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Kanu

13.06.2019

Tasiadis erinnert sich gern an London

Sideris Tasiadis ist startklar. Der Augsburger freut sich über den anstehenden Welt-cup-Auftakt.
Bild: Fred Schöllhorn

Dort hat der Augsburger im Jahr 2012 Silber bei Olympia gewonnen. Aber auch Hannes Aigner ist Fan der englischen Hauptstadt. Am Samstag starten dort beide beim Weltcup

Ab Freitag geht mit dem ersten Kanuslalom-Weltcup dieser Saison in London der interne Kampf der deutschen Athleten um ein Olympia-Ticket für Tokio 2020 weiter. Entsprechend hoch ist die Anspannung im Team. Mit an Bord sind nun auch die K1-Nationalmannschaftsmitglieder Tim Maxeiner (Wiesbaden) und Fabian Schweikert (Waldkirch). Sie hatten berufs- beziehungsweise verletzungsbedingt an den Europameisterschaften vor knapp zwei Wochen nicht teilnehmen können.

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Die Erfahrenen im Team haben alle gute Erfahrungen im Lee Valley westlich von London gemacht. Insbesondere natürlich der Augsburger Sideris Tasiadis, der 2012 auf dieser Strecke im White Water Centre Olympia-Silber im C1 gewann. „Es ist schön, wieder in London zu sein, da ich hier meinen bisher größten Erfolg feiern konnte“, sagte der 29-Jährige. Und auch Weltmeister Hannes Aigner hat gute Erinnerungen an London: 2012 paddelte der Augsburger Kajakfahrer zu Olympia-Bronze. „Diesmal geht es vor allem darum, bestes deutsches Boot zu werden, weniger um das Gesamtresultat“, sagt der 30-Jährige. „Das ist für uns alle eine neue Erfahrung.“

Die größten Konkurrenten kommen bei diesem internationalen Wettkampf also aus dem eigenen Team. Beispielsweise hat sich Einercanadier Franz Anton aus Leipzig ganz viel vorgenommen. Auch er geht aufgrund seines C2-Weltmeistertitels von 2015 und seines zweiten Platzes beim WC 2014 in London mit einem guten Gefühl in das Rennen. Und er ist der Weltmeister. Dass er diesen Titel zurecht trägt, möchte er nach seiner verpatzten EM im französischen Pau nun im Lee Valley unter Beweis stellen. „Natürlich möchte ich das Ergebnis der EM wieder geradebügeln, das kann ich nicht stehen lassen. Und damit möchte ich mir hoffentlich die Höchstwertung in der Olympia-Wertung holen können. Ich möchte zeigen, dass ich doch nicht hinterherpaddle, sondern auch in diesem Jahr sehr gute Leistungen bringe“, sagte der 29-Jährige.

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Bei den K1-Herren scheint der Dreikampf klarer zu sein. „Hannes ist als Weltmeister sicher der Favorit. Allerdings haben sowohl Fabian als auch ich in den vergangenen beiden Jahren oft genug gezeigt, dass wir die Möglichkeiten dazu haben, dass die Qualifikation bis zum Ende ein offener Dreikampf bleibt“, sagte Maxeiner. Er kann sich in diesem Jahr erstmals voll auf den Sport konzentrieren.

Bisher war der 33-Jährige neben seiner Leistungssportkarriere in Vollzeitbeschäftigung, was ihm sehr viel Freude bereitete. „Ich habe mich persönlich und beruflich weiterentwickeln können. Auf der anderen Seite hat es aber auch viel Energie gekostet. Die Kündigung meines bisherigen Arbeitsvertrages verschafft mir für die kommenden Monate deutlich mehr zeitliche Freiheit und Ruhe, sodass ich mich komplett auf meine sportlichen Ziele konzentrieren kann.“

Der Waldkircher Fabian Schweikert hatte verletzungsbedingt pausieren müssen. Nach seiner Hand-OP Ende Mai kann er noch nicht voll trainieren. Aber die Operation ist gut verlaufen und die Heilung verläuft bisher ohne Komplikationen.

Auch die Frauen kommen gut zurecht. K1-Spezialistin Ricarda Funk aus Bad Kreuznach, die in Augsburg trainiert, empfindet die Strecke vor allem vom Wildwasser her sehr anspruchsvoll. Beim ersten Teil der internen Olympia-Qualifikation ist sie souverän immer an die Spitze gepaddelt. Spannend wird es, wie die beiden Doppelstarterinnen im K1 und C1, Elena Apel aus Augsburg und Jasmin Schornberg aus Hamm, die Belastung verkraften und ob sie vielleicht sogar davon profitieren können.

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