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Eishockey-Nachwuchs

19.02.2015

Zuversicht vor dem Endspurt

Sechs Siege hintereinander: Der Klassenerhalt in der Eliteliga DNL ist für die AEV-Jugend fünf Spiele vor dem Ende der Qualifikationsrunde greifbar nahe.
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Sechs Siege hintereinander: Der Klassenerhalt in der Eliteliga DNL ist für die AEV-Jugend fünf Spiele vor dem Ende der Qualifikationsrunde greifbar nahe.

Der AEV hat sich in der DNL eine glänzende Ausgangsposition verschafft. Einige Talente haben sich in den vergangenen Wochen in den Vordergrund gespielt

Eishockey-Stürmer Marco Sternheimer ist erst 16 und nimmt es in der Deutschen Nachwuchs-Liga (DNL) mit Gegenspielern auf, die teilweise vier Jahre älter sind. „Ich muss im Zweikampf schon ein bisschen aufpassen, weil ich nicht der Kräftigste bin“, spielt der Fachoberschüler auf seine auf 1,80 Meter verteilten 67 Kilogramm an.

Der U17-Nationalspieler hat gelernt einzustecken. Im Sommer brach er sich die Speiche im linken Arm, vor einigen Wochen setzte ihn das Pfeiffersche Drüsenfieber außer Gefecht. Aber Sternheimer hat dennoch mit 28 Scorerpunkten (15 Tore, 13 Assists) großen Anteil daran, dass dem Aufsteiger AEV in der Eliteklasse nicht mehr viele Punkte zum Klassenerhalt fehlen.

Noch wirkungsvoller waren nur Topscorer Fabian Voit (37 Punkte) und der erfolgreichste Torschütze Jonas Wolter (22 Treffer), ein Kaufbeurer im AEV-Team. „Wir haben uns gegenüber dem Beginn der Saison ziemlich verbessert“, sagt Linksaußen Sternheimer. „Das Tempo in dieser Klasse ist im Vergleich zur Jugend-Bundesliga sehr viel höher, da hatten wir zunächst gegen einige DNL-Mannschaften keine Chance.“

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In der Qualifikationsrunde spielen die Augsburger dagegen gemeinsam mit Tabellenführer EV Landshut die dominierende Rolle. Die beiden besten Teams dürfen in der Eliteklasse bleiben. Nach dem 8:2 gegen den SC Riessersee könnte die AEV-Mannschaft von Trainer Roman Klicznik mit einem weiteren Heimsieg gegen Garmisch am Sonntag (12.30 Uhr) den DNL-Platz so gut wie sichern. „Wenn uns der Klassenerhalt gelingt, werde ich bleiben. Denn hier habe ich meine Schule und meine Kumpels.“ Die Freundin lebt allerdings in Weiden. Zu mehr als einem Kurzbesuch reichte es im Fasching nicht. Am Dienstag stand wieder Training auf dem Programm.

Denn Sternheimer hat große Pläne. Mit Patrick Kurz, 18, kann er sich im DNL-Team darüber unterhalten wie es ist, zum Kader der Pantherprofis zu gehören. „Wer möchte nicht gern im Eishockey Karriere machen?“ Das Ziel ist skizziert, aber um das zu erreichen, müssen viele Faktoren passen. Kürzlich nahm er mit der deutschen U17-Auswahl an einem Vier-Nationen-Turnier teil. Nach knappen Niederlagen gegen die Slowakei und die Schweiz gehörte der AEV-Stürmer beim 6:2 gegen Dänemark zu den Torschützen. Stocktechnisch ist Sternheimer einer der Besten, ein paar zusätzliche Muskeln wären willkommen. Auch Tim Bullnheimer weiß, wie wichtig im Zweikampfsport Eishockey die körperliche Verfassung ist. Deshalb hat der 15-jährige Mittelstürmer der AEV-Bundesligaschüler in den vergangenen beiden Jahren so hart trainiert wie nie zuvor. Ausdauer auf dem Fahrrad, Bauchmuskelübungen – der Neuntklässler des Gymnasiums Diedorf hatte viele Extraschichten eingelegt, die sich ausgezahlt haben. In 27 Saisonspielen gelangen dem Angreifer 54 Scorerpunkte (22 Tore, 32 Vorlagen). Am Wochenende beim 11:0 gegen Miesbach erzielte er sechs Treffer. „Das wäre ohne meine Mitspieler nicht möglich gewesen“, gibt er sich zurückhaltend.

Bullnheimer neigt nicht dazu, große Sprüche zu klopfen. Er weist sogar darauf hin, dass es seinem Team nicht gelungen ist, in die Bundesliga-Hauptrunde einzuziehen. „Dabei hätten wir das Potenzial dazu gehabt“, ist er überzeugt. Stattdessen spielt der AEV mit teilweise überforderten Gegnern im Südpokal. Am Klassenerhalt besteht kein Zweifel. Die Augsburger haben neun ihrer 14 Partien gewonnen.

Für Tim Bullnheimer und einige Kollegen ist es die Abschiedsrunde bei den Schülern. Sie rücken im Sommer in die nächste Altersklasse auf. Der Torjäger hat sich darauf eingestellt, dass die DNL eine große Herausforderung wird.

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