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Volleyball

03.03.2019

Hochzolls Volleyballerinnen orientieren sich nach oben

In einem packenden Spiel besiegten die Volleyballerinnen der DJK Augsburg-Hochzoll die Gäste aus Dresden und schoben sich in der Tabelle auf Rang vier.
Bild: Ulrich Wagner

Im Heimspiel gegen Dresden überzeugt das Frauenteam durch Finesse am Netz. Teammanagerin Sonja Zellner formuliert das Ziel für die restlichen beiden Saisonspiele

Knapp 500 Kilometer trennen die Städte Augsburg und Dresden voneinander. Wer aus Sachsen anreist und Termine hat, der sollte folglich einen zeitlichen Puffer einrechnen. Als die Drittligavolleyballerinnen des Dresdner SSC am Samstag lediglich eine Stunde vor Spielbeginn in der Spielstätte der DJK Hochzoll eintrafen, wunderten sich die Gastgeberinnen. DJK-Teammanagerin Sonja Zellner merkte an, sie würde mit ihrer Mannschaft bei Auswärtsspielen auf Nummer sicher gehen, würde stets mindestens zwei Stunden vor Spielbeginn am Ort des Geschehens eintreffen.

Im ersten Satz schien es sogleich, als wären die Gäste noch nicht in Augsburg angekommen. Andererseits zeigten sich die Hochzoller äußerst aufgeweckt, setzten die Dresdner unter Druck und leisteten sich kaum Fehler. Mit dem 25:19-Satzgewinn legten die Augsburger den Grundstein für den Heimerfolg. Zellner zeigte sich äußerst zufrieden mit der gezeigten Leistung, ihrer Mannschaft attestierte sie großen Siegeswillen. „Wir haben in allen Elementen überzeugt und verdient gewonnen“, sagt sie.

Wobei auch die Dresdner dazu beitrugen, dass den Zuschauern ein packendes Volleyballspiel geboten wurde. Die beiden Mannschaften lieferten sich einen Schlagabtausch über fünf Sätze, weil die Augsburger ihren anfänglichen Elan nicht in die folgenden Durchgänge mitnehmen konnten. „Wir haben uns im zweiten Satz zu viele Fehler geleistet“, erklärt Zellner. Auch im dritten Durchgang suchten die Hochzoller nach ihrer spielerischen Linie, unterlagen deutlich (17:25) und mussten fürchten, das vorletzte Heimspiel der Saison abzugeben.

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Körperlich unterlegen

Zwei Dinge machten sich jedoch bemerkbar: Dass Dresden lediglich über acht Spielerinnen verfügte und deren Kräfte im Verlauf der Partie nachließen; und dass die DJK und deren Trainer Nikolaj Roppel passende Lösungen im Angriff fanden. Körperlich waren die Hochzoller den groß gewachsenen Gästen am Netz unterlegen, daher zeigten sie Finesse oder schlugen verstärkt den gegnerischen Block an, statt direkt zu punkten. Zellner: „Wir haben uns auf den hohen Block gut eingestellt und schnell und variabel gespielt.“

Durch den knappen Erfolg schoben sich die Augsburger in der Tabelle auf den vierten Rang und verkürzten den Rückstand auf Platz drei auf einen Punkt. Dresden noch zu überholen, ist das ausgegebene Ziel der Augsburger. Zellner berichtet: „Als wir uns an Weihnachten zusammengesetzt haben, haben wir uns Platz drei vorgenommen. Sollten wir dieses Ziel erreichen, wäre die Saison absolut in Ordnung verlaufen.“ Dann wäre einerseits gelungen, junge Spielerinnen wie Vanessa Kulig oder Franziska Wagner in die Drittligamannschaft einzubauen, andererseits würden die Hochzoller erneut einen Platz im oberen Drittel der Liga einnehmen. Auf dem Weg dorthin könnten die Gegensätze bezüglich der Gegner kaum größer sein. Am Samstag tritt die DJK Hochzoll beim Tabellenletzten TSV Obergünzburg an (18 Uhr), eine Woche später empfangen sie in ihrem letzten Saisonspiel Meister TV Dingolfing. Zellner warnt davor, Obergünzburg zu unterschätzen. Die Verantwortliche verweist auf die enge Halle und die Stimmung, die darin herrschen wird. „Das ist ein Dorfverein, da kommen alle“, sagt Zellner.

Dingolfing zum Titel verholfen

Dingolfing stellte in dieser Saison das Topteam. Durch den Erfolg gegen Dresden hat die DJK Hochzoll dem Tabellenführer am Wochenende zum frühzeitigen Meistertitel verholfen. Zellner mutmaßt, dieser Umstand könnte sich in der letzten Saisonpartie in Augsburg auswirken. Mit einem Lächeln merkt sie an: „Vielleicht nehmen sie das Spiel nicht mehr ganz so ernst.“

DJK Hochzoll Bender, Schnürer, Drigalski, Westenkirchner, V. Kulig, N. Kulig, Wagner, Auer, Roppel, Hall, Slomka

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