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Haunstetten I

15.09.2018

Handballerinnen vor großem Wurf

Anna-Lena Keßler, Chiara Joerss und Sabrina Smotzek (von links) betreten mit dem TSV Haunstetten in der dritten Liga Neuland. <b>Foto: Anette Zoepf</b>
Bild: Anette Zoepf

Drittliga-Team will nach verpasstem Wiederaufstieg zurück in die 2. Liga

Möglingen statt Mainz, Freiburg statt Füchse Berlin – wieder 3. statt 2. Bundesliga: Die Handballerinnen des TSV Haunstetten kratzten in der vorigen Saison am Wiederaufstieg. Dann rutschten sie im letzten Rundenspiel vom ersten auf den dritten Tabellenrang. Frust, Ernüchterung, Zorn? Nicht bei den Augsburgern, wie Trainer Herbert Vornehm versichert: „Das war kein Weltuntergang. Über die Saison gesehen waren wir nicht gut genug.“ Dass sie wieder oben mitmischen wollen, möchten sie am Samstag beim Saisonauftakt um 17.30 Uhr in Würm beweisen.

Handball-Chef Vornehm gibt nicht den sofortigen Wiederaufstieg als Saisonziel aus. Acht der insgesamt zwölf Teams „haben Chancen in der Liga“. Sein Team sei kein Favorit. Auf einem der ersten fünf Plätze am Ende zu stehen, wäre ein Erfolg. Der Trainer würde sich nicht verwehren, sollte es dieses Mal doch klappen. Er sagt aber auch: „Die Liga ist deutlich stärker als in der vorherigen Saison.“

Wichtig sei es für seine Mannschaft, gut zu starten. Das Auftaktprogramm habe es mit Würm-Mitte, Allensbach und Regensburg in sich. Bereits Mitte Juni hat die Mannschaft mit der Vorbereitung begonnen. Das Team wachse zusammen, habe ordentliche Testspiele absolviert, unter anderem zwei Turniere gespielt. Vornehm setzt auf einen breiter aufgestellten Kader. Mit Isabell Toth und Christine Königsmann haben zwei erfahrene Spielerinnen den Verein verlassen. Neu im Team sind Lena Kessler (TSV Ottobeuren), Lea Walter (VfL Günzburg), Chiara Joerss, Leonie Henkel (beide eigene Jugend) sowie Sabrina Smotzek, die aus der 2. Frauenmannschaft aufrückt.

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Gerade die jungen Spielerinnen müssten nun mehr Verantwortung übernehmen. Aber: „Mit ihnen muss man viel individuell arbeiten“, gesteht der Coach. Den Talenten fehlen Routine, Durchsetzungsvermögen und Stabilität. „Sie machen vieles gut, aber auch manches so, wie man es nicht erwartet“, erklärt Vornehm.

Beim ersten Saisonspiel in Würm werden Lea Walter und Leonie Henkel fehlen, sie sind auf Abi-Abschlussfahrt. Den Neuzugängen entgehe, so sagt Vornehm, „ein euphorischer Aufsteiger“. Die Wildkatzen aus Würm stiegen kampflos und unspektakulär auf, weil Ligakonkurrent Bergtheim den Anspruch zurückzog. Doch Vornehm warnt: „Ich habe sie als Schiedsrichter im vergangenen Jahr gepfiffen und halte sie für eine ganz gefährliche Truppe, die nichts zu verlieren hat.“ Die Favoritenrolle aber haben die Gäste inne.

Auch abseits des Feldes hat sich beim TSV Haunstetten etwas getan. Der 25-jährige Max Högl ersetzt den bisherigen Co-Trainer Tiberius Toth. Vornehm beschreibt ihn als talentiert und engagiert. Er habe viel Fachwissen, einen guten Stand in der Mannschaft und sei ein „gleichwertiger Ersatz“. Bisher trainierte er die männliche Jugend sowie die 2. Herrenmannschaft. Er fügt sich in das bestehende Trainingssystem ein, das bei den Handball-Frauen des TSV Haunstetten eine Besonderheit hat: Coach Vornehm übernimmt nicht alle vier Trainingseinheiten alleine. Zwei Mal in der Woche trainiert er, ein Mal Co-Trainer Högl und ein weiteres Mal Männertrainer Michael Rothfischer. „Das hat sich bewährt und sorgt für den richtigen Fokus.“ Und den braucht das Team beim Auftakt in der nächsten Saison in der dritten Liga.

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