Umbaumaßnahme

21.02.2018

Kommt die 50-Meter-Bahn?

Augsburger Schwimm- und Wassersportler wünschen sich per Resolution ein wettkampftaugliches Becken. Am Donnerstag könnte der Stadtrat den ersten Schritt dafür tun

Schwimmer in Augsburg wünschen sich schon lange ein wettkampftaugliches 50-Meter-Becken. Doch die schwäbische Kommune muss bislang als einzige bayerische Großstadt ohne eine solche Sportstätte auskommen, seit vor neun Jahren das sanierungsbedürftige Sportbad geschlossen wurde und langsam zerfällt. Um die Situation für den Breiten- wie Leistungssport zu verbessern und ihren Wünschen Nachdruck zu verleihen, haben sich 13 Augsburger Schwimm- und Wassersportvereine zur Arbeitsgemeinschaft „50-Meter-Hallenbad für Augsburg“ zusammengeschlossen und eine entsprechende Resolution an Oberbürgermeister Kurt Gribl übergeben.

Gründe gibt es für den Initiator Knut Weise, den Wasserballwart des Schwimmvereins Augsburg, und seine Mitstreiter wie Armin Baur vom SB Delphin 03 oder Bernd Zitzelsberger, Abteilungsleiter Schwimmen beim Post SV Augsburg, genug. Die Stadt Augsburg wachse stetig, während sich die Wasserfläche durch die Schließung des Sportbads und anstehender Sanierungen immer weiter verringert, schreibt das Team in seiner Resolution. Die Trainingsmöglichkeiten für Vereine und Schulen seien nach wie vor unzureichend. Da konnte selbst die Sanierung des Plärrerbades mit seinem überdachten 25-Meter-Becken nur eine leichte Verbesserung schaffen.

Neue Hoffnungen hat den Schwimmern nun der von Sportreferent Dirk Wurm initiierte und seit Ende 2017 fertiggestellte Sport- und Bäderentwicklungsplan gebracht. In diesem wird die Erweiterung des Hallenbades Haunstetten um ein 50-Meter-Becken nach aktuellen Standards (acht Bahnen) für alle olympischen Schwimmsportarten vorgeschlagen. Schon am Donnerstag könnte der Augsburger Stadtrat in seiner Sitzung (öffentlich ab 15 Uhr) den nächsten Schritt in Richtung Realisierung tun, wenn er eine Machbarkeitsstudie für eine Wettkampfschwimmhalle in Haunstetten genehmigt. Sie gehört zu sechs Maßnahmen aus dem Sport- und Bäderentwicklungsplan, für die die Stadträte Planungsmittel in Höhe von 200000 Euro freigeben müssten (siehe Liste unten). Danach könne ein Fachmann damit beauftragt werden, zu prüfen, welche architektonischen Veränderungen in Haunstetten überhaupt möglich sind, beschreibt Sportreferent Dirk Wurm das weitere Vorgehen. „Wir müssen dann schauen, dass wir belastbare Aussagen bekommen und ich hoffe, wir bekommen zwei bis drei Optionen auf den Tisch“, so Wurm.

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Das Hallenbad Haunstetten mit angebauter Dreifach-Sporthalle stammt aus dem Jahr 1974 und verfügt über ein kombiniertes Schwimmbecken mit Sprung- und Nichtschwimmerbereich sowie einem 25-Meter-Schwimmbecken. Zuletzt waren in dem Haunstetter Gebäudekomplex zahlreiche Brandschutzmaßnahmen notwendig, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Am Donnerstag könnten erneut Weichen gestellt werden. „Es freut uns sehr, dass es jetzt doch schnell geht“, sagt Knut Weise, der erst vor einem Dreivierteljahr Kontakt mit den anderen Vereinen aufgenommen hat. „Als einzelner Verein hat man keine Chance, aber zusammen können wir etwas erreichen. Das haben wir an den Leichtathleten gesehen“, begründet Weise seine Anstrengungen, alle Wassersportler für das gemeinsame Ziel ins Boot zu holen. Ein 50-Meter-Hallenbad käme zudem einem neuen „sozialen Zentrum“ für die Schwimmer gleich, das ihnen durch die Schließung des Sportbads weggebrochen sei. Weil die Stadt um eine Grundsanierung des Bades in den nächsten Jahren sowieso nicht herumkommen wird, hofft die Arbeitsgemeinschaft nun, dass sich die Politiker gleich für die große Lösung begeistern lassen.

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21.02.2018
Das wäre echt super das endlich für den Schwimmsport etwas getan wird. Schnellstmöglich Ja Zum 50 m Becken in Augsburg. Von Elena 2007 aus der LG 1 vom SchwimmTeam Neusäß
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