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Panther

14.04.2015

Training ohne Trainerfrage

Kapitän Steffen Tölzer ist bereits wieder im Sommertraining. Wer künftig bei den Panthern das sportliche Sagen hat, weiß er nicht.
Bild: Ulrich Wagner

Steffen Tölzer macht sich keine Gedanken über den künftigen Chef an der Bande

Mit der Nachtruhe hat Steffen Tölzer zurzeit seine Probleme. Alle drei Stunden meldet sich der Mitte März geborene Leon. „Das ist normal. Aber er ist ein sehr friedliebendes Wesen wie unser anderer Sohn Ben auch. Das haben sie von der Mutter“, meint der Eishockeyprofi lächelnd.

Der Pantherkapitän kümmert sich um seine Familie und trainiert bereits wieder im Fitnesscenter. „Jeden Tag außer Sonntag, aber gut dosiert.“ Der 29-Jährige hat außer dem üblichen Programm auch einige Spezialübungen – für die nach Operationen empfindliche Schulter und die Halswirbelsäule.

Tölzer ist mit sich selbst beschäftigt. Dass die Panther sechs Wochen nach dem Saisonende ihren neuen Trainer immer noch nicht bekannt gegeben haben, lässt ihn kalt. „Ich mache mir da keine Gedanken. Für andere Spieler ist diese Frage wichtiger.“ Der Verteidiger meint damit Kollegen wie Ivan Ciernik, für den die Meinung des künftigen Coaches entscheidend sein kann, ob er ein Vertragsangebot bekommt.

12 Spieler – fünf Verteidiger und sieben Stürmer – haben die Panther bislang für die kommende Saison bestätigt, heute soll ein weiterer folgen. Mit Brady Lamb und T. J. Trevelyan haben die Panther erst zwei von elf möglichen Importlizenzen vergeben. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Vereine zunächst ihr deutsches Personal an sich binden. Spieler aus Nordamerika entscheiden häufig erst im Sommer darüber, ob sie nach Europa wechseln. Die Panther müssen ohnehin abwarten bis sich die DEL-Konkurrenz mit den höheren Etats bedient hat. „Bei uns baut der Trainer die Mannschaft.“ Hauptgesellschafter Lothar Sigl hat deutlich gemacht, dass sich daran auch in der Zeit nach Larry Mitchell nichts ändern wird. „Ich bin der Überzeugung, dass wir den bestmöglichen Mann für die Panther engagiert haben.“

Nur den Namen des Trainers rückt er nicht heraus. Liegt es daran, dass Mike Stewart mit den Fischtown Pinguinen in der DEL 2 beschäftigt ist? Bremerhaven hat nach sechs Spielen (4:2) gegen Frankfurt die Endspielserie gegen Bietigheim erreicht. Leo Conti kann nicht bestätigen, dass Stewart Augsburger Trainer wird. „Ich weiß es nicht“, so der Panther-Marketingmanager.

Aber er hat den ehemaligen Verteidiger als Spieler in Frankfurt (2000/2001) schätzen gelernt. „Stewart sprach damals bereits nach einem halben Jahr sehr akzeptabel deutsch. Das ist für Spieler aus Übersee untypisch, zeigte aber, dass er sich sehr für Land und Leute interessierte“, so der frühere Nationaltorhüter Conti.

Stewart spielte zehn Jahre für den VSV Villach in Österreich, wechselte dann an die Bande und trainiert seit 2012 Bremerhaven. Nach der Meisterschaft 2013/14 kann der Austrokanadier auch in dieser Saison mit seinem Team den Titel gewinnen. Entsprechend zurückhaltend äußert er sich zu seiner sportlichen Zukunft. „Meine volle Konzentration gilt den Pinguins. Solange die Play-offs laufen wird keine Entscheidung fallen“, ließ Stewart Mitte März verlauten.

Er hat noch einen Vertrag bis 2016 beim Zweitligisten, aber auch die Zusicherung, bei einem entsprechenden Angebot die Freigabe zu bekommen. „Weiche Ausstiegsklausel“, nennt ein Bremerhavener Eishockeyfachmannn die Vereinbarung. „Gefühlsmäßig würde ich sagen, dass Stewart den Verein verlässt.“

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