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Futsal

13.01.2018

Türkspor will Titel verteidigen

Herbert Wiest

Aber schwere Gruppe für die Augsburger

Eigentlich hat Herbert Wiest die Diskussionen längst satt. „Ob bei den Turnieren in Kissing, Schwabmünchen oder sonst wo – es wurde nur über Futsal gesprochen“, sagt Wiest. Und das nicht gerade positiv. Denn die Mehrzahl der Fußballfreunde und auch Wiest selbst können mit dieser neuen Sportart, die vor fünf Jahren den traditionellen Halllenfußball ablöste, nicht viel anfangen. Doch Herbert Wiest ist Trainer bei Türkspor Augsburg und muss sich mit seiner Mannschaft auf die am Samstag (12.30 Uhr/Rebayhalle in Günzburg) stattfindende Endrunde um die schwäbische Futsal-Meisterschaft konzentrieren. Zumal der Augsburger Landesligist als Titelverteidiger an die Donau fährt und dort mit einer Freikarte an den Start geht. Wiest: „Deshalb steht bei uns dieses Turnier voll im Fokus, wir sind sehr ehrgeizig.“

Eine gravierende Änderung gibt es im Spielmodus der 39. Schwäbischen Titelkämpfe. Um jedem Teilnehmer drei Begegnungen zu garantieren, haben sich die Verantwortlichen um den kommissarisch tätigen Bezirksspielleiter Reinhold Mießl (Neusäß) vom spannungsgeladenen K.o.-System verabschiedet. Nun wurden die acht Starter in zwei Vorrundengruppen gelost, ehe die beiden Besten jeder Gruppe im Halbfinale aufeinandertreffen.

Und da müssen die Türken erst kräftig durchatmen. Denn sie treffen in der Gruppe auf den Landesliga-Kontrahenten FC Stätzling (zum Auftakt), der bei der Friedberger Vorrunde als Sieger glänzte, den Finalgegner des vergangenen Jahres BSK Neugablonz und den Gastgeber SC Bubesheim. „Es hätte leichter kommen können“, erklärte Wiest. In der Tat, in der anderen Staffel wurden die beiden Bezirksligisten TSV Gersthofen und FC Ehekirchen sowie die Kreisligavertreter TSV Diedorf und TSV Ottobeuren ausgelost.

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Doch vom Jammern hält man bei Türkspor nicht viel, obwohl der Klub auf zwei seiner besten Parkett-Spezialisten, Patrick Wurm und Manuel Hiemer, verzichten muss. „Das ist natürlich nicht optimal“, gesteht Wiest, „doch wir haben genügend technisch versierte Akteure im Team.“ Dominic Robinson etwa, der 2012 im Trikot des FC Augsburg II zum besten Turnierspieler gewählt wurde.

Als aktiven Spieler zog es Herbert Wiest sehr gerne zum Kicken in die Halle. Mitte der 1980er Jahre durfte er sich an der Seite von Armin Veh, Roland Bahl oder dem Polen Michal Wrobel zweimal mit dem FC Augsburg die schwäbische Hallenkrone aufsetzen.

Auch die Frauen spielen in Günzburg ihren Futsal-Bezirksmeister aus. Nach den Ergebnissen der Vorrundenturniere Nord und Süd hat Bezirks-Spielleiterin Melanie Kling die Halbfinal-Paarungen angesetzt. Am Samstag (ab 16.15 Uhr) stehen sich Titelverteidiger TSV Schwaben Augsburg und TSV Ottobeuren sowie SpVgg Kaufbeuren und TSV Pfersee gegenüber.

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