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FC Augsburg

02.05.2013

Sascha Mölders: Der Freizeit-Funktionär

Sascha Mölders, der Freizeit-Funktionär: Wenn der Bundesliga-Profi nicht für den FC Augsburg im Einsatz ist, dann engagiert er sich als Manager für den Kissinger SC.
Bild: Fred Schöllhorn

Sascha Mölders, der Freizeit-Funktionär: Wenn der Bundesliga-Profi nicht für den FC Augsburg im Einsatz ist, dann engagiert er sich als Manager für den Kissinger SC.

Auf Sascha Mölders warten arbeitsintensive Wochen. Die Planungen für die kommende Saison laufen auf Hochtouren, ebenfalls die Gespräche mit eigenen und möglichen neuen Spielern. Arbeit, die auf einen Manager im Fußballgeschäft im Frühjahr eben so zukommen. Vor einigen Jahren hat der 28-jährige Fußballprofi seine liebste Freizeitbeschäftigung zum Beruf gemacht, jetzt ist der Fußball neben dem Beruf auch noch sein Hobby. Sascha Mölders, der gebürtige Essener, schießt nicht nur wichtige Tore für den FC Augsburg, sondern engagiert sich auch noch beim Kissinger SC. Bereits seit mehr als einem Jahr als Nachwuchstrainer, mittlerweile auch als sportlicher Leiter der ersten und zweiten Mannschaft des aufstrebenden Kreisligisten, sowie als stellvertretender Abteilungsleiter.

Früher verbrachten die Fußball-Profis ihre Freizeit auf dem Tennisplatz, mittlerweile ziehen viele Kicker eine Runde Golf vor. Mehmet Scholl, der ehemalige Nationalspieler kegelt gerne und gilt unter den Ballkünstlern in Sachen Hobby schon als Exot. Völlig außergewöhnlich sind allerdings die Freizeitaktivitäten von Sascha Mölders: Er ist Funktionär bei einem Amateurklub.

Sascha Mölders: Star-Allüren sind ihm fremd

Als Mölders im Sommer 2011 vom FSV Frankfurt zum FCA wechselte, suchte er mit seiner Familie (Frau Ivonne und den vier Kindern, Lio, Renne, Joy und Noah) eine Bleibe außerhalb der Stadt. In Kissing wurden sie fündig, seither lebt die Familie in der Gemeinde südlich Augsburgs. Und engagiert sich im örtlichen Sportverein. „Dort haben wir bald Freunde gefunden“, sagt Sascha Mölders, „dort bin ich nicht der Fußballprofi, sondern der Sascha“. Darauf legt der Junge aus dem Ruhrpott wert, Star-Allüren sind ihm fremd.

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So hat auch Mario Borelli, der engagierte Fußballchef der Kissinger Kicker, den Profi kennengelernt. „Ich konnte es gar nicht glauben, als er mich mal fragte, ob er denn eine Jugendmannschaft trainieren könne“, erklärt Borelli, selbst bekennender und langjähriger Anhänger des FC Augsburg. Und er konnte – die B-Junioren hatten gerade keinen Trainer und staunten fast Bauklötze, als der leibhaftige Bundesligakicker zur ersten Übungseinheit erschien.

Bei den Spielern kommt er sehr gut an

„Er kam und kommt bei den Jungs sehr gut an“, erzählt Borelli weiter. Im vergangenen Sommer übernahm Mölders dann die C-Junioren, die er zusammen mit seiner Frau sportlich weiterbringen möchte. Ivonne Mölders ist in Sachen Fußball übrigens auch eine Frau vom Fach. Sie ist im Besitz der Trainer C-Lizenz und kickt selbst noch bei der Frauenmannschaft der SG Ottmaring/Ried.

„Bei uns dreht sich fast alles um Fußball“, gibt Mölders zu, denn auch Sohnemann Noah jagt beim KSC bei den D-Junioren dem runden Spielgerät hinterher. Als sich die Kissinger im vergangenen Herbst von ihrem Seniorentrainer Jochen Hoffmann trennten, da sprang Mölders für einige Wochen als Interimscoach ein. „Das war mir aber dann doch zu viel“, bekennt er jetzt.

KSC ist souveräner Tabellenführer

Doch als Borelli einen Manager für seine Seniorenkicker suchte, sagte Mölders schnell zu. „Diese Arbeit macht mir Spaß“, gibt er zu und ist schon mittendrin im Geschäft. Mit Sören Dreßler, dem ehemaligen Kapitän des FCA fand er bereits einen neuen Trainer für die kommende Saison, auch den Spielermarkt sondiert er bereits ganz intensiv. „Wir müssen uns schon etwas verstärken“ sind sich Mölders und Borelli einig.

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Bild: Fred Schöllhorn

Denn der KSC führt die Kreisligatabelle souverän an und möchte in der kommenden Saison eine Etage höher, in der Bezirksliga, an den Start gehen. Und da hat der Verein ein Konzept, das der Profi mitträgt. „Wir setzen auf junge Spieler und den eigenen Nachwuchs“, lautet die Kissinger Maxime. Freilich, das Hauptaugenmerk des Torjägers gilt dem Saisonendspurt mit seinem Arbeitgeber und er ist überzeugt: „Wir bleiben in der Bundesliga.“

„Geht es Mölders gut, geht es dem FCA gut“, sagte kürzlich ein Fernsehkommentator. Was auch stimmt, denn im Kampf gegen den Abstieg sind die Treffer des Anti-Stars fast lebensnotwendig. Trotzdem, in den Mittelpunkt stellt er sich selbst nicht. Weder beim FCA, noch beim KSC.

Sascha Mölders, der etwas andere Profi eben.

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