Eishockey

24.08.2019

Mit vollem Körpereinsatz

Daniel Schmölz (grünes Trikot) von den Augsburger Panthern suchte Körperkontakt. Mit viel Einsatz besiegte Augsburg die Black Wings Linz mit 3:0.
Bild: Siegfried Kerpf

Den Siegen gegen Oslo und Bern lassen die Augsburger Panther ein 3:0 gegenLinz folgen. Am Donnerstag beginnt das Abenteuer Champions League

Es gibt zwei sichere Anzeichen dafür, dass die Augsburger Panther ein Heimspiel haben. Erstens: Menschen in übergroßen Eishockey-Trikots pilgern in Richtung Curt-Frenzel-Stadion. Zweitens: Menschen in blauer Uniform sind im gleichen Gebiet damit beschäftigt, Falschparker mit einem Knöllchen zu beglücken.

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Daran hat sich auch in der neuen Saison nichts geändert. Wobei zweitgenannte Beobachtung sicherlich nur eine Aneinanderreihung seltsamer Zufälle ist. Verwehrt blieb den aufmerksamen Verkehrsüberwachern allerdings ein Blick ins Stadion hinein, dorthin also, wo die Panther am Freitagabend den EHC Black Wings Linz aus der ersten österreichischen Liga zum einzigen Heimtest in diesem Spätsommer empfingen. Das Spiel endete mit einem 3:0 (2:0, 0:0, 1:0)-Sieg der Gastgeber. Am vergangenen Wochenende hatten die Augsburger beim Dolomitencup in Neumarkt in Südtirol auch schon gegen Oslo und Bern gewonnen. Das dritte Aufeinandertreffen in Folge mit einem Team, das außerhalb Deutschlands beheimatet ist, begann mit starken Panthern. Drew LeBlanc (5.) und Matt Fraser (13.) schossen im ersten Drittel einen souveränen 2:0-Vorsprung heraus.

Die Hausherren waren klar überlegen und hätten bei konsequenterer Chancenverwertung auch noch deutlicher führen können. Olivier Roy dagegen, der erstmals seit seiner Blinddarmoperation im Tor stand, verbrachte bis dahin einen eher geruhsamen Abend. Panther-Trainer Tray Tuomie hatte aber nicht nur im Tor umgestellt, sondern auch seine Sturmreihen durcheinandergewirbelt. Dem Spielfluss tat das keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Das Kombinationsspiel funktionierte. Grob wurde es nur einmal zum Ende des ersten Durchgangs, als sich Daniel Schmölz mit Raphael Wolf einen Faustkampf lieferte.

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Der Salzburger ist zwar 19 Zentimeter größer und zehn Kilo schwerer als der Allgäuer, landete aber trotzdem als Erster auf dem Eis. Vom Publikum gab’s dafür Beifall, von den Schiedsrichtern 2 plus 2 plus 10 Strafminuten.

Nach der ersten Pause bot sich den rund 2500 Zuschauern das unveränderte Bild überlegener Hausherren, die aber selbst beste Möglichkeiten ausließen. Die Highlights in Kurzform: Patrick McNeill trifft das Gestänge (32.). LeBlanc trifft nicht das leere Tor, sondern den Fuß eines Gegenspielers (36.). Mitch Callahan trifft nicht das leere Tor, sondern die Bande dahinter (40.). Im letzten Drittel verflachte die Partie etwas. Linz kassierte diverse Strafzeiten, Augsburg spielte seine Überzahlformationen ein. Das abschließende Highlight setzte wenige Sekunden vor Ende LeBlanc mit dem Treffer ins leere Tor zum 3:0-Endstand (60.). Weiter geht die Europa-Tour der Augsburger Panther am Donnerstag.

Dann steht im schwedischen Lulea deren erster Auftritt in der Champions Hockey League an. Es scheint, als sei die Mannschaft gut darauf vorbereitet.

Augsburger Panther Roy – Valentine, Sezemsky; Tölzer, Lamb; Haase, McNeill; Länger, Rogl – Holzmann, LeBlanc, Payerl; Sternheimer, Stieler, Callahan; Schmölz, Gill, Fraser; Hafenrichter, Ullmann, Miller

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