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Eishockey

27.10.2017

Holzmann tauscht die Nummer

Zwei Augsburger in der Nationalmannschaft: Neben Maskottchen Urmel geht auch Panther-Stürmer Thomas Holzmann (Mitte) für Deutschland aufs Eis.
Bild: S. Kerpf

Im Nationalteam trägt der Panther-Stürmer nicht seine gewohnte 17. Der heutige Gegner Iserlohn spielt nach dem Trainerwechsel mit einer ganz anderen Taktik

Heute in Iserlohn wird Thomas Holzmann mit seiner gewohnten 17 auf dem Trikot auflaufen. In zwei Wochen beim Deutschland-Cup bekommt der 30-jährige Buchloer dann wieder die Nummer 97. Schon im Vorjahr hatte er bei seinem Debüt im schwarz-rot-goldenen Dress die hohe Zahl getragen, weil die 17 an den Routinier Marcus Kink (126 Einsätze) aus Mannheim vergeben ist.

Anfang dieser Woche teilte Bundestrainer Marco Sturm dem AEV-Angreifer die Berufung in den Kader mit. „Klar habe ich mich sehr gefreut. Aber ich habe mich überraschen lassen und nicht zu sehr daran gedacht“, sagte Holzmann gestern. Im vergangenen Jahr bestritt der 1,85 Meter große Außenstürmer Thomas Holzmann zwei von drei internationalen Duellen beim Deutschland-Cup gegen die Schweiz und Kanada. „Es war schon 2016 eine gute Erfahrung für mich. Und ich freue mich riesig, wieder für die Nationalmannschaft spielen zu dürfen. Denn das Turnier hat in der Olympiasaison noch mehr Gewicht.“ In der Vorbereitung auf die Heim-WM 2017 bestritt der AEV-Profi zwei weitere Länderspiele und steht aktuell bei vier internationalen Einsätzen.

Vor den nächsten Auftritten mit dem Bundesadler auf der Brust folgen allerdings noch fünf Punktspiele in der Deutschen Eishockey-Liga, zuerst heute in Iserlohn. In der Tabelle liegen die Augsburger als Neunte mit 21 Punkten vor dem Team aus dem Sauerland (Rang 13/ 17 Zähler).

Doch im ersten Saisonduell unterlagen die Panther mit 2:4 im Curt-Frenzel-Stadion. „Das war unser schlechtestes Saisonspiel, das war nix“, blickt Thomas Holzmann auf das Match zurück. Wenig später reagierten die Iserlohner Klub-Verantwortlichen und entließen den finnischen Coach Pasanen.

Nachfolger Rob Daum leitete die Wende ein und gewann zunächst drei Mal in Folge. Einem überraschenden 5:2 in Mannheim ließ das Team unter neuer Leitung ein 4:3 nach Verlängerung gegen Straubing und ein 2:1 nach Penaltyschießen gegen Bremerhaven folgen. Danach unterlagen die Roosters 1:2 in Schwenningen sowie am vergangenen Dienstag in eigener Halle mit 2:4 gegen Wolfsburg.

Mit dem Kanadier Rob Daum, der ebenso wie Mike Stewart aus der Provinz Alberta stammt, treten die Roosters ganz anders auf. „Unter Pasanen haben sie ein altes finnischen System gespielt. Sie haben sich eher zurückgezogen und auf Konter gewartet“, erzählt Stewart. Das Studium neuester Videoaufzeichnungen zeigt dem AEV-Coach eine offensivere Spielweise. „Sie werden aggressiver auftreten und uns frühzeitig attackieren“, glaubt Mike Stewart, der von Bundestrainer Sturm frühzeitig über die erneute Nominierung von Thomas Holzmann informiert worden war. „Ich freue mich für ihn, denn ich weiß, dass er hochbegabt ist und sich diese Berufung verdient hat.“

Die eigene Taktik gegen den Tabellenvorletzten umreißt Holzmann so: „Wir müssen hinten gut stehen und versuchen, ihre Verteidiger unter Druck zu setzen. Denn sie haben eher in der Abwehr ihre Schwachstellen als im Angriff.“ Am Sonntag um 19 Uhr kommt das Spitzenteam der Eisbären Berlin ins Curt-Frenzel-Stadion und bereits am kommenden Dienstag treten die Panther in Nürnberg an.

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