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Tennis

26.06.2017

Stimmungstief am Wochenende

Der TC Augsburg, einst Bundesligist, belegte nach einem Sieg und einer Niederlage am finalen Doppelspieltag aus der Regionalliga einen Abstiegsplatz. Der TC Schwaben verpasst die Meisterschaft

Es war schon ein schlechtes Omen, als die Augsburger Regionalliga-Tennisspielerinnen des TC Schwaben und des TC Augsburg zum zweiten Teil des Doppelspieltages am Sonntag antraten. Sowohl die Schwaben-Frauen im direkten Duell um die Meisterschaften auf der Anlage des MTTC Iphitos München als auch der TCA im Abstiegskrimi bei GW Luitpoldpark München II mussten ihre ersten Spiele in der Halle austragen. Denn in München regnete es in Strömen. Am Ende standen die dunkeln Wolken dann auch symbolhaft für die sportliche Leistung. Der bisherige Tabellenführer TC Schwaben unterlag im direkten Duell Verfolger Iphitos mit 3:6 und musste dem Münchner zur Meisterschaft gratulieren. Schlimmer traf es aber den TCA. Trotz des 5:4-Sieges gegen Luitpoldpark droht dem ehemaligen Bundesligist als Vorletzter der Absturz in die Bayernliga.

Dabei hatte das letzte Wochen-ende für die Schwaben gut begonnen. Am Samstag siegte man beim CaM Nürnberg mit 5:4. Da auch Iphitos in Fürth 8:1 gewonnen hatte, trafen gestern die punktgleichen Top-Teams der Liga aufeinander. Doch Schwaben-Chef Anton Hu-ber schwante schon beim Blick auf die Aufstellung von Iphitos Böses. „Die haben ihre ganze Highlights gezogen, da wird es für uns fast unmöglich, was zu holen.“ Mit der Spanierin Estrella Cabeza Candela und der Italienerin Anna-Giulia Remondina bot Iphitos seine Top-Spielerinnen auf. Huber musste hingegen auf seine Nummer eins, Michaela Bayerlova, verzichten. Die gewann zwar das 15000-Dollar-ITF-Turnier in Alkmaar, stand damit am Wochenende aber nicht zur Verfügung. Was sich am Sonntag bemerkbar machte.

Schwaben verlor trotz harter Gegenwehr alle sechs Einzel. Die Doppel wurden gar nicht mehr gespielt und für Schwaben gewertet. Wieder einmal musste der TC Schwaben den Traum vom Titel begraben, wurde sogar noch vom 1. FC Nürnberg überholt.

Vergangene Saison Dritter, zuvor zweimal Zweiter, man könnte meinen, Schwaben-Vorstand Anton Huber wäre zu Tode betrübt. Doch der altgediente Funktionär erklärte: „Mir war klar, wenn Iphitos Ernst macht, haben wir keine Chance. Aber wir haben uns hier teuer verkauft und sind nicht vorgeführt worden.“ Er zieht ein positives Saisonfazit: „Wir haben teilweise tolle Spiele abgeliefert, aber Iphitos in Top-Besetzung ist einfach noch eine andere Welt.“ Eine, deren Bewohner Huber gerne ärgert, aber in die er nicht eintauchen will. Selbst wenn er Meister geworden wäre, auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga hätte er wohl aus finanziellen Gründen verzichtet.

Die 2. Liga und auch die Bundesliga waren mehr als 15 Jahre die Messlatte, an der sich die Funktionäre und Tennisspielerinnen des TCA messen lassen wollten. Doch seit gestern muss man sich auf der Anlage am Siebentischwald mit der Viertklassigkeit, der Bayernliga, beschäftigen. Am Samstag verlor man zu Hause mit 1:8 gegen den 1. FC Nürnberg. Am Sonntag stemmte sich dann das TCA-Sextett gegen den Abstieg. Nach den Einzeln stand es 3:3. Spitzenspielerin Sabine Klaschka hatte ihr Einzel aufgeben müssen. Doch im Doppel biss sie die Zähne zusammen und gewann mit Caroline Nothnagel das Spiel. Und da auch Cechova/Schruff siegten, hieß es am Ende 5:4 für den TCA. Doch der zweite Saisonsieg kam zu spät. Der TCA belegt als Vorletzter den zweiten Abstiegsrang vor Schlusslicht TV Fürth 1860.

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