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Bundesliga

20.06.2018

Reuter: „Das Angebot muss unmoralisch sein“

Sportgeschäftsführer Stefan Reuter plant derzeit den FCA-Kader für die kommende Saison.
Bild: Ulrich Wagner

Der FCA-Geschäftsführer plant den Kader für die kommende Saison. Das sagt er zu möglichen Abgängen

Langweilig dürfte es Stefan Reuter in den kommenden Wochen nicht werden. Wie in der vergangenen Saison nimmt der Kader des FC Augsburg im Sommer immense Ausmaße an, erneut wird der Bundesligist wohl mit über 30 Profis in seine Vorbereitung auf die Pflichtspiele einsteigen. Aktuell sind deren 34 aufgeführt.

Sportgeschäftsführer Reuter bleibt vage, wenn er auf mögliche Wechsel angesprochen wird. Zunächst räumt er jedem Profi Chancen auf Einsatzzeiten ein. „Alle haben die Möglichkeit, sich in die Mannschaft zu spielen. Jeder Spieler kann das selbst beeinflussen“, betont der 51-Jährige. „In der vergangenen Saison haben wir gesehen, dass eine gewisse Konkurrenzsituation guttut.“

Dennoch wird sich der FCA wohl bis zum Ende der Sommerwechselfrist am 31. August von einigen Spielern trennen. Mit einer Ausleihe zu einem anderen Klub haben die Augsburger Verantwortlichen teils gute Erfahrungen gemacht. So kamen etwa Takashi Usami, Dong-Won Ji, Moritz Leitner oder Konstantinos Stafylidis in der Rückrunde auf reichlich Spielzeit in ihren jeweiligen Vereinen. Nun kehren diese Profis zurück – mit ungewisser Zukunft. Reuter geht nicht davon aus, „dass uns ein Spieler verlässt“. Seine Aussage sichert der ehemalige Nationalspieler vorausschauend mit einem zusätzlichen Wort ab, mit einem „aktuell“.

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Reuter geht nämlich insgeheim davon aus, dass sich der Kader verändern wird. Und dass er sich ein Stück weit selbst herauskristallisieren wird. „Der eine oder andere Spieler wird sich schwertun, in den Kader zu kommen“, sagt er und verweist auf die lange Vorbereitung, die mit der Generalprobe gegen den spanischen Erstligisten Athletic Bilbao abgeschlossen sein wird. Spielbeginn wird im Rahmen eines Familienfestes am Sonntag, 12. August, um 15.30 Uhr in der Augsburger Arena sein. Die Begegnung weckt Erinnerungen: Gegen den Klub aus dem Baskenland bestritt der FCA einst sein erstes Europapokalspiel. Nun kommt es zu einem Wiedersehen.

Reuter wird es wie immer halten, grundsätzlich wird er sich zu Gesprächen bereit zeigen, allerdings wird er ebenso hart verhandeln. Einige Profis dürfte der Verantwortliche bereitwillig ziehen lassen, bei anderen dürfte er sich – wenn überhaupt – nur durch eine entsprechende Ablösesumme für einen Wechsel erweichen lassen.

Michael Gregoritsch, Jeffrey Gouweleeuw, Philipp Max und Alfred Finnbogason gelten derzeit als gewinnbringende Augsburger Aktien auf dem Transfermarkt. Mit jedem Tor während der Weltmeisterschaft in Russland steigt etwa der Wert des isländischen Angreifers Finnbogason. Reuter hat in der Vergangenheit mehrmals wiederholt, keine Qualität abgeben zu wollen. Allerdings scheint es eine Schmerzgrenze zu geben. Wie hoch genau diese ist, dazu möchte sich Reuter nicht äußern. Er sagt nur so viel: „Das Angebot muss unmoralisch sein. Da es momentan nichts Konkretes gibt, beschäftigen wir uns damit nicht.“ Mit Torhüter Marwin Hitz hat bislang ein Stammspieler den FCA verlassen, als Zugänge stehen Felix Götze, Julian Schieber und Rückkehrer André Hahn fest.

Auch wenn der FCA in der vergangenen Spielzeit nie in Abstiegsgefahr geriet, an der grundsätzlichen Ausrichtung will Reuter festhalten. „Wir zählen immer noch zu den Vereinen, die glücklich sind, wenn sie die Klasse halten.“

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