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FC Augsburg

20.05.2015

Platzhirsch FC Bayern: Der FCA wünscht sich mehr Fans im Allgäu

FC Augsburg Stammtisch mit FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter, im Interview mit Thomas Weiss.
Bild: Ralf Lienert

Der FCA hat im südlichen Schwaben noch immer keinen leichten Stand. Die Augsburger wünschen sich daher mehr Fans im Allgäu.

Viele Augsburger lieben das Allgäu. Sie fahren gerne in den südlichen Teil Schwabens, verbringen dort die Wochenenden oder machen in den Allgäuer Bergen Urlaub. Der FC Augsburg würde gerne auch von der Beziehung profitieren und umgekehrt viele Zuschauer aus dieser Region bei seinen Bundesligaspielen in der SGL-Arena begrüßen. Doch da hat es der Augsburger Vorzeigeklub schwer. Das Verhältnis der Allgäuer zum FCA ist noch nicht so positiv, wie man es sich in Augsburg wünscht. Der FC Bayern ist der Platzhirsch.

FC Augsburg wirbt für mehr Fans im Allgäu

Was auch in dieser Woche wieder deutlich wurde. Der FCA veranstaltete in Zusammenarbeit mit der Allgäuer Zeitung seinen Stammtisch in Kempten. Dort hätte das Interesse der Fußballfans an dieser Veranstaltung durchaus größer sein können. „Da hat der FCA noch viel Arbeit vor sich“, sagte Moderator Thomas Weiß, Sportchef der Allgäuer Zeitung, bei der Begrüßung von FCA-Manager Stefan Reuter und den etwas mehr als 50 Gästen.

Obwohl der Verein sich alle Mühe gibt und in Kempten und Umgebung nichts unversucht lässt, neue Freunde zu gewinnen. Dazu zählt auch Nicolas Dolderer, der zweite Vorsitzende des FCA-Fanklubs 1907 Oberallgäu. Er und seine Freunde haben vor einigen Jahren ihr Herz für den FCA entdeckt.

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Knapp 25 Mitglieder zählt der Verein mittlerweile. Der 37-jährige Dolderer sieht die Entwicklung seines Lieblingsvereins sehr positiv, neben der sportlichen Entwicklung ist ihm die Bescheidenheit, die der Verein an den Tag legt, sehr wichtig. Für Dolderer ist der FCA mittlerweile ein etablierter Bundesligist. Die Oberallgäuer Fans fahren zu allen Heimspielen in die Arena, „vier bis fünf Leute begleiten die Mannschaft auch zu allen Auswärtsspielen“, erklärt Dolderer.

Doch auch bei den nichtorganisierten Fußballfreunden beginnt das „Pflänzchen FCA“ zu blühen. Denn geografisch ist das Stadion an der B17 auch für die Besucher aus dem Süden gut erreichbar.

Spieler aus dem Allgäu wechseln nur selten zum FCA

Herbert Hegenbart zum Beispiel ist bereits die zweite Saison Besitzer einer Dauerkarte. „Ich wollte einfach Bundesligafußball sehen“, sagt er, „doch mittlerweile gehören meine Sympathien dem Verein.“ Hegenbart gilt als Kenner der schwäbischen Fußballszene, arbeitet er doch seit Jahrzehnten beim FC Kempten aktiv und hatte dadurch auch immer wieder Kontakte zum FCA. Der mit den Kemptenern seit dem vergangenen Jahr eine Kooperation im Nachwuchsbereich eingegangen ist. „Es wäre schön, wenn aus dem Allgäu wieder mal talentierte Spieler den Weg nach Augsburg gehen könnten“, sagte dazu Alex Methfessel, ehemaliger Profi und Fußballchef beim FC Kempten.

Denn es ist lange her, dass Kemptener Talente zum FCA wechselten. In den 1980er Jahren gingen Dieter Frey und Frank Gerster diesen Weg, etwas später entdeckte der FCA den späteren türkischen Nationalspieler Ilhan Mansiz in Kempten. Für Stefan Reuter sind Kooperationen im Nachwuchsbereich ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu sportlichen Erfolgen im Seniorenbereich.

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