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FC Augsburg

11.05.2015

Party in der Münchner Arena

Der Bundesligist hatte nach dem 1:0-Sieg gegen den FC Bayern allen Grund, dieses Ereignis zu feiern. Wie Paul Verhaegh seinen verschossenen Elfmeter verarbeitet und Pierre-Emilie Höjbjerg seine Rückkehr sieht

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. An diese Redensart erinnerte sich der FC Augsburg am frühen Samstagabend in der Münchner Allianz-Arena. Und es gab allen Grund für eine zünftige Party auf dem Rasen und auf den Rängen des Stadions. Schließlich hatten die Gäste soeben sensationell 1:0 gegen den alten und neuen Deutschen Meister gewonnen.

Ein Erfolg für die Herzen der schwäbischen Fußballfans und natürlich auch für das Punktekonto des Vereins. Denn nach fünf erfolglosen Auswärtsspielen hintereinander war der „Dreier“ in der Landeshauptstadt im Hinblick für die Europapokal-Qualifikation enorm wichtig.

Paul Verhaegh musste an diesem Nachmittag durch ein Wechselbad der Gefühle. Nach einer Viertelstunde vergab der FCA-Kapitän die große Chance, seine Mannschaft frühzeitig in Führung zu bringen. Doch der Niederländer traf bei seinem Foulelfmeter nur den Pfosten des gegnerischen Gehäuses, in dem Manuel Neuer stand. Der Nationaltorwart war kurz zuvor für Pepe Reina eingewechselt worden. Der Spanier im Münchner Kasten sah nach einer Attacke im eigenen Strafraum gegen Augsburgs Stürmer Raúl Bobadilla Rot.

Für Verhaegh war es der erste Fehlschuss vom ominösen Punkt nach saisonübergreifend sieben verwandelten Strafstößen. In Sachen vergebene Elfmeter befindet sich der Niederländer in prominenter Gesellschaft, denn im gleichen Strafraum zielten die Münchner Lahm, Götze, Alonso und Neuer beim Pokal-Aus gegen Borussia Dortmund ebenfalls daneben oder scheiterten an BVB-Keeper Langerak. Als Bobadilla der Siegtreffer gelang, war für Verhaegh die Welt wieder in Ordnung.

Das Augsburger Gastspiel in Fröttmaning war für Pierre-Emile Höjbjerg natürlich ein besonderes Erlebnis. Der FCA-Mittelfeldspieler, den die Bayern derzeit beim FC Augsburg parken, wurde noch rechtzeitig fit, um zumindest nach der Pause mitwirken zu können. „Ich habe versucht, ganz normal ins Spiel zu gehen, und versucht, mich professionell zu verhalten“, erklärte der 19-Jährige nach dem Spiel. Was ihm an alter Wirkungsstätte auch vorzüglich gelang. Nicht nur wegen seiner glänzenden Vorarbeit zum Siegtreffer. Erstmals nach fast vier Wochen stand auch Dominik Kohr wieder in der Anfangsformation. Zusammen mit seinem Kollegen Daniel Baier sollte Kohr das Zentrum zum Sperrgebiet für die offensivstarken Bayern erklären. Für Kohr, dessen sportliche Zukunft wie auch die seines Mitspielers Höjbjerg erst nach Saisonende geklärt wird, sprach nach dem Erfolg von einem „unbeschreiblichen Gefühl“, das er erlebte.

Baier, Kohrs kongenialer Partner im defensiven Mittelfeld, trat direkt nach dem Schlusspfiff im schmucken grünen Unterhemd vor die wartenden Journalisten und sprach von einem „überragenden Spiel“. Der Vize-Kapitän bescheinigte seiner Mannschaft einen verdienten Sieg. „Klar, dass die Bayern auch die ein oder andere Chance hatten. Du kannst gegen die nicht alles verteidigen.“ Augsburg sei gut in das Spiel reingekommen, „schade dass wir nicht schon durch den Strafstoß in Führung gegangen sind“.

Die Rote Karte gegen Reina sei absolut unstrittig gewesen. „Aber ob die Bayern mit einem Spieler weniger spielen, macht bei denen doch fast nichts aus. Die sind immer gut.“ Auf Bobadillas eleganten Siegtreffer mit der Hacke angesprochen sagte Baier mit einem breiten Grinsen nur knapp: „Dafür steht er doch da vorne drin.“

Durch den Sieg in München sei das große Ziel Europa wieder in greifbare Nähe gerückt. Jetzt gelte es, eine bislang überragende Saison zu krönen. „Wir werden gegen Hannover noch einmal alles raushauen, was wir haben. Und dann schauen wir mal, was passiert.“

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