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Vereinssport Augsburg

15.03.2021

Wer zuerst kommt darf in die Halle: Vereine in Augsburg finden das ungerecht

Statt dort Sport zu treiben werden zahlreiche Schulturnhallen in der Stadt Augsburg nun bestuhlt und für Unterrichtseinheiten oder Prüfungen verwendet.
Foto: Silvio Wyszengrad

Plus Lokalpolitiker wollen Sportvereinen helfen, mehr Belegungszeiten in Schulturnhallen zu bekommen. Sie kritisieren die ungerechte Verteilung unter den Vereinen.

Die schwierige Lage mancher Augsburger Sportvereine, die bis auf weiteres keine Belegungszeiten mehr in den Schulturnhallen bekommen, hat die Fraktion der Bürgerlichen Mitte auf den Plan gerufen. Die Lokalpolitiker sehen die Tatsache, dass Sportstunden von Vereinen zugunsten des Präsenz-Unterrichts ausfallen, durchaus als nachvollziehbar. Allerdings kritisieren sie die Art und Weise der Kommunikation durch die Stadt mit den Sportvereinen als „sehr befremdlich“.

Vereine beklagen ungerechte Terminverteilung in Augsburger Schulsporthallen

„Dies äußerte sich in einigen Anrufen und Mails von Vereinsvertretern, die bei mir eingingen“, sagt Stadtrat und Fraktionsvorsitzender Hans Wengenmeir. Aus seiner Sicht wäre es geboten gewesen, die Vereine als Betroffene ebenso wie den Sportbeirat, den Sportausschuss und Stadtrat zumindest zeitgleich von der Entscheidung der Schulverwaltung in Kenntnis zu setzen.

Rund 50 Vereine sind davon betroffen, dass viele Augsburger Schulen für ihre Turnhallen wohl mindestens bis Ende des Schuljahres Eigenbedarf angemeldet haben. Belegungszeiten tagsüber oder abends für Vereine, die bis vor der Corona-Pandemie üblich waren, würden damit bis auf weiteres entfallen.

Wer zuerst kommt, darf in die Halle: Vereine in Augsburg finden das unfair

Das vom Sportreferat angekündigte Prinzip, dass jene Vereine, die am schnellsten zugreifen, die noch wenigen freien und buchbaren Termine erhalten, findet Wengenmeir ungerecht. „Manche Vereine in bestimmten Stadtvierteln, die ausschließlich in Schulen trainieren, verlieren fast alle Trainingszeiten und damit nahezu ihr komplettes Angebot, während andere kaum davon betroffen sind. Insofern sollten die Vereine mit großen Ausfällen auch ein vorrangiges Zugriffsrecht auf offene Hallenzeiten erhalten“, betont Wengenmeir.

Viele Vereine würden sich intensiv mit der Wiederaufnahme des Sportbetriebs beschäftigen, erstellen Trainingspläne und Hygienekonzepte, nur um nun zu erfahren, dass das in vielen Fällen wieder hinfällig ist. „Der Unmut steigt merklich, auch wenn im Sport das Verständnis für Corona-Maßnahmen bisher groß war“, schildert Wengenmeir seinen Eindruck von der Lage in den Sportvereinen.

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