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FC Augsburg

14.04.2019

Gibt es ein fröhliches Wiedersehen mit Martin Hinteregger?

Abwehrspieler Martin Hinteregger (rechts) unterlag zuletzt mit der Eintracht in Lissabon.
Bild: dpa

Beim FC Augsburg fiel der Verteidiger in Ungnade, in Frankfurt wird er von Fans gefeiert. Dem Österreicher haben sie sogar einen Song gewidmet.

Der „Hinti“ ist schon ein spezieller Typ. Kein dem Mainstream angepasster Fußball-Profi, der noch eine freie Stelle auf der Haut für das nächste Tattoo suchen muss. Der Innenverteidiger verzichtet auch auf riesengroße Kopfhörer, die an die US-Rapper „Dr. Dre“ oder „50 Cent“ erinnern. Der 26-Jährige, der von Mitspielern und Fans nur „Hinti“ gerufen wird, heißt im wahren Leben Martin Hinteregger. Und wenn er nicht Fußball spielt, geht er zum Angeln oder guckt seine Lieblingsserie „Der Bergdoktor“. Außerdem ist Hinteregger einer, der sagt, was er sich denkt. Oder wie der Bayer sagt: Wie ihm der Schnabel gewachsen ist.

Hinteregger wurde in Augsburg zur Persona non grata

Das hat auch dazu geführt, dass er beim Bundesligisten FC Augsburg Ende Januar zur Persona non grata wurde. Mit seiner Aussage, er könnte über seinen Trainer Manuel Baum „nichts Negatives aber auch nichts Positives sagen“, brachte er das Fass zum Überlaufen. Weil sich der Österreicher im Recht fühlte, sah er auch keinen Grund, sich dafür zu entschuldigen. Die Konsequenz aus dem ganzen Theater: Hinteregger wurde vom FCA bis zum Saisonende nach Frankfurt verliehen. Das könnte man jetzt als Strafe sehen. War es aber nicht.

Im Gegenteil. Für Hinteregger war die Leihe nach Frankfurt bisher wie ein Sechser im Lotto. Zumal sich Hinteregger und Eintracht-Trainer Adi Hütter bestens kennen. Es gibt in Augsburg auch das Gerücht, dass Hintereggers Spruch zu Trainer Manuel Baum System hatte, um einen Wechsel nach Frankfurt zu forcieren. Wie auch immer, Hinteregger und Hütter sind wieder vereint. Mit RB Salzburg wurden die beiden im Jahr 2015 sowohl Meister in Österreich als auch Pokalsieger. Und im Gegensatz zu Augsburg, wo sich der Klub aus dem Abstiegskampf rauswurschteln will, herrschen in Frankfurt sportlich fast paradiesische Zustände. Die Mannschaft spielt in der Europa League, und in der Bundesliga steht der Klub derzeit auf Rang vier und somit auf einem Champions-League-Platz. Und das Wichtigste: Hinteregger gehörte sofort nach seinem Wechsel zum Stammpersonal.

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2016 ist Hinteregger zum FC Augsburg gewechselt

Wie auch am Donnerstag im Hinspiel bei Benfica Lissabon im Viertelfinalspiel bei der 2:4-Niederlage. Das Europapokalspiel in Portugal war ein Grund, warum Hinteregger vor der Partie zwischen Frankfurt und Augsburg nicht mit unserer Redaktion gesprochen hat. Hinteregger hat nicht gekniffen, sondern das Gespräch in die Zeit verschoben, wenn das Viertelfinale im Europapokal in der kommenden Woche abgeschlossen wird. Hinteregger, der im Sommer 2016 von Salzburg nach Augsburg gewechselt ist, gilt mit über sieben Millionen Euro Ablöse immer noch als teuerster FCA-Spieler der Vereinsgeschichte. Als Manuel Baum im Winter beim FC Augsburg Dirk Schuster ablöste, sorgte Hinteregger für ein märchenhaftes Debüt des damaligen neuen Trainers. Der FCA besiegte Borussia Mönchengladbach mit 1:0 und Torschütze war Martin Hinteregger.

Aufgrund seiner lockeren Art hat Hinteregger im Nu die Herzen der Eintracht-Fans erobert. Diese haben ihm mit „We’re Hinti Army now“ – abgeleitet vom Status-Quo-Hit „In the Army now“ – einen Song gewidmet. Eine Textzeile davon lautet: „Er rasiert die Gegner ohne Schaum. Sein Lieblingstrainer? Ist nicht der Baum.“ Die Eintracht würde Hinteregger, der erklärt hat, unter Baum nicht mehr spielen zu wollen, gerne über die Saison hinaus behalten. Mit dem neuen Coach Martin Schmidt werden wohl in der Causa Hinteregger die Karten neu gemischt.

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Die Diskussion ist geschlossen.

14.04.2019

eins wird auf jeden fall klar sein !!das sich der Hinti seinen arsch aufreizen wird um es allen zu zeigen die in weg Gemobbt haben !!! auf jeden fall hat er mit Baum recht gehabt !!! warum sonst haben ihn später andere Spieler viel massiver angegriffen ???

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14.04.2019

Warum sollte das Wiedersehen denn fröhlich sein? Beim FCA geht es um die Vermeidung des Abstiegs, da würde ich mir doch andere Gefühlsregungen als Fröhlichkeit erwarten. Jedenfalls bis zum Abpfiff des Spiels. Danach können die FCA-Spieler mit "Hinti" gerne ihre Scherze treiben, vorausgesetzt sie haben gepunktet. Sonst gäbe es zur demonstrativen Freude wenig Anlass.

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