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Öffentliche Ehre

23.01.2019

Von Jesse Owens bis Helmut Haller

Für alle Besucher sichtbar: Die Augsburger Sporthalle am Rosenauberg wurde im Jahre 2012 nach dem Handballer Erhard Wunderlich benannt.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Zwei Jahre nach dem Ableben können Augsburger Straßen, Wege und Plätze nach prominenten Personen benannt werden. Auch einige Sportler sind darunter

Während der Handball-Weltmeisterschaft rückte auch die Augsburger Sporthalle, die seit 2012 nach dem erfolgreichen Handballer Erhard Wunderlich benannt ist, in den Blickpunkt. So stellte sich die Frage, wann einem Augsburger Sportler die Ehre zuteilwird, in der Öffentlichkeit.

Sieben der 1930 amtlich benannten Augsburger Straßen, Wege und Plätze heißen nach erfolgreichen Sportlern. Grundsätzlich kann jede lokale oder überregionale Persönlichkeit, also auch jeder Sportler, mit einem Straßennamen gewürdigt werden – allerdings frühestens zwei Jahre nach seinem Ableben.

Der Augsburger Stadtrat entscheidet über die Straßenbenennungen. Bürger oder Institutionen können aber auch Vorschläge beim zuständigen Geodatenamt der Stadt Augsburg einreichen. Jedoch ist die Vorschlagsliste lang (derzeit rund 271 Einträge) und die Anzahl der neu zu benennenden Straßen gering (2018: fünf Straßen). Auch sollte die Lage einer neuen Straße zum Namensgeber passen.

Hier eine Übersicht über Augsburger Straßen, die nach Auskunft des Baureferats der Stadt, nach prominenten Sportlern benannt sind:

Die Anton-Bezler-Straße in Göggingen und die dort im Jahr 1973 eröffnete Sporthalle sind Anton Bezler (1906 bis 1944) gewidmet. Der Turner des TSV Göggingen war mehrfach in der Deutschland-Riege eingesetzt und wurde deutscher Zehnkampf-Turnfestsieger.

Die Heini-Dittmar-Straße liegt im Univiertel. Heini Dittmar (1911 bis 1960) schrieb Segelflug-Geschichte. In den 1930er Jahren sorgte er für einen Höhenweltrekord mit 4350 Metern, einen Langstreckenweltrekord mit 375 Kilometern und die erste Alpenüberquerung.

Die Werner-Haas-Straße östlich der City-Galerie erinnert an den dreifachen Motorrad-Weltmeister. Im Jahr 1953 wurde Werner Haas (1927 bis 1956) zum deutschen „Sportler des Jahres“ gewählt. Mit einer Motocross-Maschine fuhr er sogar auf das Nebelhorn.

Der Helmut-Haller-Platz würdigt den Vizeweltmeister von 1966 und 33-fachen Fußball-Nationalspieler. Haller (1939 bis 2012) wuchs beim 2014 benannten Helmut-Haller-Platz auf. Mittlerweile heißt die dortige Haltestelle „Oberhausen Bahnhof/Helmut-Haller-Platz“.

Die Ernst-Lehner-Straße im Prinz-Karl-Viertel und das im Jahr 1996 eingeweihte Stadion an der Sportanlage Süd heißen nach Ernst Lehner (1912 bis 1986). Seine Fußball-Karriere als 65-facher Nationalspieler und Rekordtorschütze begann beim TSV Schwaben.

Die Jesse-Owens-Straße befindet sich auf dem einstigen US-Kasernengelände südlich der Bürgermeister-Ackermann-Straße. Der US-amerikanische Sprinter und Springer Jesse Owens (1913 bis 1980) holte vier Goldmedaillen bei der Olympiade 1936 in Berlin.

Die Willi-Stör-Straße Sie wurde, wie die meisten Straßen im Univiertel, nach einem Flieger benannt. Willi Stör (1893 bis 1977) gehörte in den 1930er Jahren zur Elite der deutschen Motorkunstflieger und wurde zweimal deutscher Meister sowie dreimal deutscher Vizemeister.

Daneben gibt es drei Augsburger Persönlichkeiten, die wegen ihrer Verdienste für den Sport mit einem Straßennamen gewürdigt wurden. So findet man die Max-Gutmann-Straße (Sportmäzen) im Prinz-Karl-Viertel, die Apprichstraße (Turn-Funktionär) in Göggingen und die Ferdinand-Halbeck-Straße (Tennis-Funktionär) beim Siebentischpark. Außerdem existiert eine Jahnstraße („Turnvater“) beim Vereinsgelände des TSV Haunstetten. (pm)

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