen.“ Eigentlich hätte Rupprecht gegen die Weltmeisterin Momo Koseki aus Japan antreten sollen, doch die erklärte aus privaten Gründen ihren Rücktritt. Aber Rupprecht weiß, dass sie an der Weltranglistenzehnten Valle ebenfalls „zu beißen“ haben wird: „Ich habe schon ein paar Videos von ihr gesehen. Sie ist eine Gewichtsklasse über mir und hat sehr viel Kampfgeist“, sagt Rupprecht.

Für die 26-jährige stehen momentan die Sparringstage auf dem Programm. Ab Montag wird dann Eva Voraberger in Augsburg zu Gast sein. Die gebürtige Wienerin, die man in der Alpenrepublik nur „Golden Baby“ nennt, ist dann eine Woche lang Rupprechts Sparringspartnerin. Voraberger ist sechsfache Titelträgerin und wurde kürzlich Weltmeisterin im Bantamgewicht. „Die wird mir einiges in den kommenden Tagen abverlangen“, ist sich Rupprecht sicher.

Während die Augsburgerin Nikki Adler im Supermittelgewicht öfter vor einem großen Kampf mit Männer trainiert, ist das für Rupprecht (48 Kg) kein großes Thema: „Es ist in meiner Gewichtsklasse schwierig, so leichte Männer zu finden.“ Zudem ist Voraberger für Rupprecht auch eine „billige Lösung“. „Wir müssen da nichts zahlen. Eva macht das umsonst. Wir unterstützen uns gegenseitig. Das ist fast schon familiär“, verrät Alexander Haan, der Trainer von Rupprecht. Laut Haan ist sein Schützling bisher auf einem „guten Weg“.

Das ist für ihn extrem wichtig: „Yakosta Valle wird Tina große Schwierigkeiten bereiten. Da ist schon eine Steigerung nötig. Ich werde jetzt in den kommenden Tagen noch alles tun um sie richtig einzustellen.“ Allerdings hat Haan derzeit noch einen zusätzlichen Job. Für Alexander Petkovic den Promoter der „Fight-Night“ in Unterschleißheim muss er drei Boxer trainieren, die am 16. Juni ebenfalls in den Ring steigen.

Rupprechts Training soll darunter nicht leiden. Die hat vor kurzem ihr erstes Staatsexamen abgeschlossen. Dann ging es nahtlos über in die Vorbereitung.

Über ihre berufliche Zukunft macht sie sich derzeit noch keine Gedanken: „Ich gehe jetzt noch nicht ins Referendariat und werde auf alle Fälle in diesem Jahr pausieren. Zunächst will ich mich auf das Boxen konzentrieren.“

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