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FC Augsburg

16.10.2017

Späte Belohnung

2:2 in Hoffenheim macht die Spieler glücklich. Jeffrey Gouweleeuw hätte aber gern ein Tor mehr in seiner persönlichen Statistik. Für Marcel Heller hat die Punkteteilung einen hohen Stellenwert

Auf die Frage schien Jeffrey Gouweleeuw gewartet zu haben. War das jetzt ihr Tor oder das von Kevin Vogt? Der Stadionsprecher in Sinsheim war sich sicher und hatte beim 2:2-Ausgleich in der 89. Minute noch Gouweleeuw als Torschütze genannt. Allerdings schoss der Niederländer in der entscheidenden Szene den ehemaligen Augsburger Kevin Vogt an, und dessen Körper fälschte den Ball ab ins Hoffenheimer Tor. In den Statistiken wird deshalb auch Vogt als Eigentorschütze genannt.

„Das war eindeutig mein Tor“, sagte Gouweleeuw in den Katakomben des Stadions. Grinste aber anschließend und meinte: „Aber egal. Es war ein gutes Spiel von uns. Unsere Taktik ist zunächst aufgegangen. Später wurde es etwas schwieriger, aber schließlich wurden wir doch belohnt.“ Gouweleeuw trauerte noch der vergebenen Großchance von Alfred Finnbogason hinterher: „Wenn Alfred getroffen hätte, wäre es vielleicht leichter gewesen.“

Der Abwehrspieler wirkte ausgezehrt. „In der zweiten Halbzeit musste ich sehr viel laufen“, nannte Gouweleeuw den Grund. In den zweiten 45 Minuten hatte der FCA auch größere Schwierigkeiten als vor dem Wechsel. Der Niederländer sagt, warum das so war: „Hoffenheim hat immer wieder die Positionen geändert. Da tust du dich schwer.“

Ähnlich sah es Stürmer Marcel Heller: „Die kannst du nicht permanent vom Tor weghalten.“ Für den ehemaligen Darmstädter, der auf der rechten Seite ein Riesenspiel machte, hat dieses 2:2 jedoch einen großen Stellenwert: „Ich denke nicht, dass hier viele Mannschaften gewinnen werden.“ Heller, der seit dem Sommer für den FCA spielt, ist momentan rundum glücklich: „Wir haben in dieser Saison noch nicht ein einziges schlechtes Spiel gemacht, aber wir dürfen nicht lockerlassen.“

Das gelte auch für das nächste Heimspiel gegen Hannover 96: „Wie sagt man so schön: Wir wollen dann dieses Unentschieden zu Hause vergolden.“

Wenn die Frage auf das internationale Geschäft kommt, blockt Heller allerdings energisch ab: „Ich denke, von einer Spitzenmannschaft müssen wir jetzt noch nicht reden, aber das Team funktioniert. Wir sind nur ganz schwer zu bespielen.“

Kapitän Daniel Baier fand auch ein paar kritische Worte: „Beim zweiten Gegentor haben wir gepennt. Das sollte nicht passieren.“ Dennoch, über den Punktgewinn konnte der dienstälteste FCA-Spieler nicht meckern: „Wenn du in Hoffenheim zweimal einen Rückstand aufholst, kannst du mit einem Punkt zufrieden sein.“ Zudem lobte Baier die Moral in der Mannschaft: „Es zeichnet uns aus, dass wir, egal in welcher Situation, immer alles geben. Dann haben wir uns mit dem Ausgleich belohnt.“

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