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Sportgespräch

30.04.2015

„Veh und Haller haben mir geholfen“

Peter Gartmann spielte einst in der zweiten Liga, doch er gesteht auch Fehler ein

Mit 16 galt Peter Gartmann als Riesentalent. Er trug im Nachwuchsbereich 22-mal das Trikot des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und gewann 1985 bei der U-16-Weltmeisterschaft in China mit der Nationalmannschaft die Silbermedaille. Damals spielte er beim FC Augsburg, später kickte er in der zweiten Bundesliga für Blau-Weiß Berlin und den SV Meppen. Als Trainer betreute der 46-Jährige die A-Junioren des FCA. Doch mittlerweile ist es um den ehemaligen Profi ruhig geworden. In unserer Serie Sportgespräch unterhielten wir uns mit Peter Gartmann.

Sie waren sieben Jahre Profi in der zweiten Bundesliga, haben zwei Spielzeiten die A-Junioren des FC Augsburg betreut. Keine schlechte Bilanz. Im Fußballgeschäft taucht Ihr Name allerdings nicht mehr auf. Warum?

Dafür gibt es natürlich Gründe. Im Seniorenbereich hat es ganz einfach nicht mehr gepasst. Beruflich bin ich seit einigen Jahren bei der Ustersbacher Brauerei im Marketingbereich tätig. Dass ich nicht mehr als Trainer tätig bin, stimmt allerdings nicht ganz. Ich betreue beim TSV Bobingen die A- und beim FSV Wehringen die E-Junioren. Dort spielt meine Tochter Mele Maria. Das mache ich aus Spaß an der Freud. Doch Sie sehen, langweilig wird mir nicht, zumal meine beiden Buben auch Fußball spielen.

Haben Sie das Talent vom Vater geerbt?

Elias spielt beim TSV Bobingen in der C-Jugend, Simon beim FC Augsburg bei den B-Junioren. Er ist ein Beißertyp, unheimlich begabt, leider im Moment noch etwas zu klein gewachsen. Talent haben sie beide, doch wohin der Weg führt, das kann man heute noch nicht sagen.

Ihr Weg führte 1988 vom FCA nach Berlin zu Blau-Weiß. Wie kamen die Kontakte zustande?

Armin Veh und Helmut Haller haben mir damals geholfen. Sie kannten den damaligen Blau-Weiß-Manager Hans Maringer und haben den Wechsel an die Spree eingefädelt.

Sie galten als große Nachwuchshoffnung, allerdings sollen Sie nicht sehr professionell gelebt haben.

Das stimmt. Ich war zwar sehr ehrgeizig und zielstrebig, auf der anderen Seite waren halt auch die Verlockungen in einer Großstadt wie Berlin da. Heute würde ich sicherlich viel disziplinierter leben und manches anders machen. Andererseits, sportlich hatte ich bei Blau-Weiß eine richtig gute Zeit. Wir haben damals zusammen mit Hertha BSC in der zweiten Liga gespielt und hatten viele gute Fußballer in der Mannschaft.

In Meppen war es dafür wesentlich ruhiger.

Das stimmt allerdings. Dort wurden schon um 20 Uhr die Gehsteige hochgeklappt (lacht!). Aber Spaß beiseite, auch beim SV Meppen habe ich gute Erfahrungen gemacht.

Aus dem Emsland ging’s zurück zum FCA?

Das war schon kurios. Man wollte mich zunächst gar nicht, ich wollte aber wieder zurück und habe finanziell Zugeständnisse gemacht. Aber ihre Meinung haben die Verantwortlichen bald geändert.

Wie sehen Sie den Verein heute?

Die Entwicklung ist sensationell. Daran hätte ich nie im Traum gedacht.

Interview: Herbert Schmoll

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