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Deutsche Meisterschaft

23.06.2014

Wenn drei Kegel stehen bleiben...

Augsburger Ronald Endraß ist auf Medaillenkurs, hat aber Pech beim letzten Abräumen

150 Schub hatte der Augsburger Ronald Endraß im Endlauf der deutschen Kegel-Meisterschaft schon hinter sich gebracht und lag vielversprechend auf Medaillenkurs. Platz zwei oder drei hätte es in der Endabrechnung bei den Titelkämpfen in seiner Heimatstadt werden können. Doch bei den letzten 50 Schub (25 in die Vollen, 25 Abräumen) kam der 34-Jährige, der für den KC Schwabsberg (bei Aalen) startet, beim Aufsetzen der Kugel immer ein klein wenig von der Ideallinie ab. So blieben beim Abräumen mehrfach drei Kegel nebeneinander stehen und Endraß verbrauchte jeweils drei Schübe, um alle Neune zu versenken. Das kostete ihn wertvolle Zähler gegen die deutsche Konkurrenz und ließ ihn in der Endabrechnung auf Platz fünf zurückrutschen.

Kopfschüttelnd zog Ronald Endraß nach seiner deutschen Meisterschafts-Premiere und seinen 1934 Kegel Bilanz. „Es ist enttäuschend für mich. Ich wäre so gern unter die ersten drei gekommen“, so der 34-Jährige, „bei den Anschüben habe ich die Gasse eigentlich gut getroffen. Aber dann sind es Kleinigkeiten, die nicht passen.“

Wie schwer die Bahnen im Augsburger Kegelzentrum zu bespielen sind, kann auch die alte und neue deutsche Meisterin, Raphaela Kummer, vom SKV Ingolstadt, bestätigen. „Mann muss sich hier sehr konzentrieren, damit man vorne in die Gasse trifft. Das ist sehr kräftezehrend.“ Als Gasse wird beim Kegeln der optimale Weg bezeichnet, auf dem die Kugel in die Neunergruppe rollt. Wird sie perfekt erwischt, fallen auch alle Kegel. Bei 100 und 200 Schub lieferten die Kegler sportliche Höchstleistungen ab, um die Kugel optimal nach vorne zu schicken. Nicht einfach, wenn draußen Temperaturen um die 25 Grad herrschen. „Zwei Tage der Mief in der Halle. Von den Bedingungen her, war es ein hartes Stück Arbeit“, sagte Kummer schmunzelnd, vergaß aber nicht, den gastgebenden Sport-Kegler-Verein Augsburg zu loben. „Die Helfer hier sind ein eingespieltes Team. Von der sportlichen Organisation bis zur Verpflegung hat alles gepasst.“

Das konnte ihre Teamkollegin Madeleine Ziegler bestätigen. Auch sie ist Augsburgerin, spielt aber im Bundesligateam des SKV Ingolstadt. Vor zwei Jahren hat die 31-Jährige gewechselt. „Ich wollte höherklassig spielen, das geht in Augsburg nicht.“ Wie auch Kollege Endraß hat sie sich in Süddeutschland umgesehen und landete schließlich in Ingolstadt. Obwohl Ziegler die Bahnen im Augsburger Kegelzentrum durch ihre Zeit beim SKVA und den Bezirksmeisterschaften eigentlich gut kennt, hatte auch sie Probleme. Bereits nach dem Vorlauf war ihre erste deutsche Meisterschaft für sie beendet. „Ich hatte mir hohe Ziele gesteckt und war deshalb auch sehr nervös. Dazu musste ich auf der Bahn eins spielen und das lief leider gar nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe.“ Am Ende wurde es Platz 16 unter 24 Keglerinnen.

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