Newsticker

Corona-Pandemie verschlechtert weltweite Ernährungslage
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Lokalsport
  4. In der Tischtennis-Szene soll sich endlich was bewegen

25.04.2008

In der Tischtennis-Szene soll sich endlich was bewegen

Prominente Fürsprecher für einen Tischtennis-Förderkreis unter dem Motto "Wir fördern Talente" holte sich der Post SV Augsburg ins Boot. FCA-Vorstandsvorsitzender Walther Seinsch und Sportreferent Gerhard Ecker betonten im Rahmen eines Empfangs in der Dresdner Bank die Wichtigkeit eines solchen Projekts in sportlicher wie in gesellschaftlicher Hinsicht.

Dem ehemaligen Post-Zweitliga-Spieler Dieter Voigt und dem aktuellen Bayernligatrainer Roland Lütkenhaus von der Tischtennis-Abteilung des Post SV Augsburg liegt viel daran, dieses Projekt zur Förderung des Nachwuchses anzuschieben, um die Sportart, die in Augsburg auf eine lange Tradition zurückblickt, so bald wie möglich wieder aus ihrem Dornröschenschlaf zu holen.

Seit die Zweitliga-Zeiten beim Post SV im Jahr 1997 zu Ende gingen und die erste Mannschaft aufgrund der finanziell begrenzten Mittel mittlerweile nur mehr in der Bayernliga spielt, brauche es neue Wege, um die Jugend für den Tischtennissport zu mobilisieren, so Dieter Voigt. Dass dies mit Engagement und Intensivtraining gut klappt, zeigt sich beim Post SV, der vier Spieler unter 20 Jahren aus dem eigenen Vereinsnachwuchs in seinem Bayernliga-Team etabliert hat.

Diese vier zählen auch bereits zu den besten schwäbischen Erwachsenen. "Der Post SV ist heute schon ein Magnet für Spieler aus der Stadt und der Region. Diesen jungen Leuten wollen wir eine sportliche Perspektive bieten", sagt Dieter Voigt. Mit der PSD-Bank und den Lechwerken haben die Tischtennis-Sportler bereits zwei Kooperationspartner gewonnen, die sich im Förderkreis engagieren. Insgesamt könnte man zwölf talentierte Spieler in diesen Kreis aufnehmen, die dann nicht nur sportlich, sondern auch gesellschaftlich und integrativ betreut würden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Ein Aspekt, den Walther Seinsch in seinem Vortrag zum Thema "Sport ist Schule fürs Leben" noch einmal in den Vordergrund rückte. "Ich plädiere dafür, Jugendlichen Chancengleichheit und -gerechtigkeit einzuräumen. Der Sport spielt dabei eine große Rolle." Das Gemeinschaftserlebnis - gemeinsam verlieren lernen, für den anderen da sein, auf den anderen aufpassen - all das seien lebensprägende Elemente, die die Jugendlichen wenn nicht vom Elternhaus, dann zumindest durch den Sport mitbekämen.

Sportreferent Dr. Gerhard Ecker beleuchtete dagegen mehr die finanzielle Seite eines solchen Engagements, das in Augsburg oft mit Schwierigkeiten verbunden sei. "Es ist nicht leicht, die Bereitschaft bei Sponsoren zu finden. Aber ich hoffe, dass hier ein Pflänzchen wächst", so Ecker, der von kommunaler Seite auf die Vereinszuschüsse und die Max-Gutmann-Stiftung als Fördermittel verwies. So schnell wie möglich würde Trainer Roland Lütkenhaus am liebsten mit dem Förderkreis durchstarten, doch Dieter Voigt bremst vor allzu hohen Erwartungen: "Jetzt müssen wir erst einmal das Echo auf unsere Werbe- und Flyer-Aktion abwarten."

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren