Bundesliga

07.06.2019

Hilft Real Madrid dem FCA?

Martin Hinteregger spielt heute mit Österreich in der EM-Qualifikation in Klagenfurt gegen Slowenien.
Bild: Imago-Images

Eintracht Frankfurt hat nach dem Jovic-Transfer genügend Geld in der Kasse. Jetzt könnte es im Hinteregger-Poker schnell gehen

Als der FC Augsburg am vierten Spieltag der Saison 17/18 sich anschickte, bei Eintracht Frankfurt den ersten Auswärtssieg in dieser Spielzeit zu realisieren, die Mannschaft von Trainer Manuel Baum führte nach einem Treffer von Philipp Max (21.) 1:0, wechselte der damalige Eintracht-Trainer Niko Kovac in der 67. Minute Luka Jovic ein. Mit 19 Jahren galt der Serbe, den Eintracht wenige Wochen zu vor von Benfica Lissabon ausgeliehen hatte, als Sturmtalent, doch ob er wirklich das Zeug zu einem Bundesliga-Star oder noch mehr hatte, stand damals noch nicht fest. Auch wenn Jovic gleich bei seinem Bundesliga-Debüt lieferte und in der 80. Minute sein erstes Tor auf deutschem Boden erzielte. Die Niederlage konnte aber auch Jovic nicht verhindern, denn Caiuby hatte den FCA in der 77. Minute mit 2:0 in Front gebracht.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Knapp zwei Jahre später ist klar: Luka Jovic ist einer geworden. Nach 36 Toren in 75 Pflichtspielen wechselt der 21-Jährige für geschätzte 60 Millionen Euro plus Bonuszahlungen zu Real Madrid. Ein Transfer, den auch die Verantwortlichen beim FC Augsburg mit großer Aufmerksamkeit verfolgt haben. Nun könnte schnell Bewegung in den Transfer-Poker um Martin Hinteregger kommen. Eintracht-Manager Fredi Bobic hat nun finanziellen Spielraum.

Allerdings fließen mehr als 30 Prozent der Rekord-Ablösesumme zu Benfica Lissabon. Bleiben rund 50 Millionen Euro für Bobic und Sportdirektor Bruno Hübner zur Verfügung. Oberste Priorität dürfte dabei die Verpflichtung der erfolgreichen Leihspieler aus der abgelaufenen Saison haben. Kevin Trapp (Paris Saint-Germain), Sebastian Rode (Borussia Dortmund) und eben Martin Hinteregger (FC Augsburg).

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Bisher hat keine Partei eine Miene verzogen. Eintracht-Manager Fredi Bobic hatte vor knapp zwei Wochen erklärt: „Die Gespräche mit Augsburg ziehen sich hin und sind nicht einfach.“ Und er verdeutlichte: „Letztlich ist es eine wirtschaftliche Entscheidung. Wir werden keine dummen Dinge tun.“

Auch beim FCA sah man bisher keine Veranlassung, sich zu bewegen. Hintereggers Vertrag beim FCA läuft bis 2021. Die Transferforderung soll deutlich über der 20 Millionen Euro-Grenze liegen. Noch vergangene Woche hatte Reuter bei einer Medienrunde klargemacht, dass Frankfurt nicht der Bewerber ist. „Es sind sehr viele Interessenten da.“ Die sollen auch aus England kommen.

Hinteregger hat sich mit Reuter getroffen und ausgesprochen

Doch Reuter hält sich noch bedeckt: „Wenn es zu einem festen Transfer kommen soll, muss es für alle Seiten zufriedenstellend sein.“

Hinteregger selbst hat seine Wahl schon längst getroffen. „Ich bin mit Frankfurt klar“, sagte er in einem Interview mit der SportBild. „Wenn es so weit sein sollte, dass sich Augsburg und Frankfurt einigen, bin ich die nächsten Jahre Spieler der Eintracht.“ Hinteregger, der sich zur Zeit mit Österreich in Klagenfurt auf die EM-Qualifikationsspiele gegen Slowenien (heute) und Nord-Mazedonien (Montag), vorbereitet, hofft, dass es nach den Länderspielen in der nächsten Woche eine Lösung geben wird.

Die Differenzen mit dem Klub nach seiner Kritik an Ex-Trainer Manuel Baum und seiner anschließenden Suspendierung sieht er als ausgeräumt an. „Ich hatte Dienstag vor einer Woche ein gutes Gespräch mit Stefan Reuter, wir haben offen und ehrlich über alles gesprochen.“

Jetzt geht es allein noch ums Geld. Und da hat der Transfer von Luka Jovic, dessen Bundesliga-Karriere gegen Augsburg begann, wirklich genügend in die Eintracht-Kasse gespült.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren