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Fußball

11.09.2018

So sieht Löw die Chancen von Max

Beim FC Augsburg ist Philipp Max absoluter Stammspieler, auf eine Berufung in die Nationalmannschaft wartet der Linksverteidiger weiterhin. <b>Foto: Ulrich Wagner</b>
Bild: Ulrich Wagner

Der Außenverteidiger des FC Augsburg hofft weiter auf eine Nominierung für die deutsche Auswahl. Wie der Bundestrainer den Augsburger derzeit sieht

Den Sonntagnachmittag verbrachte FCA-Verteidiger Philipp Max in der Sonne. Zusammen mit seiner Freundin Annie zog es ihn in den Augsburger Siebentischwald. „Wir genießen unseren sonnigen Sonntag mit einem ausgiebigen Spaziergang“, schrieb der Profi des FC Augsburg auf Instagram. Es ist kein Geheimnis, dass Max den Sonntag lieber in Sinsheim verbracht hätte.

In der Heimat der TSG Hoffenheim trat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zu einem Test gegen Peru an – ohne Max, den einige im Kader der Nationalmannschaft erwartet hatten. Stattdessen durfte Nico Schulz auf der linken Seite verteidigen. Lange Zeit sah es aus, als ob der 25-Jährige keine Werbung in eigener Sache betreiben könnte.

Das Gegentor durch Advincula ging zu großen Teilen auf seine Kappe, darüber hinaus verlor Schulz einen Zweikampf nach dem anderen. Das sah auch Bundestrainer Löw so: Beim Gegentor sei Schulz „ein bisschen unglücklich gewesen“. In aller Munde ist Schulz aber deswegen, weil er die Pointe des Spiels auf seiner Seite hatte: Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit ließ Perus Schlussmann seinen eigentlich harmlosen Schuss durchrutschen – es war der 2:1-Siegtreffer. Ein Tor im ersten Länderspiel ist nicht der schlechteste Start, wobei auch der Hoffenheimer selbst einschränkte: „Das Tor geht nur in unserem Stadion rein. Es war ein bisschen glücklich.“ Löw lobte seinen Debütanten. Generell habe Schulz in den Tagen bei der Nationalmannschaft einen starken Eindruck hinterlassen, sei „körperlich stark, schnell und läuferisch gut“.

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Wer künftig auf der Linksverteidiger-Position spielen wird, ließ der Bundestrainer offen. Gegen das offensivstarke Frankreich durfte noch der gelernte Innenverteidiger Antonio Rüdiger ran, gegen die tiefer stehenden Peruaner Schulz, der seine Stärken im Spiel nach vorne hat. Wie auch Philipp Max.

Löw kündigte an, auch künftig je nach Gegner entscheiden zu wollen. Zu den Chancen des Augsburgers befragt, sagte Löw: „Wenn die EM-Qualifikation beginnt, dann werden wir gegen Gegner spielen, die noch tiefer drin stehen, als das bei Peru der Fall war. Dann muss man Außenverteidiger haben, die mehr vom Spiel nach vorne haben.“

Als Kandidaten nannte er neben Schulz den Kölner Jonas Hector, den Leipziger Marcel Halstenberg „und vielleicht auch Philipp Max von Augsburg, der ein gutes letztes Jahr hatte“. Max gab in der vergangenen Saison 13 Torvorlagen und stellte somit einen Bundesligarekord für einen Abwehrspieler auf. In dieser Spielzeit sammelte er bereits wieder einen Assist: Beim 1:1 gegen Mönchengladbach bereitete er mit einer Flanke die Führung von Michael Gregoritsch vor.

Max selbst gibt sich weiterhin zurückhaltend, wenn es um seine Ambitionen in der Nationalmannschaft geht. Der 24-Jährige, weiß, dass forsche Töne beim DFB äußerst ungern gesehen werden. Er „wolle weiter an sich arbeiten“, kündigte er nach Bekanntgabe des jüngsten DFB-Kaders und seiner Nichtnominierung an. Ein Gespräch mit Löw habe es bisher noch nicht gegeben.

An prominenten Fürsprechern mangelt es indes nicht. Zuletzt hatte sich Rekordnationalspieler Lothar Matthäus für ihn starkgemacht. Löw soll stattdessen auf Jonas Hector verzichten, weil dieser mit Köln nur in der zweiten Liga spielt.

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