Post SV Augsburg

06.09.2019

Hobbyspieler gesucht

Robin Fiedler startet mit dem Post SV in die neue Saison
Bild: Klaus Rainer Krieger

Badminton Post SV ist für die Regionalliga gerüstet, es fehlt an der Basis

Dass die Regionalliga-Badmintonspieler des Post SV vor dem Saisonstart am Sonntag (11 Uhr) zu Hause gegen den schwäbischen Konkurrenten TV Dillingen einen personellen Hilferuf starten, ist verständlich. Hat doch der Zweitligaabsteiger als Saisonziel den sofortigen Wiederaufstieg aus der neu formierten Regionalliga Südost ausgegeben.

Und da der Post SV noch bis Oktober auf seine Spitzenspielerin Sylvia Kavita Kumares aus Malaysia verzichten muss, erst dann bekommt sie ihr Visum, sind die Augsburger Außenseiter. Doch der neue Abteilungsleiter Dirk Lukaszewicz sorgt sich nicht um das sportliche Aushängeschild. „Was uns fehlt, sind die Hobbyspieler“, sagt der Doktor der Raum- und Luftfahrttechnik, der erst seit Kurzem der neuen Abteilung vorsteht.

Vor knapp einem Jahr hatten sich die Leistungssportler von der TSG Augsburg losgesagt und waren zum Post SV abgewandert. Ein personeller Umzug, der damals viel Staub aufwirbelte. Bei der TSG waren sie mit den Rahmenbedingungen in der in die Jahre gekommenen Vereinsturnhalle nicht mehr zufrieden. Der Post SV hingegen hatte 2018 an der B17 gerade einen hypermodernen Sportkomplex (Max-Josef-Metzger-Straße 5) eröffnet.

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Fast ein Schlaraffenland für die leistungsorientierten Badmintonspieler, wie der 37-jährige Lukaszewicz bestätigt. „Wir haben eine sehr, sehr gute Infrastruktur. Die Rahmenbedingungen sind exzellent.“ Dazu kommen noch gute Trainer aus den eigenen Reihen.

Und dennoch sind die Leistungssportler, derzeit sind es rund 40, bisher fast unter sich geblieben. „Es trainieren zwar immer wieder Breitensportspieler mit, aber es scheint, als sei unser Anspruch zu hoch. Es bleiben kaum welche“, sagt Lukaszewicz, der selbst in der zweiten Mannschaft spielt. Dabei würden sich die Postler einen zahlenmäßig stärkeren Unterbau durchaus wünschen. „In einer breiten Basis kann man leichter Talente finden, außerdem ist uns auch das Vereinsleben wichtig“, sagt Lukaszewicz. Denn die Philosophie ist: junge Talente aus den eigenen Reihen an das Niveau der dritthöchsten Liga in Deutschland heranzuführen.

Dass dies gelingen kann, zeigt das Beispiel Jakob Schilling. Der 19-Jährige kommt aus den eigenen Reihen und ist einer der Top-Spieler im Team um Mannschaftsführer Robin Fiedler. Während man in der vergangenen Saison personell hochgerüstet den Cut bei der Zusammenlegung der Regionalligen Südost, Ost und Süd übersprang und als Zweiter in der Ost-Gruppe beinahe aufgestiegen wäre, bäckt man in der neuen 12er-Liga kleine Brötchen. Lukaszewicz: „Unser einziges Ziel ist der Klassenerhalt.“

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