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FC Augsburg

17.01.2019

Reuter und Baier träumen vom DFB-Pokal

In einer Talkrunde plauderten (v. l.) Sport-Geschäftsführer Stefan Reuter, Trainer Manuel Baum und Kapitän Daniel Baier mit Moderator Michael Leopold.
Bild: Christian Kolbert

Beim Neujahrsempfang im Friedberger Schloss feiert der Bundesligist mit 170 Gästen seinen „größten Deal“. Manager und Kapitän erzählen von ihren Wünschen

Der FC Augsburg hat am Dienstagabend im Friedberger Schloss den „größten Deal seiner Vereinsgeschichte“ gefeiert. Beim FCA-Neujahrsempfang mit 170 geladenen Sponsoren machte Präsident Klaus Hofmann deutlich, wie wichtig die Verlängerung des Hauptsponsor-Vertrags mit der WWK bis 2030 ist. Vor allem der Bau des Internats im Nachwuchsleistungszentrum sei ein bedeutender Schritt für die Entwicklung des Klubs. „Das wird uns helfen. Ohne funktionierenden Nachwuchsbereich werden wir – egal ob in Liga eins oder zwei – nicht mithalten können“, sagte der Präsident.

WWK-Chef Jürgen Schrameier unterstützte Hofmann („Wir glauben an die Zukunft des FCA.“). Launig berichtete er von der Anbahnung des Deals. Hofmann sei zu ihm gekommen und habe von den Internatsplänen geschwärmt. „Nur dass wir es bezahlen sollen, das hat er nicht gesagt. Das haben wir erst beim anschließenden Besuch von Geschäftsführer Michael Ströll erfahren“, erzählte Schrameier, dessen Münchner Versicherungskonzern mit einer Sofortzahlung von etwa acht Millionen Euro das Internat finanziert.

Den anwesenden Sponsoren schlug der Versicherungs-Chef lächelnd vor, es ihm gleichzutun und ebenfalls langfristige Verträge bis 2030 abzuschließen. Schrameier: „Der Klub braucht schließlich Planungssicherheit.“

In einer von Michael Leopold (Sky) moderierten Talkrunde erzählten Sportgeschäftsführer Stefan Reuter und Kapitän Daniel Baier augenzwinkernd von ihren Träumen. Reuter, Fußballweltmeister von 1990, sagte: „Ich habe es als Spieler nie geschafft, den DFB-Pokal in den Händen zu halten. Es wäre mein Traum, dies mit dem FCA zu erreichen.“ Baier pflichtete ihm bei. Er könne es ja sogar noch als Spieler schaffen, witzelte der 34-Jährige, der seit 2008 in Augsburg spielt. Der FCA tritt am 6. Februar im Pokal-Achtelfinale beim Zweitligisten Holstein Kiel an. In den vergangenen Jahren war der Klub in diesem Wettbewerb immer früh gescheitert.

In die Zukunft blickte der kaufmännische FCA-Geschäftsführer Michael Ströll. Er kündigte die Umgestaltung des FCA-Businessbereichs in der Arena bis zum Sommer 2019 an. „Dann werden wir auch dort bundesligatauglich.“ Zudem setzte er seinem Verein das Ziel, langfristig Bayerns mitgliederstärkster Fußballklub nach dem FC Bayern München (291000 Mitglieder) zu werden. Derzeit liegt der FCA (16000) auf Platz vier. Den 1. FC Nürnberg (22900) und den TSV 1860 München (22800) wolle man überholen.

Mithelfen will dabei auch Daniel Baier. Auf die Frage, was er im Jahr 2030 tun werde, bewarb er sich für die Zeit nach seinem Karriere-Ende um einen Job beim Verein: „2030 werde ich in Augsburg leben und arbeite hoffentlich beim FCA.“ Es machte den Eindruck, als würde sein Wunsch nicht auf taube Ohren stoßen.

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