Jahresvorschau

19.01.2018

Schwaben-Kanuten packen’s an

Sie gehören zu den erfolgreichsten Schwaben-Kanuten des Jahres 2017 und die meisten wollen 2018 erneut angreifen: (v. l.) Samuel Hegge, Alexander Grimm, Birgit Ohmayer, Sideris Tasiadis und Normen Weber.
Bild: Fred Schöllhorn

Vier Großveranstaltungen und die WM-Bewerbung halten den Verein auf Trab

Unter ihrem neuen Motto „Pack mer’s 2018“ haben sich Athleten und Mitglieder der Kanu Schwaben Augsburg bei ihrer Vereinsfeier auf die neue Saison sowie auf die kommenden sportlichen und organisatorischen Herausforderungen eingestimmt. Neben der Ehrung ihrer erfolgreichsten Sportler des Jahres 2017 gab Hans Koppold, der jetzt knapp ein Jahr als neuer Vorsitzender der Kanu Schwaben im Amt ist, einen Ausblick auf die vier Großveranstaltungen, die sein Verein am Eiskanal ausrichten wird: die WM-Qualifikation im Kanuslalom am 28. und 29. April, die Deutsche Meisterschaft im Kanu Freestyle & Boatercross am 26. und 27. Mai, den ICF-Weltcup im Kanuslalom vom 6. bis 8. Juli und zum Abschluss die Augsburger Rafting Challenge am 21. Juli.

Schwer eingespannt ist die Vereinsführung derzeit zudem in die kurz vor dem Abschluss stehende Bewerbung für die Kanuslalom-Weltmeisterschaft 2022, für die sich die Augsburger Eiskanal Allianz seit Monaten einsetzt. Zu dieser gehören neben den Kanu Schwaben auch der Augsburger Kajak Verein (AKV) sowie der Deutsche und der Bayerische Kanuverband und der Olympiastützpunkt Bayern.

Als Sprecher dieser Allianz gab Schwaben-Präsident Hans-Peter Pleitner einen Überblick über den aktuellen Stand, den Augsburgs Sportreferent Dirk Wurm mit den letzten Details ergänzte. Etwa dass die „Bewerbungsschrift so gut wie fertig“ sei. „Es fehlt nur noch das Grußwort der Bundeskanzlerin, das wird hoffentlich bald kommen“, sagte Wurm mit einem Augenzwinkern in Richtung der Probleme bei der Regierungsbildung in Berlin. Für die Finanzierung der Sanierungsarbeiten an der knapp 50 Jahre alten Augsburger Olympiaanlage habe man aus den Gesprächen mit dem Freistaat und dem Bund ein „sehr gutes Gefühl“ mitgenommen. „Unser Ziel ist die substanzielle und nachhaltige Modernisierung des Eiskanals, damit wir Olympiastützpunkt bleiben“, warb Wurm dafür, dass Generalsanierung und WM-Bewerbung nun Hand in Hand gehen müssten. In dieser Woche stünden noch Gespräche mit der Bundesregierung an, und Wurm zeigte sich kämpferisch: „Ich werde versuchen, ihnen mit den besten Argumenten so viel Geld wie möglich aus der Tasche zu ziehen.“ Im März reist eine Augsburger Delegation aus Sportlern, Funktionären und Politikern nach Japan, wo die Vergabe der Kanuslalom-WM stattfinden wird.

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Für herausragende nationale und internationale Erfolge im Jahr 2017 konnten zahlreiche Athleten geehrt werden, darunter der Gesamtweltcup-Sieger im Canadier Einer, Sideris Tasiadis, die Team-Weltmeister der U23 im Kanuslalom, Samuel und Noah Hegge, Vize-Europameisterin Team Canadier Einer, Birgit Ohmayer, die World-Masters-Sieger Peter Micheler, Elisabeth Micheler-Jones und Karl-Heinz Heckel sowie Normen Weber (EM-Zweiter im Wildwasser Rennsport), Alexander Grimm (WM-Dritter im Kajak Extrem) und das erfolgreiche Bronze-Team bei der Rafting WM. Dazu kamen allein sechs deutsche Titel und viele weitere Medaillen bei deutschen Meisterschaften und weiteren Titelkämpfen.

Wolfgang Schmalz, Horst Woppowa

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