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Radsport

08.04.2021

Trainer über Rad-Profi Brenner: "Marco ist mit Talent gesegnet"

Marco Brenner wird in seinem ersten Profi-Jahr beim Rennstall DSM langsam an die Anforderungen eines Radrennprofis im Seniorenbereich herangeführt.
Foto: Roth

Marco Brenner fährt für den Rennrad-Stall DSM seine erste Saison als Radprofi auch auf der WorldTour. Sein Personal Coach Matt Winston erklärt, warum der 18-jährige Augsburger Geduld braucht.

Vier Einsätze hat Marco Brenner bisher in seinem ersten Jahr als Radprofi für den World-Tour-Rennstall DSM absolviert: die Tour des Alpes Maritimes et du Var (drei Etappen), die Eintagesrennen Kuurne-Bruxelles-Kuurne und Per Sempre Alfredo und zuletzt die Setimana Internazionale Coppi e Bartali (fünf Etappen). Dort gelang ihm mit Platz acht am zweiten Tag auch seine erste Top-Ten-Platzierung. Zwar war noch kein Rennen der Top-Kategorie dabei, doch gehört genau das auch zum Ausbildungsplan für den 18-Jährigen. Wir sprachen mit dem Australier Matt Winston, der Brenner im Trainerteam als Personal Coach persönlich betreut, über...

Marco Brenner hat ein Entwicklungs-Jahr durch die Corona-Pandemie verpasst

...Brenners Aufgaben in den ersten Rennen

Winston verwies erst einmal darauf, dass Brenner durch die Corona-Krise ein wichtiges Jahr der Entwicklung für den Übergang zwischen den Junioren und der World Tour verpasst hat. „Während seiner ersten Rennen bestanden seine Aufgaben darin, die Rennen zu beobachten und verfolgen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich diese innerhalb des Pelotons entwickeln.“ Der Fokus der DSM-Trainer lag dann bei Brenner darauf, dass er grundlegende Dinge wie die Positionierung mit dem Team erlernte, das Annehmen von Flaschen in den Verpflegungszonen, das Umgehen mit den Team-Autos. Winston: „Er ist zum ersten Mal mit dem Teamfunk gefahren, weshalb es für ihn auch wichtig war, die Kommunikation mit dem Team-Auto und seinen Teamkollegen in Schlüsselmomenten des Rennens zu erlernen.“

 

... über die ersten Eindrücke

Winston: „Ich denke, Marco war sehr offen, hat vor Ort schnell dazu gelernt und konnte im Laufe seiner ersten Rennen bereits Fortschritte erzielen.“

Eine WorldTour-Rundfahrt ist für den Radrennprofi aus Augsburg eingeplant

... über die Auswahl der Rennen für Marco Brenner

Winston erklärte, dass für Brenner in dieser Saison Rundfahrten, Eintagesrennen und eine WorldTour-Rundfahrt vorgesehen sind. „Wir werden den Fokus hierbei nicht auf Ergebnisse legen, sondern uns auf die Grundlagen konzentrieren, die wir als sehr wichtig für seine zukünftige Entwicklung erachten.“

...über das Potenzial von Marco Brenner

„Marco hat gezeigt, dass er ein sehr talentierter Fahrer ist, der das Potenzial hat, große Schritte im kommenden Jahr zu machen. Dies war der Hauptgrund, ihn unter Vertrag zu nehmen. Allerdings ist er auch noch jung und auch wenn er sehr bestrebt ist, früh große Schritte zu machen, ist es sehr wichtig, keine Abkürzungen bei seiner Entwicklung zu nehmen, nur um sofortige Ergebnisse zu erhalten.“

...über die Merkmale einer kontinuierlichen Entwicklung

Winston unterteilt sie in fünf Kategorien: Zusammenarbeit, Zeit, Experten, Lernbereitschaft und Talent. Unter Zusammenarbeit meint er: „Er sollte in der Lage sein, das bereitgestellte Wissen und die Expertise aufzusaugen. Er sollte jeden um ihn herum respektieren und mit dem Team zusammenarbeiten, um das Maximum aus seinem Potential herausholen zu können.“

Wichtig sei auch, dass er Zeit bekomme. „Man muss die Entwicklung ernst nehmen und keine Abkürzungen nehmen. Dafür braucht es langfristige Entwicklungsziele.“

Team DSM will Marco Brenner langfristig auf das Top-Niveau bringen

Die soll das Expertenteam bei DSM mit Brenner zusammen verwirklichen. „Wir alle wollen, dass Marco als Teil unserer Strukturen das Topniveau erreicht.“

Dafür muss Brenner aber auch bereit sein, zu lernen. „Als junger Mann muss Marco offen für Ideen und seine eigene Entwicklung sein. Er gibt Input, dieser muss gemeinsam mit den Experten des Teams bewertet und umgesetzt werden.“ Das alles geschehe auf Augenhöhe.

Und natürliches Talent sei etwas, so Winston, „mit dem Marco offensichtlich gesegnet ist“.

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