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Eishockey

26.04.2019

Roy ist das nächste Puzzlestück

Olivier Roy steht auch kommende Saison im Tor der Panther.
Bild: Wagner

Torwart bleibt ein Panther. Jede Menge Bewerbungen für den Trainerjob

Panther-Boss Lothar Sigl ist zur Zeit ein viel beschäftigter Mann. Er muss einen neuen Trainer finden, da Mike Stewart nach Köln wechselt. Parallel dazu arbeitet er schon seit Wochen daran, die Erfolgsmannschaft der vergangenen Saison beisammenzuhalten. Während die Trainersuche gerade erst angelaufen ist, steht der Kader, mit dem der neue Mann arbeiten muss, schon zu großen Teilen fest. Ein wichtiges Puzzlestück gab der Klub am Donnerstag bekannt. Torwart Olivier Roy hat seinen Vertrag um ein Jahr verlängert.

In den Play-offs war der Kanadier der überragende Mann im Panther-Team gewesen. „Diese Leistungen sind in der Liga natürlich nicht verborgen geblieben“, sagte Sigl und umschrieb damit diplomatisch, dass Roy auch Angebote von anderen DEL-Klubs vorliegen hatte. Der 27-Jährige entschied sich für Augsburg, auch weil er dort laut Sigl ein extrem harmonisches Umfeld vorfinde. „Die Spieler sind in dieser Saison zu einem echten Team zusammengewachsen. Dazu kam der Erfolg. Das sind wichtige Gründe, auch wenn die wirtschaftlichen Faktoren für einen Profisportler natürlich ebenfalls stimmen müssen“, sagte Sigl. In Augsburg müsse man immer darauf setzen, dass weiche Faktoren den ein oder anderen Euro weniger auf dem Gehaltszettel ausgleichen können.

Roy hatte schon in der Hauptrunde gezeigt, dass er einer der besten Torhüter in der DEL ist. Hinter Mathias Niederberger (Düsseldorf) und Danny aus den Birken (München) landete er mit einer Fangquote von 91,7 Prozent auf Platz drei. In den beiden Play-off-Serien gegen Düsseldorf und München, die jeweils über sieben Spiele gingen, steigerte sich auf 94,0 Prozent – ein absoluter Spitzenwert.

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Ende November 2017 war Roy vom Zweitligisten Crimmitschau nach Augsburg gekommen. Er sollte damals im Saisonendspurt das wackelige Duo Jonathan Boutin/Ben Meisner stabilisieren. Es kam anders. Die Saison war nicht mehr zu retten und endete auf Platz zwölf. Boutin wechselte nach Bad Nauheim in die DEL2, wo er aber nur drei Spiele absolvierte und seitdem an den Folgen einer Gehirnerschütterung leidet. Ebenfalls in die zweite Liga verschlug es Meisner. Er spielte zuletzt für die Tölzer Löwen.

Roy dagegen bekam von Stewart eine Chance und setzte sich in der DEL durch. Mit dem Augsburg-Rückkehrer Markus Keller bildete er das vielleicht beste Torwart-Duo der gesamten Liga.

Mit Roy stehen nun bereits 18 Spieler aus der vergangenen auch für die kommende Saison unter Vertrag. „Mit den anderen laufen noch Gespräche“ sagte Sigl, hüllte sich aber über die Erfolgsaussichten in Schweigen. Vor allem die beiden Stürmer Adam Payerl und Matt Fraser dürften Kandidaten sein, die auf der Wunschliste der Panther ganz oben stehen.

Beim Trainer dagegen sei er noch ganz am Anfang der Suche, sagt Sigl. Auf seinem Schreibtisch stapelten sich die Bewerbungen. „Das ist wirklich ein Wahnsinn und sagt viel über die Branche aus.“ Es herrsche ein extremes Überangebot. Laut Sigl habe ihm zum Beispiel ein Agent in einer „umfangreichen Mail“ gleich elf skandinavische Trainer angeboten. Zumindest kurz habe er diese Bewerbung – wie auch alle anderen – in Augenschein genommen. Mit folgendem Ergebnis: „Ich schmeiß’ jetzt dann die Lostrommel an und zieh’ einen raus.“

Eine ernsthafte Tendenz war ihm, wie üblich, nicht zu entlocken. Keine Angabe über den Zeitraum („Wir haben keinen Druck“). Und auch nichts dazu, ob der bisherige Assistent Tray Tuomie zum Chef befördert wird. Klar sei nur, dass der neue Trainer in die Struktur des Vereins passen müsse. Diese habe sich als erfolgreich erwiesen. Sigl: „Wir werden sie nicht ändern.“ Dazu gehöre auch, den zum FSV Mainz 05 abgewanderten Athletik-Trainer Sven Herzog zu ersetzen.

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