FCA

03.08.2015

Haller steht im Mittelpunkt

Am Samstag wurde das Denkmal des ehemaligen Weltklassespielers an der WWK-Arena enthüllt und die ehemaligen Mannschaftskollegen scharten sich wie damals um ihren Spielmacher

Er hat in allen großen Stadien dieser Welt gespielt. Im Maracana von Rio de Janeiro, der riesigen Schüssel des Azteken-Stadions in Mexiko City oder dem Wembley-Stadion in London. Als in seiner Heimatstadt Augsburg im Jahre 2009 die neue Arena eingeweiht wurde, da war auch Helmut Haller richtig stolz. Seit Samstag erinnert hinter der Nordtribüne der WWK-Arena ein Denkmal an den wohl besten Fußballer und einen der größten Söhne der Stadt, der im Oktober 2012 verstarb. Im Rahmen des FCA-Familientages des FC Augsburg wurde das Helmut-Haller-Denkmal enthüllt.

Die in Bronze gegossene Figur, die vom Friedberger Bildhauer Wolfgang Auer geschaffen wurde, zeigt Haller in Lebensgröße und der für ihn typischen Schusshaltung. Unter den rechten Arm hat er einen Ball geklemmt, der an das WM-Finale 1966 erinnern soll. Nach der 2:4-Niederlage gegen England nahm er die Lederkugel mit nach Hause. Die Figur wiegt rund fünf Tonnen und steht auf einer Nachbildung eines geteilten Balles.

Nach Hallers Tod entstand in der FCA-Fanszene die Idee, ihm zu Ehren ein Denkmal an der Arena aufstellen zu lassen. Mario Riedel und Reinhard Gistel ergriffen die Initiative, sammelten Geld (rund 25000 Euro) und setzten die Pläne mit dem Friedberger Künstler Auer auch in die Tat um. Riedel lobte besonders das Zusammenspiel zwischen den Fans und dem Verein und dankte vor der Enthüllung allen an diesem Projekt Beteiligten. FCA-Präsident Klaus Hofmann, der als Kind zum Haller-Fan wurde, zeigte sich nicht nur vom Fußballer Haller, sondern auch vom Menschen Haller begeistert.

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Unter den hunderten von Gästen waren auch der ehemalige FCA-Präsident Walther Seinsch und eine ganze Reihe von Spielern der legendären Meistermannschaft von 1974. Alwin Fink, der damalige Mannschaftskapitän, würdigte Haller als Mensch und Sportler. „Er hat uns damals geführt“, blickte Fink auf die erfolgreiche Zeit an der Seite des genialen Kickers zurück. Vor allen Dingen in Italien kannte die Popularität des gebürtigen Oberhauseners keine Grenzen. Er wurde 1964, als erster Ausländer überhaupt, zu Italiens Fußballer des Jahres gewählt und feierte mit dem FC Bologna (1964) und Juventus Turin (1972 und 1973) drei Mal den Gewinn der italienischen Meisterschaft.

Hallers Kinder Karin und Jürgen zeigten sich von dem Kunstwerk sichtlich angetan. „Mein Vater ist sehr gut dargestellt“, freute sich Karin, „er zeigt das Lächeln, das er immer im Gesicht hatte.“ So werden ihn künftig auch die Besucher des Augsburger Fußballtempels sehen.

Aus der Gästeliste

Eberhard Schaub, Anita Donderer (beide Datschiburger Kickers), Walther Seinsch (FC Augsburg), Alwin Fink, Georg Mögele, Karl Obermeier, Franz Bracher, Claus Brandmair, Harald Steinhäusler, Stefan Motzet, Hans Jörg, Wolfgang Haug, Heiner Schuhmann, Georg Schnurrer, Walter Schwab, Richard Kozurek, Erich Weixler (alle Meistermannschaft 1974).

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