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Fußball

18.01.2018

Jeniks Ziele mit der TG Viktoria

Ab Februar Trainer des Fußball-Bezirksligisten TG Viktoria: der 35-jährige Andreas Jenik.
Bild: Fred Schöllhorn

Ab Februar ist der 35-Jährige Trainer des Bezirksligisten. Er erklärt, was er verändern will. Und Abteilungsleiter Egbert Weber, warum er sich für Jenik entschieden hat

Bisher pflegte Andreas Jenik eine kumpelhafte Art, wenn er der Mannschaft des TSV Haunstetten gegenübertrat. Jenik fungierte bei den Bezirksligafußballern als Co-Trainer, als Bindeglied zwischen Cheftrainer und Spielern. Ab Februar wird Jenik allerdings anders auftreten, das kündigt er bereits an. Jenik setzt auf mehr Abstand. Nicht weil er sich urplötzlich für etwas Besseres hält, sondern weil er künftig Entscheidungen treffen muss, mit denen nicht jeder Spieler einverstanden sein wird. Jenik wird Cheftrainer des Bezirksligisten TG Viktoria, als Co-Trainer steht ihm Sebastian Hofmann zur Seite. Beide waren zuvor für Haunstetten tätig.

Als Viktorias Abteilungsleiter Egbert Weber Mitte Dezember auf Jenik zukam und ihn fragte, ob er ab der Frühjahrsrunde die Nachfolge von Andreas Wessig antreten wolle, musste dieser nicht lange überlegen. „Ich habe sofort zugesagt“, betont Jenik. Sein Engagement sieht er als Chance, im ambitionierten Amateurbereich Fuß zu fassen.

Viktoria-Chef Weber verzichtetet darauf, einen etablierten Trainer der regionalen Fußballszene zu verpflichten. Er setzt darauf, dass Jenik die Sprache der Spieler spricht, weil er deren Generation verkörpert. „Wir wollten einen Trainer, der als Typ dazu passt“, sagt Weber überzeugt. „Wir trauen ihm absolut zu.“

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Zudem gab es einen anderen Grund, der für Weber von Bedeutung war: das Geld. Weber verheimlicht nicht, dass die Forderungen anderer Trainer die Entscheidung pro Jenik stark beeinflusst hätten. „Finanziell wäre das für uns nicht realisierbar gewesen“, erklärt Weber.

Seit 25 Jahren leitet er die Fußballsparte des Vereins, an der grundsätzlichen Vereinspolitik wollte er nichts ändern. Er setzt weiterhin auf den ausgewachsenen Zusammenhalt innerhalb des Vereins und der Mannschaft. Weber nennt ein Beispiel: Er verweist darauf, dass etliche Spieler im Sommer der TG Viktoria treu geblieben seien, obwohl andere Vereine nach starken Leistungen der Spieler Interesse bekundet hätten.

Der künftige Trainer Jenik hat sich bereits mit Andreas Wessig ausgetauscht, zunächst will Jenik wenig verändern und an der Spielidee des Vorgängers festhalten. Basis des Erfolgs soll eine stabile Defensive bleiben, über schnelle Gegenangriffe will die TG Viktoria zum Torerfolg kommen. Den nächsten Schritt sieht Jenik darin, selbst die Initiative in einem Spiel zu übernehmen und Druck auf die gegnerische Abwehr zu erzeugen. „Wir werden an der eigenen Spieleröffnung arbeiten. Dafür brauchen wir aber auch entsprechende Spielertypen“, sagt Jenik.

Wen er wo einsetzen will, darüber will er sich während der Vorbereitung Gedanken machen. Anfang Februar endet die Winterpause für die Viktoria-Kicker, dann steigen sie ins Training ein. Jenik will in den Wochen vor dem ersten Pflichtspiel dieses Jahres – am 10. März gegen den TSV Bobingen – seine Spieler kennenlernen. Einige kennt er aus seiner aktiven Zeit als Mit- oder Gegenspieler, zudem hat er Viktoria-Begegnungen im Freien und in der Halle gesehen. Jenik kündigt an: „Jeder Spieler bekommt seine Chance. Unser Kader ist breit aufgestellt.“ Das Ziel für die Frühjahrsrunde formuliert Jenik zurückhaltend, so schnell wie möglich wolle er den Klassenerhalt schaffen.

Mit dieser Erwartung geht ebenso Viktoria-Abteilungsleiter Weber in die verbliebene Saison. Mit dem aktuellen Tabellenplatz sieben zeigt sich Weber zufrieden, schließlich sei die zweite Saison nach einem Aufstieg prinzipiell schwieriger. Gegner hätten sich besser eingestellt, sie zu überraschen sei nicht mehr so leicht. Denn: „Wir werden nicht mehr unterschätzt“, ergänzt Weber.

Nach Höherem strebt der Verantwortliche mit seiner ersten Mannschaft kurzfristig nicht. Ein Aufstieg in die Landesliga sei jedenfalls kein Thema, meint Weber. Er bekräftigt: „Die Bezirksliga passt zu uns.“

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