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Eishockey

25.04.2015

„Startschuss in eine bessere Zukunft“

Lothar Sigl über die neuen Ziele des Deutschen Eishockey-Bundes. Der Panther-Chef begrüßt die Pläne und sagt, wie Augsburg davon profitieren kann

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat sich vor wenigen Tagen eine neue Satzung gegeben. Eine der gravierendsten Neuerungen: Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) und die DEL2 kehren erstmals seit 1997 wieder in den Verband zurück. Das bedeutet mehr Stimmrecht für die Profiklubs, allerdings müssen sich beide Ligen finanziell stärker engagieren. Die Augsburger Panther stehen hinter der Entwicklung, sagt Hauptgesellschafter Lothar Sigl: „Man hat schon gesehen, als die neue Vorstandschaft mit Präsident Franz Reindl an der Spitze ihre Arbeit aufgenommen hat, dass sich im Tagesgeschäft einiges verbessert.“

Das Klima zwischen DEB und DEL habe sich in der jüngsten Vergangenheit deutlich entspannt. „Alle Klubs rundherum haben erkannt, dass wir Gas geben müssen, gerade im Nachwuchsbereich“, sagt der Panther-Chef. Vom neuen Nachwuchs-Konzept „Powerplay 26“ erhofft sich Lothar Sigl Impulse. Ziel ist es, dass die Nationalmannschaft 2026 eine echte Medaillenchance hat. Zuletzt belegte das Team nur den 14. WM-Platz. „Powerplay 26“ wird bereits ab der kommenden Saison umgesetzt. Dieser Plan ist ebenfalls mit der Profi- liga abgestimmt.

Die Ergebnisse der DEB-Mitgliederversammlung begrüßt der Panther-Hauptgesellschafter: „Ich sehe die neue Satzung als einen Startschuss für eine bessere Eishockey-Zukunft.“ Allerdings steht das Sanierungskonzept unter Vorbehalt, denn die Landes-Eissportverbände müssen erst noch ihre Mitglieder befragen, bevor sie zustimmen.

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Geht die Satzungsänderung wie erwartet durch, dann entscheiden die Profiklubs bei allen wichtigen Fragen wieder mit. Der klamme Verband, der nach eigenen Angaben ohne diese Reform vor dem finanziellen Kollaps gestanden wäre, wird künftig von der DEL besser unterstützt. Das bedeutet Mehrausgaben für Augsburg. „Von der Profiliga kommen garantierte 200000 Euro, da trifft uns auch ein Anteil“, sagt der Pantherchef.

Das Nachwuchs-Konzept „Powerplay 26“ erfordert ebenfalls erhöhte Zahlungen der DEL-Klubs. Doch letztendlich hofft der Panther-Hauptgesellschafter, dass Augsburg in Zukunft davon profitiert: „Wir als kleiner Standort sind ein Leidtragender der schwachen sportlichen Entwicklung. Solange die Breite im deutschen Eishockey nicht da ist, werden wir nie die Möglichkeit haben, an die deutschen Topspieler heranzukommen.“ Angebot und Nachfrage, sagt Sigl, bestimmen hier Qualität und Preis. Aber: je mehr deutsche Spieler es gibt, desto besser wird zum einen der Sport und umso mehr Möglichkeiten haben dann auch kleinere Klubs wie Augsburg.

Lothar Sigl drückt der DEB-Auswahl für die Weltmeisterschaft die Daumen: „Die ganze Sportart hängt doch an der Nationalmannschaft.“ Das Turnier beginnt am 1. Mai.

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