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Leichtathletik

13.08.2019

Steger verliert nach 46 Jahren ihren Rekord

Augsburgs großes Sprinttalent Claudia Steger mit ihrem Vater Max Steger im Olympiajahr 1976.
Bild: Wilfried Matzke

Keine Schülerin lief deutschlandweit schneller über die 100 Meter – bis jetzt

Eines der größten deutschen Sprinttalente war Claudia Steger. So rannte die Göggingerin bereits im Alter von 14 Jahren die 100 Meter in 12,0 Sekunden. Dieser bayerische Schülerrekord von 1973 wurde erst jetzt nach 46 Jahren unterboten, zumindest für die Statistiker. Annika Just vom 1. FC Passau sorgte kürzlich mit 12,11 Sekunden für eine neue Bestmarke. Ihre Zeit ist zwar langsamer, aber beim Vergleich mit der heutigen elektronischen Zeitnahme werden 0,24 Sekunden auf die damals handgestoppte 100-Meter-Zeit addiert.

Claudia Steger startete drei Jahre nach ihrem herausragenden Schülerrekord im Alter von 17 Jahren bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal. Sie kam mit der deutschen 4-mal-400-Meter-Staffel auf den fünften Platz. Als Jugendliche im Trikot des TSV Göggingen und als Erwachsene im Trikot des TSV Bayer Leverkusen holte sie zahlreiche deutsche Meistertitel. Der Sportinformationsdienst (sid) schrieb damals vom „Sprintwunder“. Trainiert wurde Claudia Steger von ihrem Vater Max Steger. Der Erfolgscoach vom TSV Göggingen bewies mehrfach sein exzellentes Händchen für Sprinttalente. So führte er auch seine Ziehtochter Mary Wagner als Hürdenläuferin in die internationale Spitzenklasse. Nach 57 Jahren als Trainer, Betreuer und Funktionär hatte sich der selbstständige Zahntechniker im Jahr 2002 von seiner geliebten Leichtathletik zurückgezogen. Max Steger starb 2017 im Alter von 97 Jahren. Seine heute 60-jährige Tochter Claudia Steger-Richter lebt schon lange in Leverkusen.

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