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11.12.2009

Manislavic tippt auf Unentschieden

Die Auslosung zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika hätte Vladimir Manislavic (35) gerne live gesehen. Aber der ehemalige Spieler des FC Augsburg hatte am Freitag keine Zeit. Er stand auf dem Fußballplatz - als Coach des Kreisligisten BC Aichach II."Wir hatten Training." Er hätte sich für das Team seiner Landsleute gerne eine andere Gruppe gewünscht. "Deutschland wollten wir vermeiden", sagt Manislavic. Australien und Ghana sind für ihn "zwei Unbekannte". Dass sich sein Heimatland erstmals als eigenständiger Verband für eine WM qualifizierte, ist für Manislavic nicht überraschend: "Unser neuer Trainer Rador Antic hat die richtige Mischung zwischen jungen und erfahrenen Spielern gefunden." Mit Ex-Bundesliga-Profi Marko Pantelic (früher Hertha BSC, jetzt Ajax) hat Manislavic sogar schon zusammen gespielt. "Ja, bei OFK Belgrad. Das ist aber lange her." Manislavic hofft, dass Serbien und Deutschland weiterkommen. Und für das Aufeinandertreffen beider Teams hat er einen salomonischen Wunsch: "Es geht Unentschieden aus."

Von Robert Götz und Herbert Schmoll

Manislavic selbst trug von 2001 bis 2006 das Trikot des FC Augsburg. Unvergessen sein Tor des Monats im November 2002, das er gegen den VfR Aalen mit einem Fallrückzieher erzielte. Der Fuggerstadt blieb der Publikumsliebling auch nach seiner Profikarriere treu. Er wohnt immer noch in der Jakobervorstadt. Vom FCA wechselte er nach Ulm, ehe er seine aktive Laufbahn beim BC Aichach beendete. Jetzt arbeitet der C-Schein-Inhaber bei der Firma IBS in der Produktion und sammelt erste Erfahrungen als Trainer.

Auch Uli Biesinger, Weltmeister 1954, sah die Veranstaltung in Kapstadt nicht live am Bildschirm. "Ich habe von der Auslosung der Gruppen nach dem FCA-Spiel im Stadion erfahren. Leichte Gegner gibt es meiner Meinung nach bei einer Weltmeisterschaft auch in der Vorrunde nicht mehr. Die Serben haben eine starke Qualifikation gespielt und immerhin Frankreich geschlagen. Ich schätze die technisch versierten Ghanaer sehr stark ein. Australien ist der große Unbekannte. Unsere Nationalelf und Ghana werden wohl in die nächste Runde einziehen, glaube ich."

Dass Australien weiterkommt, glaubt Andrew McLeod (32) nicht. "Es wäre eine große Überraschung", sagt der Leichtathlet der TG Viktoria Augsburg. Seit April 2008 lebt der Sprachlehrer in Augsburg. "Mir gefällt es sehr gut in Augsburg. Es ist eine tolle Stadt." Die McLeod oft laufend erkundet. Denn der Australier ist als Mittelstreckler für die TGVA aktiv. McLeod freut sich auf die WM, doch dass sein Heimatland eine große Rolle spielen wird, denkt er nicht: "Ich glaube nicht, dass wir gegen Deutschland eine Chance haben." Aber wie viele seiner Landsleute ist der Mann von "Down Under" Optimist. Bei der WM 2006 schaffte Australien ja den Einzug ins Achtelfinale und scheiterte nur knapp an Italien. "Das war eine ganz enge Sache", erinnert er sich. Ansonsten ist McLeod Anhänger des Australian Football. Diese Fußballvariation, die mit einem ovalen Ball auf einem ovalen Spielfeld gespielt wird und an das englische Rugby erinnert, lockt bei Spitzenspielen bis zu 30 000 Zuschauer in die Stadien.

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