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Boxen

30.11.2018

Tina Rupprecht: Eine wie Regina Halmich?

Tina Rupprecht ist derzeit im Trainingsstress. Am 15. Dezember wird es ernst für die Augsburgerin.
Bild: Siegfried Kerpf

Für Tina Rupprecht gibt es vor ihrem Titelkampf gegen Niorkis Carreno aus Venezuela viele Vorschusslorbeeren. Im Internet wird dieser Fight live übertragen.

Der Rahmen war edel. Im Herzen Münchens, am Platzl, in den Tiroler Stuben des Sternekocks Alfons Schuhbeck luden der Streamingdienst ranFighting und der Boxpromoter Alexander Petkovic zu einer Pressekonferenz ein.

Themen waren dabei die Zusammenarbeit zwischen dem Promoter und dem Medienmanager Zeljko Karajica, der für ranFighting arbeitet. Allerdings stellte dabei auch Petkovic seine neuen Boxer vor. Mit dabei die Augsburgerin Tina Rupprecht. Die 26-jährige, die auch vom Augsburger Alexander Haan trainiert wird, konnte am 16. Juni dieses Jahres erstmals den Weltmeistertitel der WBC gewinnen. Damals besiegte sie in Unterschleißheim Yokasta Valle nach Punkten. Petkovic hält große Stücke auf die Augsburgerin.

Die Boxpromoter haben mit Tina Rupprecht große Pläne

Dessen Lebensgefährtin Nadine Rasche lässt durchblicken, dass man mit Rupprecht große Pläne hat: „Tina wird zeigen, dass es auch in Deutschland wieder möglich sein wird, mit Frauenboxen eine große Anhängerschar zu begeistern. Tina ist für mich eine echte Kämpferin mit einer unglaublichen boxerischen Qualität und sehr sympathisch – sie hat das Zeug in die Fußstapfen von Regina Halmich zu treten.“ Dabei gibt Rasche auch die Ziele aus: „Unser Ziel wird es sein, die Titel aller vier bedeutenden Boxverbände zu gewinnen.“ Rupprecht selbst fühlt sich aufgrund dieser Aussagen geehrt: „Halmich ist natürlich eine Legende und eine sehr große Nummer. Die Latte ist sehr hoch gelegt, aber vom kämpferischen traue ich es mir auch zu.“

Alexander Haan macht Tina Rupprecht fit für den Titelkampf.
Bild: Siegfried Kerpf

Am 15. Dezember verteidigt Rupprecht in Kühbach ihren Titel. Mittlerweile steht auch ihre Gegnerin fest. Die Weltmeisterin im Minimumgewicht (bis 47,627 kg) gegen Niorkis Carreno aus Venezuela in den Ring steigen. Die Mittelamerikanerin ist wie Rupprecht noch ungeschlagen und hat von ihren bisherigen neun Kämpfen sieben durch k.o. gewonnen. Rupprecht weiß noch nicht genau, was da auf sie zukommt: „Es gib leider kein Videomaterial von ihr.“

Medienmanager Karajica sieht im Frauenboxen noch großes Potenzial

Dennoch Rupprecht geht es um mehr, als nur um den Kampf: „Ich will auch zeigen, dass Frauenboxen bei den Profis eine große Nummer sein kann, auch wenn man nur knapp 50 Kilo auf die Waage bringt.“ DerStreamingdienst ranFighting wird diesen Kampf am 15. Dezember live im Internet übertragen. Medienmanager Karajica sieht im Frauenboxen noch großes Potenzial: „Anhand der Quoten bekommen wir auch mit, dass Frauen manchmal sogar mehr Menschen anlocken, als Männer.“ Apropos Männer. In der Sparringsphase vor dem WM-Kampf steigt Rupprecht nicht nur mit Frauen in den Ring.

„Zur Not müssen manchmal auch die Jungs herhalten“, lacht Rupprecht. Derzeit hat es Rupprecht allerdings mit einer Sparringspartnerin zu tun, die eigens dafür aus Bulgarien angereist ist.

Trainer Alexander Haan ist derzeit mit der Vorbereitung seines Schützlings sehr zufrieden: „Sie ist absolut fit und sie wird auch topvorbereitet in den Ring klettern.“ Insgesamt werden in Kühbach am 15. Dezember zehn Kämpfe über die Bühne gehen.

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